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Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer erweitert Aufrüst-Optionen

Der Versand von PC-Systemen erfordert den Einsatz verschiedener Verpackungsmaterialien, um einen sicheren, beschädigungslosen Transport der Computer zu ermöglichen. So kommen neben der Umverpackung aus Kartonage auch Profile aus expandiertem Polystyrol (Styropor) für einen festen Halt und eine Polyethylen-Folie als Feuchtigkeitsschutz zum Einsatz.

Ein besonderes Ärgernis für die Umwelt stellt dabei das Polystyrol dar. Weil ein natürlicher Zersetzungsprozess unter Lichtausschluss selbst in sehr langen Zeiträumen praktisch nicht möglich ist, bleibt es in Deponien erhalten und bei der Verbrennung entstehen giftige Gemische aus diversen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Zwar kann Polystyrol vollständig recycelt werden, dies findet in der Praxis jedoch kaum statt, da Verschmutzungen und Vermischungen sowie die hohen Transportkosten aufgrund der geringen Schüttdichte hierbei Probleme bereiten.

Gleichwohl fehlen Alternativen in Bezug auf die mechanischen und chemischen Eigenschaften dieses Kunstoffs, so dass er wohl auch weiterhin zu den weltweit am meisten verwendeten Kunststoffen gehören wird.

Doch es gibt auch einen Lichtblick in der Umweltproblematik des Polystyrols. Bereits 2015 haben Forscher der Stanford University in den USA entdeckt, dass Mehlwürmer den Kunststoff nicht nur fressen, sondern auch verdauen können und dies offenbar keinerlei gesundheitliche Auswirkungen auf sie hat. Als Reststoffe bleiben CO2 und verrottbarer Kot übrig, der beispielsweise als Pflanzendünger eingesetzt werden kann.

Bald erhältlich: Mehlwürmer

Bald erhältlich: Mehlwürmer

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, in Kürze unsere Aufrüst-Optionen bei allen Systemen im CSL-Shop zu erweitern, um unseren Kunden eine kostengünstige Do-it-yourself-Lösung zur Beseitigung des Polystyrols in der PC-Umverpackung anbieten zu können.

Für eine geringe Schutzgebühr von 2,50 EUR legen wir Ihrer Bestellung ein Tütchen mit 500 g lebenden Mehlwürmern aus kontrolliert biologischer Zucht bei (ca. 890 Exemplare).

Da jeder Mehlwurm etwa 35-40 mg pro Tag verzehrt, verwandeln sie die insgesamt 88 g Polystyrol aus der PC Verpackung in weniger als 3 Tagen in die genannten Reststoffe, die Sie zum Beispiel in Ihrem Garten ausbringen können. Besonders praktisch dabei: Sie können die Umverpackungskartonage direkt als Behälter für die Mehlwurmzucht verwenden. Es empfiehlt sich jedoch ein paar Ventilationslöcher vorzusehen und die Polyethylen-Folie außen um den Karton zu ziehen, damit die kleinen Biester nicht ausbrechen können. Außerdem sollten Sie alle paar Tage fertig ausgebildete Mehlkäfer von den Würmern trennen.

Neue Aufrüstung

Achten Sie auf diese neue Aufrüst-Option: Umweltschutz

Ist das Polystyrol erst einmal „aufgelöst“, stehen Ihnen verschiedene interessante Weiternutzungsmöglichkeiten der Mehlwurmzucht offen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem leckeren Insektensnack zum selbst probieren oder verschenken. Einfach die gewünschte Menge mit der etwas Meersalz in der Pfanne rösten oder frittieren und im Handumdrehen zaubern Sie einen nussig-leichten und proteinreichen Snack, den besonders Ihre Kinder lieben werden.

Nährwertangabe pro 100 Gramm:

Energie 550 kcal
Kohlenhydrate: 5,4g – (davon Zucker: 0g)
Ballaststoffe: 6,5g
Protein: 45,1g
Salz: 0,37g
Fette: 37,2g (davon gesättigte Fettsäuren: 9,0g / einfach ungesättigte Fettsäuren: 17,3g / mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 10,9g)

Serviervorschlag

Serviervorschlag

Alternativ können Sie die Mehlwürmer natürlich auch im Garten des Nachbarn auswildern.

AMD Radeon R9 380X – Tonga XT im Vollausbau

Am 19. November hat AMD seine neue Grafikkarte Radeon R9 380X mit Antigua-XT-GPU vorgestellt. Die R9 380X platziert AMD im beliebten Preissegment zwischen 200 € und 300 €, in dem bisher eine Lücke im aktuellen Portfolio des kalifornischen Chipherstellers klaffte. Diese wurde jetzt geschlossen und eine Mittelklasse-Grafikkarte präsentiert, die ein attraktives Preis/Leistungsverhältnis bietet und auf das Gaming in Full HD 1080p bzw. der höheren WQHD 1440p-Auflösung abzielt.

 

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Quelle: AMD

 

Bei der AntiguaXT-GPU handelt es sich nicht um einen brandneuen Grafikchip, sondern um eine umbenannte Tonga-XT-GPU. Diese war in Desktop-Grafikkarten für Endverbraucher bisher nur in abgespeckter Version in der Radeon R9 285 bzw. Radeon R9 380 erhältlich. Jetzt liegt sie erstmals im Vollausbau vor und bietet basierend auf der GCN 1.2-Architektur („Graphics Core Next“) 2048 Shadereinheiten, 128 Texture Units und 32 ROP-Einheiten.

Als Grafikspeicher sind 4 GB GDDR5-VRAM über ein 256-Bit-Interface angebunden. Die R9 380X stellt damit einen effektiven Speichertakt von 5700 MHz bereit und kommt auf eine Bandbreite von 182,4 GB/s.

Nominell ist die Konfiguration der R9 380X nahe an der beliebten R9 280X mit Tahiti-GPU dran. Allerdings trumpft sie mit der neueren Architektur – GCN 1.2 vs. GCN 1.0 – auf und bringt damit einige Neuerungen und Verbesserungen ins Spiel. So unterstützt die R9 380X jetzt nicht nur die AMD TrueAudio Technologie und die brückenlose „XDMA“ Crossfire-Schnittstelle, sondern auch die Freesync-Funktion, die die Bildausgabe der Grafikkarte mit der Monitorfrequenz abgleicht und dadurch Ruckler und Darstellungsfehler minimiert. Zudem wurde die Asynchronous-Compute-Engine verbessert, was dem neuen DirectX12-Standard und Virtual Reality-Anwendungen zugutekommt.

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Quelle: AMD

Eine weitere Verbesserung stellen die Fähigkeiten zur De- und Enkodierung von Videos dar. Der UVD5-Decoder beherrscht jetzt neben VC-1, MPEG4, MPEG2 und MJEP auch den H.264-Codec zur Beschleunigung von hochauflösenden Ultra HD 4K-Videos. Der Encoder VCE 3 arbeitet zwölfmal schneller als in Echtzeit und skaliert Videos mit geringeren Qualitätsverlusten herunter.

Durch die neue Mikroarchitektur arbeitet die R9 380X deutlich energieeffizienter als das Vorgängermodell R9 280X und pegelt sich mit 190 Watt Leistungsaufnahme bei einem ca. 20% geringeren Verbrauch ein.

Als Ausgänge verfügt die Grafikkarte über 2× Dual-Link-DVI, 1× HDMI 1.4a (bis 4K@30Hz) und 1× DisplayPort 1.2 (bis 4K@60Hz), womit sich maximal vier Displays ansteuern lassen. Für einen optimalen Anzeigenbereich sorgt die integrierte AMD Eyefinity Technologie der brandaktuellen Radeon Software Crimson. Mit dieser lassen sich im übrigen FreeSync, der Downsampling-Algorithmus VSR („Virtual Super Resolution“) und der Skalierungsmodus für jeden verbundenen Bildschirm einzeln einstellen.

 

Abschließend wollen wir einen Blick auf das R9 380X-Modell von dem Hersteller XFX werfen. Die XFX Radeon R9380X DD Black Edition OC erhalten Sie auch im CSL Online-Shop in vorkonfigurierten PC-Systemen wie den Gaming-PCs Sprint 5884 (Hexa) und Speed 4630 (Core i5) oder als Aufrüst-Option zu jedem anderen System.

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XFX RADEON R9 380X DD BLACK EDITION OC 1030MHZ 4GB DDR5

Dieses Custom-Modell ist bereits ab Werk mit einem erhöhten GPU-Takt von 1030 MHz eingestellt, bietet eine Speichertaktung der 4 GB GDDR5 VRAM von 1450 MHz an einem 256-Bit Interface und stellt damit eine deutlich höhere Performance als das Referenzmodell von AMD bereit. Auf 23,5 cm Länge ist die Karte mit zwei 9 cm Lüftern und einem Kühlkörper mit Quad-Heatpipe bestückt. Bei den Lüftern hat man eine praktische Konstruktion verwendet. Jeder kennt das Problem: Staub und Flusen nisten sich gerne direkt unterhalb des Lüfters auf dem Kühlkörper ein und senken dadurch die Kühlleistung merklich. Die XFX R9 390X  hat hier eine praktische Lösung parat: Die Lüfter können einfach nach oben abgenommen werden, um den darunterliegenden Kühlkörper zu reinigen.

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Die Karte unterstützt alle aktuellen AMD Features wie Mantle, FreeSync, Virtual Super Resolution und Frame Target Control. Zudem ist sie DirectX 12- sowie Vulcan-fähig und kompatibel zu GPU-Compute Software – der Unterstützung der CPU bei Anwendungsberechnungen wie z.B. den erweiterten Effekten in Adobe Photoshop.

 

 

Radeon R9 Fury X: Die schnellste Single-GPU Grafikkarte von AMD

 

Die Radeon R9 Fury X ist das neue Flaggschiff unter AMDs Grafikkarten. Bei der Namensgebung hat man sich offensichtlich an alte ATI-Zeiten vor der Übernahme durch AMD erinnert, in der die Spitzenmodelle den Zusatz Fury trugen. Damit sollte klar sein wohin die Reise geht: High-End-Power, die ganz klar auf hochauflösendes Ultra HD 4K-Gaming und Virtual Reality-Anwendungen abzielt!AMD_Fiji_20150616185232-pcgh

Sie trumpft mit einer verbesserten Energieeffizienz der GCN 1.2-Architektur auf, passt dank Freesync die Bildwiederholungsrate des Monitors der Grafikausgabe an und ist mit ihrer Unterstützung von VR-Brillen durch LiquidVR zudem zukunftssicher für 3D-Software.

Als Anschlüsse bietet die Karte drei Displayports 1.2 sowie einen HDMI 1.4a-Ausgang.

Damit positioniert sich die Radeon R9 Fury X in direkter Konkurrenz zur NVIDIAsGeForce GTX 980 Ti und hat dafür einige Neuerungen in petto.

 

Zunächst wollen wir die technischen Fakten betrachten:

Die Basis stellt der Fiji-XT-Grafikchip im Vollausbau, der im 28nm-Verfahren hergestellt wird und mit 1050 MHz getaktet ist. Er verfügt über 4096 Shadereinheiten, 256 TMUs (Texture Mapping Units) und 64 ROPs (Raster Operation Units).

Quelle: AMD

 

Die wirklich große und innovative Neuerung ist jedoch der HBM-Speicher (High Bandwidth Memory), der einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem bisherigen GDDR5-Standard bringen soll. Zusammen mit dem Speicherhersteller Hynix wurde dieser Speichertyp in den letzten Jahren entwickelt und kommt auf der Fury X das erste Mal zum Einsatz. Dahinter steckte die Überlegung, dass Games immer speicherhungriger werden und herkömmliche Speicher-Chips stetig mehr Platz einnehmen und höhere Taktraten bieten müssen, um ausreichende Bandbreite zu bieten. Um diese Engstelle zu umgehen, wurde der Aufbau des Grafikspeichers mit HBM grundsätzlich neu gedacht.

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Quelle: AMD

Ähnlich wie bei Samsungs 3D NAND-Speicher (siehe hier) werden im HBM die Speicherchips vertikal statt horizontal angeordnet. Die gestapelten Speicherchips liegen auf einer Verbindungsplatte („Imposer“) direkt neben der GPU und ermöglichen so einen extrem schnellen Austausch von hohen Datenmengen. Durch die größere Anzahl an Verbindungen zur GPU und kürzere Wege wird nicht nur die Bandbreite erhöht, sondern auch der Strombedarf sinkt signifikant. AMD spricht von 60% mehr Bandbreite, dreifach höhere Performance/Watt und 94% weniger Platzbedarf im Vergleich zum herkömmlichen GDDR5,-Speicher.

Quelle: AMD

Der HBM-Speicher weist eine nominell sehr geringe Taktung von nur 500 MHz auf. Das relativiert sich aber schnell, wenn man das Speicherinterface betrachtet: Mit 4096 Bit liegt es nämlich beim Achtfachen des bisherigen Maximums einer R9 390X! Damit werden sagenhafte 512 GB/s Bandbreite erreicht und die liegt somit deutlich über den 336,5 GB/s einer GTX 980 Ti.

Eine weitere Besonderheit der Fury X ist ihre Wasserkühlung. Dabei setzt AMD auf ein besonders leises Design für das Kraftpaket: Der Kühlköper mit 120mm-Lüfter ist von der eigentlichen Grafikkarte abgekoppelt und kann frei im Gehäuse platziert werden.
Vor allem der sehr leise Betrieb von nur 1,5 Sone unter Volllast weiß zu überzeugen. So ruhig arbeitet sonst keine Grafikkarte in dieser Leistungsklasse.

Der Stromverbrauch der Fury X zeigt sich auch nicht so hungrig, wie es anhand der technischen Daten zu vermuten wäre. Im Idle-Modus liegt sie bei 113 Watt und zieht bei voller Belastung ca. 400 Watt aus dem Netzteil.

 

 

In den im Netz verfügbaren Benchmarks zeigt sich, dass die Fury X ihren Anspruch, der GTX 980 Ti Konkurrenz zu machen, voll erfüllt. Liegt sie bei Full HD und WQHD-Auflösungen meist nur ganz knapp hinter dem Spitzenmodell von NVIDIA, so kann sie im hochauflösenden UltraHD-Format ihre Stärken voll ausspielen.

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Quelle: AMD

Die Fury X richtet sich also vor allem an Gaming-Enthusiasten, die in Ultra HD spielen wollen und mit dem AMD Flaggschiff in diesem Bereich auch zukunftssicher aufgestellt sind. Durch die neue HBM-Technologie ist zudem ein deutlich kleineres Design möglich und mit nur 20 cm Länge passt dieses High-End-Stück auch in kompaktere PC-Gehäuse.

 

In unserem Shop finden Sie Gaming-Systeme, die mit der AMD Radeon R9 Fury X ausgestattet sind und für Ultra HD-Gaming genau die richtige Performance liefern.

CSL Sprint X5854 (Octa) mit AMD FX-Series FX-8370 CPU (8× 4000 MHz)

CSL Speed X4878 (Core i7) mit Intel® Core™ i7-6700K CPU (4× 4000 MHz)

Selbstverständlich können Sie die Radeon R9 Fury X auch als Grafikkarten-Aufrüstung zu jedem anderen PC dazubestellen.

DirectX 12-Gaming: Das volle Potential der MultiCore-Prozessoren

 

Das neue Windows 10 ist seit dem 29.07. auf dem Markt und mit ihm die heiß erwartete neue DirectX 12-Schnittstelle. Die Vorgängerversion DirectX 11 wurde bereits mit Windows 7 eingeführt und bekam unter Windows 8.1 ein Upgrade auf DirectX 11.2. Mit DirectX 12 ist jetzt eine neue Version verfügbar, die einen tiefergehenden Zugriff auf die Hardware erlaubt und so MultiCore-CPUs und Grafikkarten effizienter nutzen kann und deutlich mehr Leistung aus vorhandener Hardware herausholen soll.

Wie funktioniert DirectX?

DirectX ist eine API (Application Programming Interface), die genau genommen aus mehreren Software-Schnittstellen wie  DirectDraw, Direct3D, DirectSound, u.a.  besteht. Sie dient als Übersetzer der Software-Befehle eines Spiels für die jeweilige Hardware. Das ermöglicht es, für ein breites Spektrum an Hardware zu programmieren, denn nicht jede Grafikkarte spricht „die gleiche Sprache“.

Bislang nahm dieses Übersetzen der Befehle einen erheblichen Anteil der Rechenleistung des Prozessors in Beschlag. Rechenleistung die damit nicht zur Berechnung des Spiels zur Verfügung steht – man spricht in diesem Fall vom sogenannten „Overhead“. Auch die fehlende Parallelisierung von DirectX 11 wirkte leistungsmindernd. „Draw calls“, Zeichenbefehle der CPU an die Grafikkarte zu Farbe, Positionierung und Position eines Objekts, wurden nacheinander hauptsächlich von einem CPU-Kern bearbeitet. Dadurch wurde der Prozessor zur Engstelle, denn die Grafikkarte kann theoretisch deutlich mehr verarbeiten als die CPU in Auftrag gibt.

DirectX 12 – MultiCore-optimiert

Durch DirectX 12 werden diese Performance-Hindernisse minimiert. Die neue Schnittstelle ist eine sogenannte „Low Level API“ und ermöglicht einen tiefergehenden Zugriff auf die Hardware. Während unter DirectX 11 noch der jeweilige Grafikkarten-Treiber für die Einteilung der abzuarbeitenden Befehle zuständig war, können unter DirectX 12 die Entwickler festlegen, wann was berechnet werden soll und dieses auch auf mehrere CPU-Kerne verteilen. Dadurch wird der „Overhead“ reduziert und die Anzahl der möglichen „draw calls“ steigt deutlich. DirectX 12 bietet damit erstmals eine MultiCore-optimierte Schnittstelle, die das Potential der großen Mehrkern-Prozessoren auch wirklich ausschöpfen kann.

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In der Praxis bedeutet das, dass für die Gaming-Performance unter DirectX 12 nicht mehr nur die maximale Rechenleistung der jeweiligen CPU-Kerne (oder vielmehr des einen CPU-Kerns) ausschlaggebend ist, sondern die Anzahl der Prozessorkerne zum entscheidenden Kriterium wird.

 

Mehr Gaming-Power unter Windows 10

Auch wenn, wie bereits oben erwähnt, alle DirectX 12-Spiele noch in der Entwicklungsphase sind, sind die Vorteile von DirectX 12 schon bei DirectX 11-Spielen unter Windows 10 spürbar.

Um die verbesserte MultiCore-Unterstützung zu testen, haben wir mit unseren AMD Achtkern Gaming-PC CSL Sprint X5855(Octa)  Battlefield 4 sowohl unter Windows 10 Home  als auch unter Windows 8.1 angespielt.

Getestet wurde in Full HD 1080p mit Detailstufe Hoch. Die Konfiguration des Systems ist wie folgt:

Prozessor: AMD FX-Series FX-8320 Prozessor,  8x 3500 MHz
Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3-RAM, Kingston, 1600 MHz
Grafikkarte: ASUS GTX750TI-PH-2GD5, 2 GB GDDR5
Mainboard: ASUS M5A78L/USB3
Betriebssystem: Windows 10 Home, 64 Bit

 

Dabei zeigte sich, dass unter Windows 10 eine durchschnittlich 10% höhere Framerate erreicht wird und die Maximalwerte sogar 15% höher liegen.

benchmark-directx11vs12

Fazit

Zwar ist bisher noch kein Spiel mit DirectX 12-Unterstützung auf dem Markt, aber die im Netz kursierenden Benchmarks versprechen eine deutliche Performancesteigerung und endlich wird auch das Rechenpotentials aktueller Mehrkern-Prozessoren ausgeschöpft.

Von dem verbesserten Multitasking, das DirectX 12 bietet, dürften vor allem die AMD MultiCore-Prozessoren profitieren, deren Potential im Gaming-Bereich bisher nur unzureichend genutzt wurde.

Gerade hinsichtlich des Preisniveaus der AMD OctaCore-CPUs werden diese im Zuge der Einführung von DirectX 12-Spielen vermehrt in den Fokus anspruchsvoller und preisbewusster Gamer rücken!

 

Die Intel Skylake Prozessoren sind da!

Intel Skylake Prozessoren – neu, besser, energieeffizienter

 

Pünktlich zur Gamescom 2015 in Köln hat Intel seine Skylake Prozessoren vorgestellt. Die Broadwell-Nachfolger bringen eine komplett neue Plattform auf den Markt. Und NEU heißt hier wirklich neu: Prozessorarchitektur, Sockel, Speicherunterstützung, implementierte Grafikeinheit, OC-Features und Chipsatz wurden vollständig überarbeitet. Gleich geblieben sind die Bohrabstände für den CPU-Kühler auf den Mainboards, so dass bisherige Lüftermodelle mit der neuen Plattform kompatibel sind.

Zwar sind erst zwei Modelle der Skylake-Generation verfügbar, die restlichen CPUs werden Intel zufolge im September vorgestellt, dafür handelt es sich aber um die Spitzenmodelle der jeweiligen Core i7- und i5-Reihe, dem Core i7-6700K sowie dem Core i5-6600K. Wie bei Intel üblich, verfügen die K-Modelle über einen offenen Multiplikator und bringen damit einfaches Übertaktungspotential für OC-Enthusiasten mit.

 

  Core i7-6700K Core i5-6600K
Codename Skylake Skylake
Sockel 1151 1151
Kerne (Phys./Log.) 4/8 4/4
Basis-Takt 4,0 GHz 3,5 GHz
Max. Turbo 4,2 GHz 3,9 GHz
Multiplikator 40, frei bis 83 35, frei bis 83
BCLK-OC Ja, mit Z170-PCH Ja, mit Z170-PCH
L3-Cache 8 MiByte 6 MiByte
TDP 95 Watt 95 Watt
PCI-Express-Lanes 16× 3.0 16× 3.0
Speicher 2× DDR3L-1600oder2× DDR4-2133 2× DDR3L-1600oder2× DDR4-2133
Int. Grafik HD Graphics 530 (24 EUs, DX12 FL12_1) HD Graphics 530 (24 EUs, DX12 FL12_1)

[Quelle: pcgameshardware.de]

 

 

Zunächst wollen wir die neue Mikroarchitektur der Skylake-CPUs betrachten.

Wie die Broadwell-Prozessoren wird auch Skylake im 14nm-Herstellungsverfahren gefertigt, bietet aber deutliche Veränderungen zu der  Vorgänger-Generation.

Neben dem neuen Sockel 1151 benötigt Skylake einen neuen Chipsatz, den Intel Z170 betitelt hat. Der Z170 Platform Controller Hub stellt insgesamt 20 PCIe 3.0-Lanes bereit, das 2,5-fache des Z97-Chipsatzes (Haswell Refresh). Dadurch werden deutlich höhere Datenraten realisiert. Davon profitieren insbesondere schnelle M.2 SSDs, die bisher durch den beschränkten Datenfluss limitiert wurden.  Auch  der neue USB 3.1-Standard kann durch den größeren Datendurchsatz optimal ausgereizt werden.

 

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Quelle: Intel

 

An der Mikro-Architektur der Prozessoren fanden auch Veränderungen statt. So ist die Spannungsregulierung der Prozessoren, die bei Haswell und Broadwell noch von Fully Integrated Voltage Regulators (FIVR), also im Prozessor integrierten Spannungsreglern, übernommen wurde, auf das Mainboard ausgelagert worden. Das bietet Übertaktern nicht nur einen größeren Einfluss auf die Parameter, sondern sorgt auch dafür, dass die Skylake-Prozessoren unter Last deutlich kühler arbeiten können.

 

Intel spricht bei seinen Skylake-Prozessoren  von einer um 10-20% gestiegenen CPU-Leistung pro Takt. Das wird unter anderem durch deutlich schnellere L2- und L3-Caches ermöglicht.

In einem Vergleichstest zwischen dem Skylake-Spitzenmodell  Core i7-6700K und dem Haswell-Flaggschiff Core i7-4790K kommt golem.de zu dem Urteil:

„Durch die stark gestiegene Leistung pro Takt überholt der Core i7-6700K den Core i7-4790K jedoch durchweg. Vor allem in Anbetracht dessen, dass Intel die seit Jahren sukzessiv erhöht und immer weniger Optionen dazu vorhanden sind, halten wir die taktnormiert rund 12 Prozent mehr Leistung der Skylake-Architektur für beeindruckend.“

 

Neben der Leistungsfähigkeit hat Intel zudem die Energieeffizienz der neuen Prozessoren deutlich verbessert.

Die integrierte Grafikeinheit des i7-6700K bzw. des i5-6600K firmiert unter dem Namen Intel HD 530 Graphics und verfügt über 24 Shader-Einheiten. Ein Leistungszuwachs von ca. 30% ist im Vergleich zu der Intel HD 4600 Grafik des i7-4790K festzustellen. Eine weitere Neuerung ist die H.265/HEVC-Kodierung (für hochauflösende Videoinhalte), die jetzt  komplett von der integrierten Intel HD 530 Grafik übernommen wird und damit die CPU-Einheit entlastet. Zudem unterstützt die Intel HD 530 den neuen DirectX 12-Standard, der mit Windows 10 Einzug gehalten hat. Für eine flüssige Umsetzung von Spielen in Full HD reicht die Leistung der HD 5300 Grafik jedoch nicht ganz aus und sie bleibt damit hinter der nach wie vor stärksten OnChip-Grafik Iris Pro 6200 der Broadwell-Prozessoren zurück.

Eine weitere Neuerung betrifft den integrierten Speichercontroller. Er unterstützt neben DDR3-1600-RAM jetzt auch DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu DDR4-2133). Dies war bisher nur der Intels High-End-Plattformen Haswell EP und EX der Fall. DDR4-Arbeitsspeicher verbraucht im Vergleich zu DDR3-RAM benötigt DDR4-Speicher deutlich weniger Energie und kann eine höhere Kapazität pro Modul liefern. Dadurch sind Speicherbestückungen mit bis zu 64 GB statt bisher 32 GB möglich.

 

Fazit

Die neuen Skylake-Prozessoren zeigen sich in bisher veröffentlichten Benchmarks von Ihrer starken Seite. Trotz nominell gleicher Grundtaktung wie der Core i7-4790K zeigt der Core i7-6700K einen Leistungsvorsprung von ca. 10-20%. Beachtenswert ist dabei, dass die Skylake-CPU dabei weniger Energie benötigt als der Haswell-Prozessor.

 

Quelle: golem.de

Quelle: golem.de

 

Zudem bietet die neue Sockel 1151-Plattform ein absolut modernes und leistungsstarkes Umfeld. Vor allem die mächtige Geschwindigkeit von 20 PCIe 3.0-Lanes kommt dem Nutzer zu Gute. Schnelle USB 3.1-Schnittstellen, die mögliche Konfiguration mit rasanten M.2 SSDs im Raidverbund und erweiterte SATA 6 GBit/s-Optionen dank der hohen Datenraten der 20 Lanes stellen  ein eindrucksvolles Fundament dar. Insbesondere bei der Neuanschaffung eines Systems stellt die Skylake-Plattform eine erstklassige Wahl dar, die auch für die nächsten Jahre Zukunftssicherheit garantiert!

PC-Systeme mit den neuen Skylake Prozessoren finden Sie auch in unserem Shop!

CAD-Systeme: Workstations für professionelle Anwendungen

Was ist CAD?

CAD steht für „computer-aided design“ und bedeutet so viel wie computergestützte Konstruktion.

Ihren Ursprung hat diese Arbeitsweise bei der Erstellung von zweidimensionalen technischen Zeichnungen. Sie wurde häufig als Ergänzung zu klassischen Zeichenbretter überall dort eingesetzt, wo Konstruktionen und Entwürfe eine Grundvoraussetzung für den Entwicklungs- und Gestaltungsprozess waren, z.B. im Ingenieurswesen, in der Architektur, Landschaftsplanung und –gestaltung.

Vor 20 Jahren kosteten 3D-CAD-Workstations noch den Gegenwert eines kleinen Einfamilienhauses und waren für viele Firmen schlicht nicht finanzierbar. Durch die rasante Entwicklung im Hardware-Bereich sind die Preise jedoch drastisch gesunken und ein professionelles CAD-System unterscheidet sich heute preislich kaum noch von einem High-End Gaming-PC. Durch die einfachere Verfügbarkeit haben CAD-Arbeitsplätze eine viel größere Verbreitung gefunden. Auch der Anwendungsbereich hat sich deutlich erweitert und spezielle CAD-Software findet man für nahezu jedes Einsatzgebiet.

 

Von 2D zu 3D

Am Anfang umfasste CAD tatsächlich nur die zweidimensionale Gestaltung mithilfe von Computern, die z.B. bei technischen Zeichnungen zum Einsatz kamen. Mittlerweile wird CAD auch in nahezu allen Bereichen des Ingenieurswesens eingesetzt, um dreidimensionale Modelle zu erstellen und virtuelle Simulationen durchzuführen. Dabei können Modellen bestimmte Eigenschaften zugeordnet werden und der Einfluss von physikalischen Kräften simuliert werden. Diese virtuellen Prototypen sind ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklungsphase, um Rückschlüsse auf die späteren realen Eigenschaften eines Produkts zu gewinnen.

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Quelle: http://catia.friko.pl/

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Quelle: http://catia.friko.pl/

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Quelle: http://catia.friko.pl/

Technische Animation AgriTechnica

 

CAD-Systeme haben sich in den letzten 20 Jahren auch ganz andere Anwendungsgebiete erschlossen. So werden sie heutzutage auch in der Medizinforschung eingesetzt, ebenso wie im konkreten Fertigungsprozess z.B. bei der Steuerung von CNC-Fräsen.

Gerade in der Unterhaltungsindustrie sind CAD-Systeme mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Computerspiele und (Animations-)Filme seien hier als Beispiele genannt, bei denen realistische Simulationen, 3D-Animationen, Charakterdesign und Umgebungstexturen ohne spezielle Software wie 3ds Max oder Maya nicht denkbar wären.

Animation Autodesk Maya

 

Die Hardware macht die Leistung

Welche CAD-Software die richtige ist, hängt im Wesentlichen vom Anwendungsgebiet ab. Da das Angebot an CAD-Programmen extrem vielfältig ist, sei an dieser Stelle auf die Liste mit CAD-Programmen bei Wikipedia hingewiesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_CAD-Programmen

In Sachen Hardware sind vor allem drei Komponenten entscheidend: Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafik!

Der Prozessor ist das funktionale Herzstück eines jeden Systems. Je schneller der Prozessor arbeitet, desto flotter sind die Abläufe des jeweiligen Programms. Moderne CAD-Programme sind MultiCore-optimiert, d.h. sie unterstützen Prozessoren mit zwei oder mehr CPU-Kernen. Gerade beim Rendern und Animieren bieten Mehrkern-Prozessoren einen großen Vorteil, denn es gilt: Eine doppelte CPU-Kernanzahl halbiert die Renderingzeit! Auch beim gleichzeitigen Ausführen mehrerer Prozesse profitieren Sie von starken MultiCore-Prozessoren.

Die in CAD-Software genutzten Daten sind häufig sehr umfangreich. Deshalb empfiehlt es sich, ausreichenden Arbeitsspeicher zur Verfügung zu haben, um effizient arbeiten zu können. Mindestens 8 GB RAM verlangen die meisten Programme, aber auch hier gilt: je mehr, desto besser! Denn je mehr Daten im RAM gespeichert werden können, desto weniger müssen auf die wesentlich langsamere Festplatte ausgelagert werden.

Die Grafikkarte hat im CAD-Einsatz zunehmend an Bedeutung gewonnen. Viele Anwendungen nutzen den Grafikprozessor nicht mehr alleine zur Beschleunigung von Darstellungen, sondern vielmehr auch zur Entlastung des Prozessors bei rechenintensiven Aufgaben – z.B. beim Rendern oder Simulationen mit Open CL. Um diesen gesteigerten Anforderungen gerecht zu werden, bieten die führenden Grafikkarten-Hersteller AMD und NVIDIA spezielle Grafikkarten-Reihen an. Diese Modell-Familien, konkret: AMD FirePro und NVIDIA Quadro, sind für ein breites Spektrum professioneller Anwendungen zertifiziert. Das heißt: Sie erfüllen die Mindestanforderungen, die das jeweilige Programm stellt.

Auch hier unterscheiden sich die Grafikkarten in ihren Stärken für die jeweiligen Anwendungsgebiete – von CAD/Konstruktion über Mediaproduktion bis hin zu Karten für große Videowände und Multidisplay-Lösungen.

 

Wo früher noch teure CAD-Workstations nötig waren, die häufig ein UNIX-Betriebssystem erforderten, können heute hochwertige CAD-Systeme verhältnismäßig kostengünstig auf Basis von Windows-PCs realisiert werden. Durch ein breites Angebot an zum Teil kostenloser CAD-und 3D-Software ist die Verbreitung dieser Systeme vorangeschritten und hat auch Einzug bei Privatanwendern gefunden.

In unserem Online-Shop finden Sie eine Auswahl vorkonfigurierter CAD-Workstations – vom kostengünstigen Einstiegssystem für Studenten und kleinere Unternehmen bis hin zu High-End-Stationen für professionelle Anwendungsgebiete. Mit den praktischen Aufrüstoptionen können Sie jede Konfiguration Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen!

Windows 10

windows_10_500pxPreview Build 9926 / Januar 2015

Kürzlich hat Microsoft zu einem Presse-Event geladen, um die Neuigkeiten im Entwicklungsprozess von Windows 10 bekannt zu geben und das nächste große Preview-Update vorzustellen. Zu den bekannten Gesichtern der letzten Präsentation dieser Art gesellten sich dieses Mal weitere Microsoft-Manager, um die Arbeit ihrer Entwicklungsteams vorzustellen und auch CEO Satya Nadella gab sich die Ehre und erklärte das neue Windows-Geschäftsmodell, die Wichtigkeit der Ausrichtung auf mobile Märkte und die Fokussierung auf das Nutzer-Erlebnis als zentrale Antriebsfeder Microsofts bei der Entwicklung von Windows.

„We want to make Windows 10 the most loved release of Windows“ sagte Nadella und gab damit durchaus hoch gesteckte Ziele preis.

Den ersten Paukenschlag gab es allerdings schon direkt zu Beginn der Veranstaltung von Windows-Chef Terry Myerson: Microsoft wird innerhalb des ersten Jahres nach dem Erscheinen von Windows 10 kostenlose Upgrades auf das neue Betriebssystem für die Nutzer von Windows 8.1, Windows Phone 8.1 und Windows 7 anbieten.

Quelle: Microsoft

Windows-Chef Terry Myerson verkündet kostenlose Upgrades.

Damit hatten vermutlich nur wenige gerechnet. Zwar kursieren schon seit Monaten Gerüchte, dass die neue Version für Windows 8.1 Nutzer kostenlos sein könnte, aber dass auch alle Windows 7 Nutzer innerhalb des ersten Jahres kostenlos upgraden dürfen, ist ein doch überraschend konsequenter Schritt in der laufenden Neuausrichtung von Microsofts Windows-Strategie. Diese sieht vor, Windows zukünftig wie eine Art „Ladengeschäft“ Microsofts zu sehen, in dem mit Diensten und Produkten Geld verdient wird.

 

Windows as a service

Mit Windows 10 soll ein neues Kapitel begonnen werden, dementsprechend wird es die letzte Windows-Version sein, die nach dem klassischen Muster veröffentlicht wird.

Zukünftig soll Windows eine einheitliche Plattform für alle Arten von Geräten sein, von Smartphones über Tablets, PCs und Fernseher bis hin zum Internet der Dinge. Egal welches Display das Gerät hat oder ob es überhaupt eines hat. Auf allen wird künftig ein und dasselbe Windows betrieben werden können.

Außerdem wird es nicht mehr alle paar Jahre eine komplett neue Windows-Version geben, sondern Windows 10 wird ein System sein, das kontinuierlich weiterentwickelt und über die Windows Updates mit neuen Funktion und Verbesserungen versorgt werden wird.

Dies wird dadurch gewährleistet, dass jedem Gerät auf dem Windows 10 einmalig aktiviert wurde, kostenlose Updates für die gesamte Lebensdauer des Gerätes angeboten werden. Wie z.B. bei Online-Anwendungen soll sich die Frage nach der verwendeten Version nicht mehr stellen, weil alle Windows-Nutzer immer die aktuellste Version auf all ihren Geräten haben.

Microsoft nennt das: „Windows as a service“.

Dementsprechend könne man, laut Myerson, davon ausgehen, mit Windows 10 in den nächsten Jahren einen der größten Internetservices der Welt etablieren zu können.

Der gesamte Presse-Event kann hier noch einmal angesehen werden: http://news.microsoft.com/windows10story/

 

Windows 10 ausprobiert

Seit einigen Tagen steht die neueste Vorabversion von Windows 10 mit der Build-Nr. 9926 zum Download auf der Webseite des Windows Insider Programs (https://insider.windows.com/) als 3,94 GB große ISO-Datei zur Verfügung. Anders als bei der ersten Preview kann nun auch schon aus 21 verschiedenen Sprachen für Windows 10 gewählt werden.

Wer bereits eine Preview von Windows 10 nutzt und als Windows Insider registriert ist, kann die neueste Version aber auch direkt in Windows 10 herunterladen und installieren. Die entsprechende Funktion befindet sich in den „Windows Update Settings“ im Bereich „Preview-Builds“.

Je nachdem welchen der beiden Bezugswege man nutzt, stehen unterschiedliche Optionen für die Installation von Windows 10 zur Verfügung. Während der Weg über die Update Settings nur eine Aktualisierung der bestehenden Preview ermöglicht, kann beim ISO-Download wie gewohnt ausgewählt werden, ob eine Aktualisierung oder ein Clean-Install durchgeführt werden soll. Beide Wege funktionieren einwandfrei und laufen innerhalb der erwarteten Zeit ab.

Wie üblich kennzeichnet Microsoft neue Versionen mit frischem Bildmaterial für Sperrbildschirm und Desktop – so auch hier: Der Build 9926 begrüßt mit einem Fluss im Urwald und schneebedeckten Berggipfeln. Aber das sei nur am Rande erwähnt, denn eigentlich soll es hier nur um neue Funktionen bzw. Weiterentwicklungen der Bestehenden gehen.

Quelle: Microsoft

Desktop mit neuem Startmenü

Auf den ersten Blick fällt auf dem Desktop die geänderte Taskleiste auf. Zwischen Start-Button und Task-Icons befindet sich nun das Feld für die Suchfunktion, das in der letzten Preview noch im Startmenü platziert war. Das Feld ist mit der Aufforderung „Ask me anything“ und einem Mikrofon-Icon versehen. Der Grund für den Umzug an diese prominente Stelle und die neue Aufmachung dürfte ein neues Feature sein, auf das ich später noch ausführlich zurückkomme.

Ein Klick auf den Start-Button offenbart weitere Änderungen, denn am Startmenü ist noch einmal ordentlich Hand angelegt worden. Sah es in den letzten Previews noch aus, wie ein Windows 7 Startmenü mit Kacheln, nimmt es nun langsam aber sicher die Gestalt eines eigenen Windows 10 Startmenüs an. Die Position und das Aussehen der Bedienelemente wurden noch einmal angepasst, die Suchfunktion ist, wie gesagt, umgezogen und es gibt einen neuen Vollbild-Button, der das Startmenü in eine Startseite verwandelt. Die linke Spalte des Startmenüs teilt sich in die Bereiche „Orte“ und „Häufig genutzt“ und bietet zudem eine „Alle Programme“-Schaltfläche. Wird diese geklickt, zeigt die linke Spalte eine scrollbare, alphabetische Auflistung aller installierten Programme. In der rechten Spalte des Startmenüs besteht weiterhin die Möglichkeit Kacheln, auch Live-Kacheln zu platzieren. Hierfür steht sogar mehr Platz zur Verfügung, denn dieser Bereich ist nun vertikal scrollbar.

Der Continuum-Mode ist mittlerweile vollständig integriert. Dieser sorgt dafür, dass Windows 10 im laufenden Betrieb zwischen den Bedienkonzepten Touch und Desktop (Tastatur/Maus) hin und her wechseln kann. Wird beispielsweise bei einem Convertible die Tastatur abgedockt, um es als Tablet-PC nutzen zu können, erkennt Windows 10 das Abdocken und fragt ob der Modus geändert werden soll. Bestätigt der Nutzer dies, verwandelt sich das Startmenü in eine Startseite und alle Windows-Fenster werden zu Vollbild-Apps. Natürlich kann die Modus-Änderung auch manuell ausgelöst werden, so dass auch im Tablet-Modus die Desktop-Variante genutzt werden kann, wenn man denn möchte.

Die bereits aus früheren Preview-Versionen bekannten Notifications wurden weiter entwickelt und bilden nun ein Action-Center, das in Windows 10 die Charms ersetzen soll. Hinzugekommen sind in diesem Schritt diverse Buttons im unteren Bereich, die sogenannten Quick-Actions, die einen ähnlich schnellen Zugriff auf verschiedene Funktionen bieten, wie die Charms.

Die Notifications des Systems oder von Apps können nun aufgeklappt und mit Buttons und Rich-Media Inhalten ausgestattet werden, so dass der Nutzer direkt aus dem Action-Center mit den jeweiligen Apps interagieren kann.

Des Weiteren gibt es zahlreiche optische und strukturelle Änderungen an verschiedensten Bereichen, zum Teil aus zwischenzeitlichen Updates der Preview, zu sehen. So wurde z.B. das Design der Taskleiste selbst überarbeitet, Fensterrahmen und –icons sowie Schattierungen und Animationen weiterentwickelt oder auch ein kompletter Bereich, wie die PC-Einstellungen, neu gestaltet und strukturiert. Einen Überblick über einige Detailverbesserungen bietet die Bildergalerie am Ende des Artikels.

 

Universal Apps

Im Zuge der Schaffung einer einheitlichen Plattform für alle Arten von Geräten, auf denen dasselbe System läuft, führt Microsoft Universal Apps in Windows ein. Das heißt nichts anderes, als dass ein und dasselbe Programm auf jedem möglichen Gerät läuft – und hier ist tatsächlich der Quellcode gemeint.

Das ist auf der einen Seite schön für die Entwickler, die ihre Software sehr viel schneller für verschiedene Geräte zur Verfügung stellen und somit im Prinzip auch kostengünstiger anbieten könnten. Der Ansatz bietet aber auch Nutzern sehr interessante Möglichkeiten. Musik, Fotos, Filme, Spiele und vieles mehr lassen sich z.B. ganz einfach quer durch alle Geräte nutzen, mit Daten versorgen und untereinander synchronisieren.

Ein erstes Programm-Paket, das diesem Ansatz folgt, werden die Office Universal Apps für Windows 10 sein. Hierfür wurden die Office Anwendungen mit einem Blick auf Touch-first komplett neu gestaltet und sollen sowohl auf einem Smartphone als auch auf einem Tablet und einem PC jeweils einen identischen Funktionsumfang und ein identisch hohes Nutzer-Erlebnis bieten.

 

Cortana

Thema zahlreicher Gerüchte war es bereits, nun ist es offiziell: Der vom Windows Phone bekannte digitale Assistent Cortana wird integraler Bestandteil von Windows 10 und wird in allen Geräteklassen zur Verfügung stehen. Somit macht auch das eingangs erwähnte neue Suchfeld mit der Aufforderung „Ask me anything“ mehr Sinn, denn die ist wirklich wörtlich gemeint.

Da die Integration von Cortana noch nicht abgeschlossen ist, funktioniert es aktuell nur bedingt und auch nur dann, wenn „English U.S.“ als Primärsprache eingestellt und die Region auf „United States“ gesetzt ist. Interessierte Nutzer können beide Einstellungen unter „Settings“ -> „Datum und Uhrzeit“ -> „Region und Sprache“ vornehmen.

Quelle: Microsoft

Integration von Cortana.

Cortana soll mehr sein als ein einfacher Spracheingabe-Assistent. Microsoft hat das Ziel, Cortana als universellen persönlichen Assistenten an verschiedensten Stellen des Systems zu verankern. Dazu lernt Cortana möglichst viel über den Nutzer, seine Vorlieben und Interessen, um möglichst schnell relevante Informationen und Empfehlungen liefern zu können. Die Kommunikation mit Cortana soll hierbei ganz einfach über natürlich gesprochene Sprache geschehen, kann aber auch über die Tastatur vorgenommen werden.

Natürlich wird hier auch der Datenschutz nicht außer Acht gelassen. Sämtliche Informationen, die Cortana über den Benutzer speichert, werden in einem Notizbuch abgelegt, das jederzeit vom Nutzer eingesehen oder bearbeitet werden kann. Ist das einem Nutzer suspekt, kann er sowohl Cortana insgesamt als auch nur die Notizbuch-Funktion abschalten.

 

Project Spartan

Hinter diesem Codenamen verbirgt sich ein neuer Internetbrowser, den Microsoft zurzeit entwickelt und der neben dem Internet Explorer in Windows 10 zur Verfügung stehen wird. Dieser basiert auf einer komplett neue Render-Engine „EdgeHTML“, kann aber auch die alte Render-Engine des IE verwenden (gleiches wird wohl auch für den IE 11 geplant). Der Plan dahinter ist, die neue schnelle Engine für alle modernen Websites einzusetzen und die alte aus Kompatibilitätsgründen am Leben zu erhalten.

Weiter wird Project Spartan, ein finaler Name existiert bislang nicht, eng mit Cortana und dem Office Paket verzahnt werden.

So wird Cortana bei Suchanfragen versuchen, die Absicht des Nutzers vorherzusehen und dazu passende Antworten direkt unterhalb des Eingabefeldes anzuzeigen. Das könnte beispielsweise so aussehen, dass der Nutzer „Wetter“ als Suchbegriff in die Adresszeile des Browsers eingibt und während Google oder Bing Webseiten empfehlen, soll Cortana direkt aktuelle Wetterdaten zum gewünschten Standort unterhalb der Adresszeile anzeigen.

Es wird aber z.B. auch möglich sein, Kommentare und Anmerkungen direkt auf eine angezeigte Webseite zu schreiben, um diese dann als Snapshot mit einem Klick in OneNote oder Word zu übernehmen. Außerdem wird diese Snapshot-Technik dazu dienen, eine verbesserte Leseliste zum Offline-Lesen von ausgewählten Webseiten zu befüllen.

 

Xbox in Windows

Ja, auch die Xbox wird zukünftig zu den Windows 10-Geräten gehören. Wer jetzt aber denkt, es ginge hierbei lediglich darum, ein paar bunte Kacheln in der Xbox-Oberfläche zu platzieren, der irrt gewaltig. Microsoft hat große Pläne für die Verbindung der beiden Gamer-Welten Konsole und PC. So wird es künftig, unabhängig vom verwendeten Windows-Gerät, möglich sein, auf seine Xbox Live Kontakte zuzugreifen und mit Ihnen sowohl Video- als auch Text-Chats zu starten. Außerdem können über diese Verknüpfung Erfolge und Gameplay-Videos geteilt werden.

Quelle: Microsoft

Xbox Home auf dem PC.

Damit die Spieler auch genug epische Spielmomente im Video festhalten und teilen können, wird es mit Windows DVR ein neues Tool geben, dass die Aufnahme von Gameplay Videos in HD und mit hohen Framerates ermöglicht.

Den größten Knalleffekt dürften jedoch beiden folgenden Ankündigungen haben: Mit Windows 10 wird es erstmals möglich sein, dass Spieler von Konsolen, in diesem Fall nur der Xbox, und PC auf denselben Servern dieselben Spiele gemeinsam oder gegeneinander spielen können. Und Spiele-Enthusiasten, die sowohl PC als auch Xbox ihr Eigen nennen, werden mit Windows 10 ihre Xbox-Spiele auf ihren PC streamen und von dort aus nutzen können.

 

One more thing

Als letzte Präsentation hat Microsoft noch eine Neuentwicklung für Windows 10 vorgestellt, mit der wahrscheinlich niemand gerechnet hatte und die durchaus das Zeug haben könnte, eine neue Ära einzuleiten. Mit Windows 10 beginnt Holographic-Computing.

Quelle: Microsoft

HoloLens: Mit Windows 10 beginnt Holographic Computing.

Microsoft nennt die dazugehörige Technik und die benötigte Brille HoloLens und betont, dass es sich keineswegs um eine weitere Virtual- oder Augmented-Reality Brille handelt. Vielmehr sei HoloLens ein Computer-System, das dreidimensionale, hochaufgelöste Hologramme mit beeindruckenden Farb- und Kontrast-Werten in der natürlichen Umgebung des Trägers platziert und Interaktionen mit ihnen ermöglicht.

Realisiert wird diese Technik, die sich wirklich komplett in der Brille befinden soll – der Anschluss eines zusätzlichen Computers entfällt, durch den Einsatz einer zusätzlichen Recheneinheit. Neben CPU und GPU enthalten die HoloLens-Brillen eine HPU, was für Holographic Processing Unit steht und die exklusive Aufgabe hat, die Umgebung des Trägers zu scannen, seine Körperhaltung zu analysieren und Gesten zu verstehen.

Während der Präsentation von HoloLens, wurde auch eine dazugehörige Software namens HoloStudio mit einer Live-Demo (https://www.youtube.com/watch?v=RCCXZ8ErVag) vorgestellt, in der im freien Raum vor der Trägerin mit Hilfe von Gesten und Sprachkommandos ein Quadcopter zusammengesetzt wurde, der im Anschluss mit einem 3D-Drucker produziert wurde.

Ein API für die Produktion holografischer Apps soll mit Release von Windows 10 zur Verfügung stehen.

Leider kann diese Innovation in der Preview von Windows 10, auch mangels passender Hardware, nicht ausprobiert werden, aber es gibt zusätzlich zur Live-Demo noch ein Video, das schon einen atemberaubenden Eindruck macht.

Microsoft HoloLens – Transform your world with holograms: https://www.youtube.com/watch?v=aThCr0PsyuA

 

Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft Quelle: Microsoft

Die Bilder können durch Klicken vergrößert werden.

Die neue GeForce GTX 960 ist da

Die neue Mittelklasse von NVIDIA

Am 22.Januar war der offizielle Release der GeForce GTX 960. Damit schließt NVIDIA jetzt auch die Lücke im mittleren Grafikkarten-Segment und hat alle Kepler-Modelle durch neue Grafikkarten mit Maxwell-Architektur ersetzt.

NV-GeForce-GTX-960-header

Bei der GTX 960 kommt eine GM206-GPU zum Einsatz, die über 1024 Shader-Einheiten verfügt und auf einen 2 GB GDDR5-Speicher zurückgreifen kann. Da das Speicherinterface lediglich 128-Bit beträgt, eignet sich die Karte in erster Linie für Gaming in Full HD. Wer in Ultra-Auflösungen spielen möchte, sollte auf die größeren Modelle wie die GTX 970 oder GTX 980 zurückgreifen.

Durch die extrem effiziente Maxwell-Architektur holt die GTX 960 dennoch erstaunlich viel aus ihren Möglichkeiten. Gerade im Verhältnis zwischen Performance und Stromverbrauch reiht sie sich nahtlos in die anderen Maxwell-Modelle ein und liefert dadurch die zurzeit besten Werte. So kommt sie mit maximal 120 Watt aus und wird lediglich durch einen einzelnen 6-Pin Stecker vom Netzteil versorgt.

Eine große Neuigkeit kann die GTX 960 aber exklusiv ihr eigen nennen – ihre Video-Engine. Die GTX 970 und 980 unterstützten bereits die Enkodierung des H.265 HEVC-Formats, die GTX 960 kann dieses Format nun auch dekodieren. Dadurch ist sie in der Lage auch Ultra 4K-Videos problemlos umzusetzen und bietet darüber hinaus eine native Unterstützung für HDCP 2.2-Inhalte über ihren HDMI 2.0-Port.

Damit ist die GTX 960 nicht nur für preisbewusste Gamer eine Option, sondern sie eignet sich auch exzellent für den Einsatz in HTPCs (Home Cinema PCs).

Ansonsten stimmen die Features des neuesten Maxwell-Familiemitglieds mit denen der größeren Geschwister überein. Sie bietet u.a. eine Kompatibilität zu DirectX 12, Voxel Global Illumination (VXGI), Multi-Frame Sampled Anti-Aliasing (MFAA) und Dynamic Super Resolution (DSR). Diese Features haben wir bereits in einem früheren Blog-Artikel vorgestellt und können hier nochmal nachgelesen werden.

 

Die Technik-Fakten zur GTX 960, der gößeren GTX 970 und dem direkten Konkurrenzmodell von AMD, der Radeon R9 280X.

NVIDIA Geforce GTX 960 NVIDIA Geforce GTX 970 AMD Radeon R9 280X
Grafikchip GM206 GM204 Tahiti XTL
Chip- / Boost-Takt 1.126 MHz / 1.178 MHz 1.050 MHz / 1.178 MHz 850 MHz / 1.000 MHz
Shader-Einheiten 1.024 1.664 2.048
Textureinheiten 64 104 128
ROP-Einheiten 32 64 32
Videospeicher 2,0 GByte 4,0 GByte 3,0 GByte
Speichertakt (effektiv) 7.008 MHz 7.008 MHz 6.000 MHz
Speicherinterface 128 Bit 256 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 112 GByte/s 224 GByte/s 288 GByte/s
TDP 120 Watt 145 Watt 250 Watt

 

Mit der GeForce GTX 960 hat NVIDIA alle älteren Kepler-Modelle durch die neuen Maxwell-Karten ersetzt und sein Segment im mittleren Gaming-Bereich komplettiert. Die GTX 960 ist auf Gaming in Full HD ausgelegt und kann aufgrund ihres 2 GB Grafikspeichers mit 128-Bit-Interface für Spiele in Ultra-Auflösungen nur bedingt genutzt werden. Dafür ist sie die erste Grafikkarte mit H.265 Decoder und einer nativen HDCP 2.2-Unterstützung. Für Anwender, die eine starke Allround-Karte suchen, auf Ultra HD-Gaming keinen großen Wert legen, sondern auch den finanziellen Aspekt im Auge behalten, ist die GTX 960 sicherlich eine gute Wahl.

 

 

Samsung SSD 850 Pro – SSD-Modelle mit neuester Technik

Samsung SSD 850 Pro – die aktuellen SSD-Modelle des Marktführers

Quelle: hardwareluxx.de

Quelle: hardwareluxx.de

Samsung ist einer der führenden Hersteller im Bereich der SSDs. Der Erfolg ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass Samsung die Entwicklung und Herstellung aller SSD-Komponenten selbst realisiert und nicht von externen Firmen abhängig ist. Insbesondere die 840 PRO- & EVO-Serien erfreuen sich großer Beliebtheit bei den performancebewussten Anwendern. Im Juli dieses Jahres stellte Samsung den Nachfolger der 840 PRO, die 850 PRO, vor, deren Verbesserungen vor allem in der Speicherarchitektur sowie der Langzeitperformance zu finden sind. Mit einer beachtlichen Garantielaufzeit von 10 Jahren scheint Samsung auf die Nachhaltigkeit dieser SSD zu vertrauen. Bisher gab man die für SSDs üblichen Garantiezeiten von 3 Jahren (840 EVO) bzw. 5 Jahren (840 PRO), das hat sich jetzt deutlich geändert.

 

Neue Technologie –  dreidimensionale Architektur

Vor allem die neue Speicherarchitektur ist dafür verantwortlich. Samsung selbst bezeichnet dieses Verfahren als 3D V-NAND.

Durch die Nachfrage nach großer Speicherkapazität auf möglichst geringem Raum ging die Entwicklung bei der Speicherfertigung bisher in die Richtung: Kleiner ist besser. So wurden z.B. die Speichermodule der Samsung 840er-Reihe im 22 nm-Verfahren gefertigt. Dadurch war es möglich viele Speicherzellen nebeneinander zu platzieren. Allerdings ging das auf Kosten der Langlebigkeit der SSD.

Mit 3D V-NAND ist Samsung zu 40 nm Speicherzellen zurückgekehrt und nutzt im Gegensatz zur herkömmlichen Architektur, bei der die Zellen nebeneinander angeordnet waren, auch die Höhe und schichtet die Zellen übereinander.

Durch dieses Verfahren lassen sich mehr Zellen auf weniger Platz unterbringen, die Zellen sind größer und dadurch auch wesentlich langlebiger. Deshalb gibt Samsung auch selbstbewusst eine saftige Garantie von 10 Jahren auf die SSDs der 850 PRO-Reihe und eine garantierte Schreibleistung von 150 TeraByte, was ca. 40 GB pro Tag entspricht.

Weitere Vorteile der 3D V-NAND Technologie ist ein geringerer Energieverbrauch (ca. 3 Watt Lesen/Schreiben) sowie höhere Schreibgeschwindigkeiten. Da sich durch diese Technik viele Speicherzellen im 2,5“ Format unterbringen lassen, sollten auch SSDs mit 2000 GB Speicherkapazität nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

 

Ausgiebige Performance

Die höhere Performance der 850 PRO SSD wurde ja bereits erwähnt. In der Praxis limitiert die SATA 6 GBit/s-Schnittstelle eine höhere Datenübertragung. So liegen hochklassige SSDs generell sehr nahe beieinander, wenn es um Lese- und Schreibgeschwindigkeiten geht. Auffällig ist, dass die kleineren 128 GB bzw. 256 GB 850 PRO-Modelle den Geschwindigkeitsabstand zu den größeren Modellen im Vergleich zur Vorgängerserie verkürzt haben.

In verschiedenen Benchmarks weist die 850 PRO keinen nennenswerten Geschwindigkeitsvorteil bei herkömmlichen simulierten Lese- und Schreibvorgängen auf – bedingt durch das SATA 6GBit/s-Interface. Es zeigt sich jedoch, dass die 850 PRO-Modelle wesentlich länger ein hohes Niveau an IOPS (Input/Output Operations Per Second), also die Anzahl von Ein- und Ausgabe-Operationen, aufrechterhalten können als alle vergleichbaren SSDs. Normalerweise sinkt die Geschwindigkeit bei SSDs nach wenigen Minuten dauerhafter Zugriffe signifikant ab – die 850 PRO kann jedoch deutlich länger mit ihrer Schnelligkeit auftrumpfen und scheint zurzeit in diesem Bereich absolut führend auf dem Markt zu sein.

Quelle: tweaktown.com

Quelle: tweaktown.com

 

Neue Software – mehr Cache

Eine weitere Verbesserung, die nicht unerwähnt bleiben soll, ist die überarbeitete SSD Magician Software von Samsung. Bereits im letzten Jahr wurde der sogenannte RAPID-Modus für die 840 PRO zur Verfügung gestellt. Dabei wurde der Arbeitsspeicher des Rechners als schneller Cache zwischen SSD und System genutzt. Mit der neuen Software wurde hier weiter aufgerüstet – so können jetzt maximal 4 GB RAM für Caching-Aufgaben genutzt werden. Voraussetzung hierfür sind allerdings mindestens 16 GB RAM, da nur maximal ein Viertel des verbauten Arbeitsspeichers für die Funktion reserviert werden kann.

 

Fazit

Mit der 850 PRO hat Samsung die momentan ausdauerndste SSD am Markt, die unter Volllast ihre Leistung wesentlich länger aufrechterhält als die Konkurrenzmodelle.

Die garantierte Schreibleistung von 150 TeraByte sowie eine umfassende Garantie von 10 Jahren sind ebenfalls starke Alleinstellungsmerkmale dieser SSD-Modelle.

Unbegrenzter Cloud-Speicher für Office 365 Nutzer

„Der Wettbewerb um den größten CloGFA_XXX_infografik_onedrive endlich_141027_RGB.inddud-Speicher zum günstigsten Preis ist beendet”, sagt Thorsten Hübschen, verantwortlich für das Office Geschäft bei Microsoft Deutschland, „mehr als unbegrenzter Speicherplatz ohne Aufpreis geht nicht. (Quelle: http://www.microsoft.com/de-de/news/pressemitteilung.aspx?id=535212)

Ob der Wettbewerb zwischen den großen Anbietern von Cloud-Speicherlösungen damit wirklich beendet ist, wird sich zeigen, aber auf jeden Fall wird er deutlich härter. Nach diversen Vergrößerungen des kostenlosen inklusiven Cloud-Speichers und Preissenkungen, die verschiedene Anbieter im Laufe des Jahres angeboten haben, legt Microsofts OneDrive die Latte mit diesem Angebot jetzt noch ein ganzes Stück höher.

Neben einem OneDrive Account wird ein kostenpflichtiges Abo von Office 365 für Privatanwender benötigt, also Home, Personal oder University. Die Nutzer der Business-Versionen kommen voraussichtlich erst 2015 in den Genuss unbegrenzter Online-Speicherkapazität.

Da das Roll-Out der neuen Funktion über mehrere Monate erfolgen soll, bekommt auch nicht jeder Nutzer, die die genannten Voraussetzungen erfüllt, sofort unbegrenzten Speicher zugeteilt. Wer möglichst früh dabei sein möchte, hat hier die Möglichkeit sich anzumelden und wird dann zur Umstellung seines Accounts per E-Mail benachrichtigt: https://preview.onedrive.com/?wt.mc_id=oo_blog_onedrive_insertblogtitlehere

Ist die Benachrichtigung da, wird das Speichervolumen schrittweise erhöht, zunächst von 1 TB, das aktuell schon verfügbar ist, auf 10 TB. Vermutlich wurde dieses Vorgehen gewählt, um die Server auf die kommende Last einzustellen.

Die Home- und die Personal-Versionen sind für 7-10 Euro im Monat (oder ab 69 Euro/Jahr) zu abonnieren und enthalten beide die jeweils aktuellsten Versionen von Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Access und Publisher. Außerdem sind monatlich 60 Freiminuten für Skype enthalten. Die Versionen unterscheiden sich durch die unterschiedliche Anzahl der inklusiven Nutzungslizenzen (bis zu 5).

Dieses Angebot kann aktuell niemand überbieten, selbst wenn man das Office-Paket herausrechnet und nur den Speicherplatz und dazugehörigen Preis betrachtet.

Aber Vorsicht, nicht alle Beschränkungen wurden aufgehoben: Weiterhin können Privatanwender „nur“ maximal 10 Millionen Dateien in ihrem OneDrive ablegen … 😉