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Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

AMD Radeon R9 380X – Tonga XT im Vollausbau

Am 19. November hat AMD seine neue Grafikkarte Radeon R9 380X mit Antigua-XT-GPU vorgestellt. Die R9 380X platziert AMD im beliebten Preissegment zwischen 200 € und 300 €, in dem bisher eine Lücke im aktuellen Portfolio des kalifornischen Chipherstellers klaffte. Diese wurde jetzt geschlossen und eine Mittelklasse-Grafikkarte präsentiert, die ein attraktives Preis/Leistungsverhältnis bietet und auf das Gaming in Full HD 1080p bzw. der höheren WQHD 1440p-Auflösung abzielt.

 

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Quelle: AMD

 

Bei der AntiguaXT-GPU handelt es sich nicht um einen brandneuen Grafikchip, sondern um eine umbenannte Tonga-XT-GPU. Diese war in Desktop-Grafikkarten für Endverbraucher bisher nur in abgespeckter Version in der Radeon R9 285 bzw. Radeon R9 380 erhältlich. Jetzt liegt sie erstmals im Vollausbau vor und bietet basierend auf der GCN 1.2-Architektur („Graphics Core Next“) 2048 Shadereinheiten, 128 Texture Units und 32 ROP-Einheiten.

Als Grafikspeicher sind 4 GB GDDR5-VRAM über ein 256-Bit-Interface angebunden. Die R9 380X stellt damit einen effektiven Speichertakt von 5700 MHz bereit und kommt auf eine Bandbreite von 182,4 GB/s.

Nominell ist die Konfiguration der R9 380X nahe an der beliebten R9 280X mit Tahiti-GPU dran. Allerdings trumpft sie mit der neueren Architektur – GCN 1.2 vs. GCN 1.0 – auf und bringt damit einige Neuerungen und Verbesserungen ins Spiel. So unterstützt die R9 380X jetzt nicht nur die AMD TrueAudio Technologie und die brückenlose „XDMA“ Crossfire-Schnittstelle, sondern auch die Freesync-Funktion, die die Bildausgabe der Grafikkarte mit der Monitorfrequenz abgleicht und dadurch Ruckler und Darstellungsfehler minimiert. Zudem wurde die Asynchronous-Compute-Engine verbessert, was dem neuen DirectX12-Standard und Virtual Reality-Anwendungen zugutekommt.

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Quelle: AMD

Eine weitere Verbesserung stellen die Fähigkeiten zur De- und Enkodierung von Videos dar. Der UVD5-Decoder beherrscht jetzt neben VC-1, MPEG4, MPEG2 und MJEP auch den H.264-Codec zur Beschleunigung von hochauflösenden Ultra HD 4K-Videos. Der Encoder VCE 3 arbeitet zwölfmal schneller als in Echtzeit und skaliert Videos mit geringeren Qualitätsverlusten herunter.

Durch die neue Mikroarchitektur arbeitet die R9 380X deutlich energieeffizienter als das Vorgängermodell R9 280X und pegelt sich mit 190 Watt Leistungsaufnahme bei einem ca. 20% geringeren Verbrauch ein.

Als Ausgänge verfügt die Grafikkarte über 2× Dual-Link-DVI, 1× HDMI 1.4a (bis 4K@30Hz) und 1× DisplayPort 1.2 (bis 4K@60Hz), womit sich maximal vier Displays ansteuern lassen. Für einen optimalen Anzeigenbereich sorgt die integrierte AMD Eyefinity Technologie der brandaktuellen Radeon Software Crimson. Mit dieser lassen sich im übrigen FreeSync, der Downsampling-Algorithmus VSR („Virtual Super Resolution“) und der Skalierungsmodus für jeden verbundenen Bildschirm einzeln einstellen.

 

Abschließend wollen wir einen Blick auf das R9 380X-Modell von dem Hersteller XFX werfen. Die XFX Radeon R9380X DD Black Edition OC erhalten Sie auch im CSL Online-Shop in vorkonfigurierten PC-Systemen wie den Gaming-PCs Sprint 5884 (Hexa) und Speed 4630 (Core i5) oder als Aufrüst-Option zu jedem anderen System.

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XFX RADEON R9 380X DD BLACK EDITION OC 1030MHZ 4GB DDR5

Dieses Custom-Modell ist bereits ab Werk mit einem erhöhten GPU-Takt von 1030 MHz eingestellt, bietet eine Speichertaktung der 4 GB GDDR5 VRAM von 1450 MHz an einem 256-Bit Interface und stellt damit eine deutlich höhere Performance als das Referenzmodell von AMD bereit. Auf 23,5 cm Länge ist die Karte mit zwei 9 cm Lüftern und einem Kühlkörper mit Quad-Heatpipe bestückt. Bei den Lüftern hat man eine praktische Konstruktion verwendet. Jeder kennt das Problem: Staub und Flusen nisten sich gerne direkt unterhalb des Lüfters auf dem Kühlkörper ein und senken dadurch die Kühlleistung merklich. Die XFX R9 390X  hat hier eine praktische Lösung parat: Die Lüfter können einfach nach oben abgenommen werden, um den darunterliegenden Kühlkörper zu reinigen.

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Die Karte unterstützt alle aktuellen AMD Features wie Mantle, FreeSync, Virtual Super Resolution und Frame Target Control. Zudem ist sie DirectX 12- sowie Vulcan-fähig und kompatibel zu GPU-Compute Software – der Unterstützung der CPU bei Anwendungsberechnungen wie z.B. den erweiterten Effekten in Adobe Photoshop.

 

 

Radeon R9 Fury X: Die schnellste Single-GPU Grafikkarte von AMD

 

Die Radeon R9 Fury X ist das neue Flaggschiff unter AMDs Grafikkarten. Bei der Namensgebung hat man sich offensichtlich an alte ATI-Zeiten vor der Übernahme durch AMD erinnert, in der die Spitzenmodelle den Zusatz Fury trugen. Damit sollte klar sein wohin die Reise geht: High-End-Power, die ganz klar auf hochauflösendes Ultra HD 4K-Gaming und Virtual Reality-Anwendungen abzielt!AMD_Fiji_20150616185232-pcgh

Sie trumpft mit einer verbesserten Energieeffizienz der GCN 1.2-Architektur auf, passt dank Freesync die Bildwiederholungsrate des Monitors der Grafikausgabe an und ist mit ihrer Unterstützung von VR-Brillen durch LiquidVR zudem zukunftssicher für 3D-Software.

Als Anschlüsse bietet die Karte drei Displayports 1.2 sowie einen HDMI 1.4a-Ausgang.

Damit positioniert sich die Radeon R9 Fury X in direkter Konkurrenz zur NVIDIAsGeForce GTX 980 Ti und hat dafür einige Neuerungen in petto.

 

Zunächst wollen wir die technischen Fakten betrachten:

Die Basis stellt der Fiji-XT-Grafikchip im Vollausbau, der im 28nm-Verfahren hergestellt wird und mit 1050 MHz getaktet ist. Er verfügt über 4096 Shadereinheiten, 256 TMUs (Texture Mapping Units) und 64 ROPs (Raster Operation Units).

Quelle: AMD

 

Die wirklich große und innovative Neuerung ist jedoch der HBM-Speicher (High Bandwidth Memory), der einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem bisherigen GDDR5-Standard bringen soll. Zusammen mit dem Speicherhersteller Hynix wurde dieser Speichertyp in den letzten Jahren entwickelt und kommt auf der Fury X das erste Mal zum Einsatz. Dahinter steckte die Überlegung, dass Games immer speicherhungriger werden und herkömmliche Speicher-Chips stetig mehr Platz einnehmen und höhere Taktraten bieten müssen, um ausreichende Bandbreite zu bieten. Um diese Engstelle zu umgehen, wurde der Aufbau des Grafikspeichers mit HBM grundsätzlich neu gedacht.

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Quelle: AMD

Ähnlich wie bei Samsungs 3D NAND-Speicher (siehe hier) werden im HBM die Speicherchips vertikal statt horizontal angeordnet. Die gestapelten Speicherchips liegen auf einer Verbindungsplatte („Imposer“) direkt neben der GPU und ermöglichen so einen extrem schnellen Austausch von hohen Datenmengen. Durch die größere Anzahl an Verbindungen zur GPU und kürzere Wege wird nicht nur die Bandbreite erhöht, sondern auch der Strombedarf sinkt signifikant. AMD spricht von 60% mehr Bandbreite, dreifach höhere Performance/Watt und 94% weniger Platzbedarf im Vergleich zum herkömmlichen GDDR5,-Speicher.

Quelle: AMD

Der HBM-Speicher weist eine nominell sehr geringe Taktung von nur 500 MHz auf. Das relativiert sich aber schnell, wenn man das Speicherinterface betrachtet: Mit 4096 Bit liegt es nämlich beim Achtfachen des bisherigen Maximums einer R9 390X! Damit werden sagenhafte 512 GB/s Bandbreite erreicht und die liegt somit deutlich über den 336,5 GB/s einer GTX 980 Ti.

Eine weitere Besonderheit der Fury X ist ihre Wasserkühlung. Dabei setzt AMD auf ein besonders leises Design für das Kraftpaket: Der Kühlköper mit 120mm-Lüfter ist von der eigentlichen Grafikkarte abgekoppelt und kann frei im Gehäuse platziert werden.
Vor allem der sehr leise Betrieb von nur 1,5 Sone unter Volllast weiß zu überzeugen. So ruhig arbeitet sonst keine Grafikkarte in dieser Leistungsklasse.

Der Stromverbrauch der Fury X zeigt sich auch nicht so hungrig, wie es anhand der technischen Daten zu vermuten wäre. Im Idle-Modus liegt sie bei 113 Watt und zieht bei voller Belastung ca. 400 Watt aus dem Netzteil.

 

 

In den im Netz verfügbaren Benchmarks zeigt sich, dass die Fury X ihren Anspruch, der GTX 980 Ti Konkurrenz zu machen, voll erfüllt. Liegt sie bei Full HD und WQHD-Auflösungen meist nur ganz knapp hinter dem Spitzenmodell von NVIDIA, so kann sie im hochauflösenden UltraHD-Format ihre Stärken voll ausspielen.

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Quelle: AMD

Die Fury X richtet sich also vor allem an Gaming-Enthusiasten, die in Ultra HD spielen wollen und mit dem AMD Flaggschiff in diesem Bereich auch zukunftssicher aufgestellt sind. Durch die neue HBM-Technologie ist zudem ein deutlich kleineres Design möglich und mit nur 20 cm Länge passt dieses High-End-Stück auch in kompaktere PC-Gehäuse.

 

In unserem Shop finden Sie Gaming-Systeme, die mit der AMD Radeon R9 Fury X ausgestattet sind und für Ultra HD-Gaming genau die richtige Performance liefern.

CSL Sprint X5854 (Octa) mit AMD FX-Series FX-8370 CPU (8× 4000 MHz)

CSL Speed X4878 (Core i7) mit Intel® Core™ i7-6700K CPU (4× 4000 MHz)

Selbstverständlich können Sie die Radeon R9 Fury X auch als Grafikkarten-Aufrüstung zu jedem anderen PC dazubestellen.

DirectX 12-Gaming: Das volle Potential der MultiCore-Prozessoren

 

Das neue Windows 10 ist seit dem 29.07. auf dem Markt und mit ihm die heiß erwartete neue DirectX 12-Schnittstelle. Die Vorgängerversion DirectX 11 wurde bereits mit Windows 7 eingeführt und bekam unter Windows 8.1 ein Upgrade auf DirectX 11.2. Mit DirectX 12 ist jetzt eine neue Version verfügbar, die einen tiefergehenden Zugriff auf die Hardware erlaubt und so MultiCore-CPUs und Grafikkarten effizienter nutzen kann und deutlich mehr Leistung aus vorhandener Hardware herausholen soll.

Wie funktioniert DirectX?

DirectX ist eine API (Application Programming Interface), die genau genommen aus mehreren Software-Schnittstellen wie  DirectDraw, Direct3D, DirectSound, u.a.  besteht. Sie dient als Übersetzer der Software-Befehle eines Spiels für die jeweilige Hardware. Das ermöglicht es, für ein breites Spektrum an Hardware zu programmieren, denn nicht jede Grafikkarte spricht „die gleiche Sprache“.

Bislang nahm dieses Übersetzen der Befehle einen erheblichen Anteil der Rechenleistung des Prozessors in Beschlag. Rechenleistung die damit nicht zur Berechnung des Spiels zur Verfügung steht – man spricht in diesem Fall vom sogenannten „Overhead“. Auch die fehlende Parallelisierung von DirectX 11 wirkte leistungsmindernd. „Draw calls“, Zeichenbefehle der CPU an die Grafikkarte zu Farbe, Positionierung und Position eines Objekts, wurden nacheinander hauptsächlich von einem CPU-Kern bearbeitet. Dadurch wurde der Prozessor zur Engstelle, denn die Grafikkarte kann theoretisch deutlich mehr verarbeiten als die CPU in Auftrag gibt.

DirectX 12 – MultiCore-optimiert

Durch DirectX 12 werden diese Performance-Hindernisse minimiert. Die neue Schnittstelle ist eine sogenannte „Low Level API“ und ermöglicht einen tiefergehenden Zugriff auf die Hardware. Während unter DirectX 11 noch der jeweilige Grafikkarten-Treiber für die Einteilung der abzuarbeitenden Befehle zuständig war, können unter DirectX 12 die Entwickler festlegen, wann was berechnet werden soll und dieses auch auf mehrere CPU-Kerne verteilen. Dadurch wird der „Overhead“ reduziert und die Anzahl der möglichen „draw calls“ steigt deutlich. DirectX 12 bietet damit erstmals eine MultiCore-optimierte Schnittstelle, die das Potential der großen Mehrkern-Prozessoren auch wirklich ausschöpfen kann.

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In der Praxis bedeutet das, dass für die Gaming-Performance unter DirectX 12 nicht mehr nur die maximale Rechenleistung der jeweiligen CPU-Kerne (oder vielmehr des einen CPU-Kerns) ausschlaggebend ist, sondern die Anzahl der Prozessorkerne zum entscheidenden Kriterium wird.

 

Mehr Gaming-Power unter Windows 10

Auch wenn, wie bereits oben erwähnt, alle DirectX 12-Spiele noch in der Entwicklungsphase sind, sind die Vorteile von DirectX 12 schon bei DirectX 11-Spielen unter Windows 10 spürbar.

Um die verbesserte MultiCore-Unterstützung zu testen, haben wir mit unseren AMD Achtkern Gaming-PC CSL Sprint X5855(Octa)  Battlefield 4 sowohl unter Windows 10 Home  als auch unter Windows 8.1 angespielt.

Getestet wurde in Full HD 1080p mit Detailstufe Hoch. Die Konfiguration des Systems ist wie folgt:

Prozessor: AMD FX-Series FX-8320 Prozessor,  8x 3500 MHz
Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3-RAM, Kingston, 1600 MHz
Grafikkarte: ASUS GTX750TI-PH-2GD5, 2 GB GDDR5
Mainboard: ASUS M5A78L/USB3
Betriebssystem: Windows 10 Home, 64 Bit

 

Dabei zeigte sich, dass unter Windows 10 eine durchschnittlich 10% höhere Framerate erreicht wird und die Maximalwerte sogar 15% höher liegen.

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Fazit

Zwar ist bisher noch kein Spiel mit DirectX 12-Unterstützung auf dem Markt, aber die im Netz kursierenden Benchmarks versprechen eine deutliche Performancesteigerung und endlich wird auch das Rechenpotentials aktueller Mehrkern-Prozessoren ausgeschöpft.

Von dem verbesserten Multitasking, das DirectX 12 bietet, dürften vor allem die AMD MultiCore-Prozessoren profitieren, deren Potential im Gaming-Bereich bisher nur unzureichend genutzt wurde.

Gerade hinsichtlich des Preisniveaus der AMD OctaCore-CPUs werden diese im Zuge der Einführung von DirectX 12-Spielen vermehrt in den Fokus anspruchsvoller und preisbewusster Gamer rücken!

 

Die Intel Skylake Prozessoren sind da!

Intel Skylake Prozessoren – neu, besser, energieeffizienter

 

Pünktlich zur Gamescom 2015 in Köln hat Intel seine Skylake Prozessoren vorgestellt. Die Broadwell-Nachfolger bringen eine komplett neue Plattform auf den Markt. Und NEU heißt hier wirklich neu: Prozessorarchitektur, Sockel, Speicherunterstützung, implementierte Grafikeinheit, OC-Features und Chipsatz wurden vollständig überarbeitet. Gleich geblieben sind die Bohrabstände für den CPU-Kühler auf den Mainboards, so dass bisherige Lüftermodelle mit der neuen Plattform kompatibel sind.

Zwar sind erst zwei Modelle der Skylake-Generation verfügbar, die restlichen CPUs werden Intel zufolge im September vorgestellt, dafür handelt es sich aber um die Spitzenmodelle der jeweiligen Core i7- und i5-Reihe, dem Core i7-6700K sowie dem Core i5-6600K. Wie bei Intel üblich, verfügen die K-Modelle über einen offenen Multiplikator und bringen damit einfaches Übertaktungspotential für OC-Enthusiasten mit.

 

  Core i7-6700K Core i5-6600K
Codename Skylake Skylake
Sockel 1151 1151
Kerne (Phys./Log.) 4/8 4/4
Basis-Takt 4,0 GHz 3,5 GHz
Max. Turbo 4,2 GHz 3,9 GHz
Multiplikator 40, frei bis 83 35, frei bis 83
BCLK-OC Ja, mit Z170-PCH Ja, mit Z170-PCH
L3-Cache 8 MiByte 6 MiByte
TDP 95 Watt 95 Watt
PCI-Express-Lanes 16× 3.0 16× 3.0
Speicher 2× DDR3L-1600oder2× DDR4-2133 2× DDR3L-1600oder2× DDR4-2133
Int. Grafik HD Graphics 530 (24 EUs, DX12 FL12_1) HD Graphics 530 (24 EUs, DX12 FL12_1)

[Quelle: pcgameshardware.de]

 

 

Zunächst wollen wir die neue Mikroarchitektur der Skylake-CPUs betrachten.

Wie die Broadwell-Prozessoren wird auch Skylake im 14nm-Herstellungsverfahren gefertigt, bietet aber deutliche Veränderungen zu der  Vorgänger-Generation.

Neben dem neuen Sockel 1151 benötigt Skylake einen neuen Chipsatz, den Intel Z170 betitelt hat. Der Z170 Platform Controller Hub stellt insgesamt 20 PCIe 3.0-Lanes bereit, das 2,5-fache des Z97-Chipsatzes (Haswell Refresh). Dadurch werden deutlich höhere Datenraten realisiert. Davon profitieren insbesondere schnelle M.2 SSDs, die bisher durch den beschränkten Datenfluss limitiert wurden.  Auch  der neue USB 3.1-Standard kann durch den größeren Datendurchsatz optimal ausgereizt werden.

 

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Quelle: Intel

 

An der Mikro-Architektur der Prozessoren fanden auch Veränderungen statt. So ist die Spannungsregulierung der Prozessoren, die bei Haswell und Broadwell noch von Fully Integrated Voltage Regulators (FIVR), also im Prozessor integrierten Spannungsreglern, übernommen wurde, auf das Mainboard ausgelagert worden. Das bietet Übertaktern nicht nur einen größeren Einfluss auf die Parameter, sondern sorgt auch dafür, dass die Skylake-Prozessoren unter Last deutlich kühler arbeiten können.

 

Intel spricht bei seinen Skylake-Prozessoren  von einer um 10-20% gestiegenen CPU-Leistung pro Takt. Das wird unter anderem durch deutlich schnellere L2- und L3-Caches ermöglicht.

In einem Vergleichstest zwischen dem Skylake-Spitzenmodell  Core i7-6700K und dem Haswell-Flaggschiff Core i7-4790K kommt golem.de zu dem Urteil:

„Durch die stark gestiegene Leistung pro Takt überholt der Core i7-6700K den Core i7-4790K jedoch durchweg. Vor allem in Anbetracht dessen, dass Intel die seit Jahren sukzessiv erhöht und immer weniger Optionen dazu vorhanden sind, halten wir die taktnormiert rund 12 Prozent mehr Leistung der Skylake-Architektur für beeindruckend.“

 

Neben der Leistungsfähigkeit hat Intel zudem die Energieeffizienz der neuen Prozessoren deutlich verbessert.

Die integrierte Grafikeinheit des i7-6700K bzw. des i5-6600K firmiert unter dem Namen Intel HD 530 Graphics und verfügt über 24 Shader-Einheiten. Ein Leistungszuwachs von ca. 30% ist im Vergleich zu der Intel HD 4600 Grafik des i7-4790K festzustellen. Eine weitere Neuerung ist die H.265/HEVC-Kodierung (für hochauflösende Videoinhalte), die jetzt  komplett von der integrierten Intel HD 530 Grafik übernommen wird und damit die CPU-Einheit entlastet. Zudem unterstützt die Intel HD 530 den neuen DirectX 12-Standard, der mit Windows 10 Einzug gehalten hat. Für eine flüssige Umsetzung von Spielen in Full HD reicht die Leistung der HD 5300 Grafik jedoch nicht ganz aus und sie bleibt damit hinter der nach wie vor stärksten OnChip-Grafik Iris Pro 6200 der Broadwell-Prozessoren zurück.

Eine weitere Neuerung betrifft den integrierten Speichercontroller. Er unterstützt neben DDR3-1600-RAM jetzt auch DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu DDR4-2133). Dies war bisher nur der Intels High-End-Plattformen Haswell EP und EX der Fall. DDR4-Arbeitsspeicher verbraucht im Vergleich zu DDR3-RAM benötigt DDR4-Speicher deutlich weniger Energie und kann eine höhere Kapazität pro Modul liefern. Dadurch sind Speicherbestückungen mit bis zu 64 GB statt bisher 32 GB möglich.

 

Fazit

Die neuen Skylake-Prozessoren zeigen sich in bisher veröffentlichten Benchmarks von Ihrer starken Seite. Trotz nominell gleicher Grundtaktung wie der Core i7-4790K zeigt der Core i7-6700K einen Leistungsvorsprung von ca. 10-20%. Beachtenswert ist dabei, dass die Skylake-CPU dabei weniger Energie benötigt als der Haswell-Prozessor.

 

Quelle: golem.de

Quelle: golem.de

 

Zudem bietet die neue Sockel 1151-Plattform ein absolut modernes und leistungsstarkes Umfeld. Vor allem die mächtige Geschwindigkeit von 20 PCIe 3.0-Lanes kommt dem Nutzer zu Gute. Schnelle USB 3.1-Schnittstellen, die mögliche Konfiguration mit rasanten M.2 SSDs im Raidverbund und erweiterte SATA 6 GBit/s-Optionen dank der hohen Datenraten der 20 Lanes stellen  ein eindrucksvolles Fundament dar. Insbesondere bei der Neuanschaffung eines Systems stellt die Skylake-Plattform eine erstklassige Wahl dar, die auch für die nächsten Jahre Zukunftssicherheit garantiert!

PC-Systeme mit den neuen Skylake Prozessoren finden Sie auch in unserem Shop!

CAD-Systeme: Workstations für professionelle Anwendungen

Was ist CAD?

CAD steht für „computer-aided design“ und bedeutet so viel wie computergestützte Konstruktion.

Ihren Ursprung hat diese Arbeitsweise bei der Erstellung von zweidimensionalen technischen Zeichnungen. Sie wurde häufig als Ergänzung zu klassischen Zeichenbretter überall dort eingesetzt, wo Konstruktionen und Entwürfe eine Grundvoraussetzung für den Entwicklungs- und Gestaltungsprozess waren, z.B. im Ingenieurswesen, in der Architektur, Landschaftsplanung und –gestaltung.

Vor 20 Jahren kosteten 3D-CAD-Workstations noch den Gegenwert eines kleinen Einfamilienhauses und waren für viele Firmen schlicht nicht finanzierbar. Durch die rasante Entwicklung im Hardware-Bereich sind die Preise jedoch drastisch gesunken und ein professionelles CAD-System unterscheidet sich heute preislich kaum noch von einem High-End Gaming-PC. Durch die einfachere Verfügbarkeit haben CAD-Arbeitsplätze eine viel größere Verbreitung gefunden. Auch der Anwendungsbereich hat sich deutlich erweitert und spezielle CAD-Software findet man für nahezu jedes Einsatzgebiet.

 

Von 2D zu 3D

Am Anfang umfasste CAD tatsächlich nur die zweidimensionale Gestaltung mithilfe von Computern, die z.B. bei technischen Zeichnungen zum Einsatz kamen. Mittlerweile wird CAD auch in nahezu allen Bereichen des Ingenieurswesens eingesetzt, um dreidimensionale Modelle zu erstellen und virtuelle Simulationen durchzuführen. Dabei können Modellen bestimmte Eigenschaften zugeordnet werden und der Einfluss von physikalischen Kräften simuliert werden. Diese virtuellen Prototypen sind ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklungsphase, um Rückschlüsse auf die späteren realen Eigenschaften eines Produkts zu gewinnen.

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Quelle: http://catia.friko.pl/

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Quelle: http://catia.friko.pl/

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Quelle: http://catia.friko.pl/

Technische Animation AgriTechnica

 

CAD-Systeme haben sich in den letzten 20 Jahren auch ganz andere Anwendungsgebiete erschlossen. So werden sie heutzutage auch in der Medizinforschung eingesetzt, ebenso wie im konkreten Fertigungsprozess z.B. bei der Steuerung von CNC-Fräsen.

Gerade in der Unterhaltungsindustrie sind CAD-Systeme mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Computerspiele und (Animations-)Filme seien hier als Beispiele genannt, bei denen realistische Simulationen, 3D-Animationen, Charakterdesign und Umgebungstexturen ohne spezielle Software wie 3ds Max oder Maya nicht denkbar wären.

Animation Autodesk Maya

 

Die Hardware macht die Leistung

Welche CAD-Software die richtige ist, hängt im Wesentlichen vom Anwendungsgebiet ab. Da das Angebot an CAD-Programmen extrem vielfältig ist, sei an dieser Stelle auf die Liste mit CAD-Programmen bei Wikipedia hingewiesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_CAD-Programmen

In Sachen Hardware sind vor allem drei Komponenten entscheidend: Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafik!

Der Prozessor ist das funktionale Herzstück eines jeden Systems. Je schneller der Prozessor arbeitet, desto flotter sind die Abläufe des jeweiligen Programms. Moderne CAD-Programme sind MultiCore-optimiert, d.h. sie unterstützen Prozessoren mit zwei oder mehr CPU-Kernen. Gerade beim Rendern und Animieren bieten Mehrkern-Prozessoren einen großen Vorteil, denn es gilt: Eine doppelte CPU-Kernanzahl halbiert die Renderingzeit! Auch beim gleichzeitigen Ausführen mehrerer Prozesse profitieren Sie von starken MultiCore-Prozessoren.

Die in CAD-Software genutzten Daten sind häufig sehr umfangreich. Deshalb empfiehlt es sich, ausreichenden Arbeitsspeicher zur Verfügung zu haben, um effizient arbeiten zu können. Mindestens 8 GB RAM verlangen die meisten Programme, aber auch hier gilt: je mehr, desto besser! Denn je mehr Daten im RAM gespeichert werden können, desto weniger müssen auf die wesentlich langsamere Festplatte ausgelagert werden.

Die Grafikkarte hat im CAD-Einsatz zunehmend an Bedeutung gewonnen. Viele Anwendungen nutzen den Grafikprozessor nicht mehr alleine zur Beschleunigung von Darstellungen, sondern vielmehr auch zur Entlastung des Prozessors bei rechenintensiven Aufgaben – z.B. beim Rendern oder Simulationen mit Open CL. Um diesen gesteigerten Anforderungen gerecht zu werden, bieten die führenden Grafikkarten-Hersteller AMD und NVIDIA spezielle Grafikkarten-Reihen an. Diese Modell-Familien, konkret: AMD FirePro und NVIDIA Quadro, sind für ein breites Spektrum professioneller Anwendungen zertifiziert. Das heißt: Sie erfüllen die Mindestanforderungen, die das jeweilige Programm stellt.

Auch hier unterscheiden sich die Grafikkarten in ihren Stärken für die jeweiligen Anwendungsgebiete – von CAD/Konstruktion über Mediaproduktion bis hin zu Karten für große Videowände und Multidisplay-Lösungen.

 

Wo früher noch teure CAD-Workstations nötig waren, die häufig ein UNIX-Betriebssystem erforderten, können heute hochwertige CAD-Systeme verhältnismäßig kostengünstig auf Basis von Windows-PCs realisiert werden. Durch ein breites Angebot an zum Teil kostenloser CAD-und 3D-Software ist die Verbreitung dieser Systeme vorangeschritten und hat auch Einzug bei Privatanwendern gefunden.

In unserem Online-Shop finden Sie eine Auswahl vorkonfigurierter CAD-Workstations – vom kostengünstigen Einstiegssystem für Studenten und kleinere Unternehmen bis hin zu High-End-Stationen für professionelle Anwendungsgebiete. Mit den praktischen Aufrüstoptionen können Sie jede Konfiguration Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen!

Die neue GeForce GTX 960 ist da

Die neue Mittelklasse von NVIDIA

Am 22.Januar war der offizielle Release der GeForce GTX 960. Damit schließt NVIDIA jetzt auch die Lücke im mittleren Grafikkarten-Segment und hat alle Kepler-Modelle durch neue Grafikkarten mit Maxwell-Architektur ersetzt.

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Bei der GTX 960 kommt eine GM206-GPU zum Einsatz, die über 1024 Shader-Einheiten verfügt und auf einen 2 GB GDDR5-Speicher zurückgreifen kann. Da das Speicherinterface lediglich 128-Bit beträgt, eignet sich die Karte in erster Linie für Gaming in Full HD. Wer in Ultra-Auflösungen spielen möchte, sollte auf die größeren Modelle wie die GTX 970 oder GTX 980 zurückgreifen.

Durch die extrem effiziente Maxwell-Architektur holt die GTX 960 dennoch erstaunlich viel aus ihren Möglichkeiten. Gerade im Verhältnis zwischen Performance und Stromverbrauch reiht sie sich nahtlos in die anderen Maxwell-Modelle ein und liefert dadurch die zurzeit besten Werte. So kommt sie mit maximal 120 Watt aus und wird lediglich durch einen einzelnen 6-Pin Stecker vom Netzteil versorgt.

Eine große Neuigkeit kann die GTX 960 aber exklusiv ihr eigen nennen – ihre Video-Engine. Die GTX 970 und 980 unterstützten bereits die Enkodierung des H.265 HEVC-Formats, die GTX 960 kann dieses Format nun auch dekodieren. Dadurch ist sie in der Lage auch Ultra 4K-Videos problemlos umzusetzen und bietet darüber hinaus eine native Unterstützung für HDCP 2.2-Inhalte über ihren HDMI 2.0-Port.

Damit ist die GTX 960 nicht nur für preisbewusste Gamer eine Option, sondern sie eignet sich auch exzellent für den Einsatz in HTPCs (Home Cinema PCs).

Ansonsten stimmen die Features des neuesten Maxwell-Familiemitglieds mit denen der größeren Geschwister überein. Sie bietet u.a. eine Kompatibilität zu DirectX 12, Voxel Global Illumination (VXGI), Multi-Frame Sampled Anti-Aliasing (MFAA) und Dynamic Super Resolution (DSR). Diese Features haben wir bereits in einem früheren Blog-Artikel vorgestellt und können hier nochmal nachgelesen werden.

 

Die Technik-Fakten zur GTX 960, der gößeren GTX 970 und dem direkten Konkurrenzmodell von AMD, der Radeon R9 280X.

NVIDIA Geforce GTX 960 NVIDIA Geforce GTX 970 AMD Radeon R9 280X
Grafikchip GM206 GM204 Tahiti XTL
Chip- / Boost-Takt 1.126 MHz / 1.178 MHz 1.050 MHz / 1.178 MHz 850 MHz / 1.000 MHz
Shader-Einheiten 1.024 1.664 2.048
Textureinheiten 64 104 128
ROP-Einheiten 32 64 32
Videospeicher 2,0 GByte 4,0 GByte 3,0 GByte
Speichertakt (effektiv) 7.008 MHz 7.008 MHz 6.000 MHz
Speicherinterface 128 Bit 256 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 112 GByte/s 224 GByte/s 288 GByte/s
TDP 120 Watt 145 Watt 250 Watt

 

Mit der GeForce GTX 960 hat NVIDIA alle älteren Kepler-Modelle durch die neuen Maxwell-Karten ersetzt und sein Segment im mittleren Gaming-Bereich komplettiert. Die GTX 960 ist auf Gaming in Full HD ausgelegt und kann aufgrund ihres 2 GB Grafikspeichers mit 128-Bit-Interface für Spiele in Ultra-Auflösungen nur bedingt genutzt werden. Dafür ist sie die erste Grafikkarte mit H.265 Decoder und einer nativen HDCP 2.2-Unterstützung. Für Anwender, die eine starke Allround-Karte suchen, auf Ultra HD-Gaming keinen großen Wert legen, sondern auch den finanziellen Aspekt im Auge behalten, ist die GTX 960 sicherlich eine gute Wahl.

 

 

Samsung SSD 850 Pro – SSD-Modelle mit neuester Technik

Samsung SSD 850 Pro – die aktuellen SSD-Modelle des Marktführers

Quelle: hardwareluxx.de

Quelle: hardwareluxx.de

Samsung ist einer der führenden Hersteller im Bereich der SSDs. Der Erfolg ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass Samsung die Entwicklung und Herstellung aller SSD-Komponenten selbst realisiert und nicht von externen Firmen abhängig ist. Insbesondere die 840 PRO- & EVO-Serien erfreuen sich großer Beliebtheit bei den performancebewussten Anwendern. Im Juli dieses Jahres stellte Samsung den Nachfolger der 840 PRO, die 850 PRO, vor, deren Verbesserungen vor allem in der Speicherarchitektur sowie der Langzeitperformance zu finden sind. Mit einer beachtlichen Garantielaufzeit von 10 Jahren scheint Samsung auf die Nachhaltigkeit dieser SSD zu vertrauen. Bisher gab man die für SSDs üblichen Garantiezeiten von 3 Jahren (840 EVO) bzw. 5 Jahren (840 PRO), das hat sich jetzt deutlich geändert.

 

Neue Technologie –  dreidimensionale Architektur

Vor allem die neue Speicherarchitektur ist dafür verantwortlich. Samsung selbst bezeichnet dieses Verfahren als 3D V-NAND.

Durch die Nachfrage nach großer Speicherkapazität auf möglichst geringem Raum ging die Entwicklung bei der Speicherfertigung bisher in die Richtung: Kleiner ist besser. So wurden z.B. die Speichermodule der Samsung 840er-Reihe im 22 nm-Verfahren gefertigt. Dadurch war es möglich viele Speicherzellen nebeneinander zu platzieren. Allerdings ging das auf Kosten der Langlebigkeit der SSD.

Mit 3D V-NAND ist Samsung zu 40 nm Speicherzellen zurückgekehrt und nutzt im Gegensatz zur herkömmlichen Architektur, bei der die Zellen nebeneinander angeordnet waren, auch die Höhe und schichtet die Zellen übereinander.

Durch dieses Verfahren lassen sich mehr Zellen auf weniger Platz unterbringen, die Zellen sind größer und dadurch auch wesentlich langlebiger. Deshalb gibt Samsung auch selbstbewusst eine saftige Garantie von 10 Jahren auf die SSDs der 850 PRO-Reihe und eine garantierte Schreibleistung von 150 TeraByte, was ca. 40 GB pro Tag entspricht.

Weitere Vorteile der 3D V-NAND Technologie ist ein geringerer Energieverbrauch (ca. 3 Watt Lesen/Schreiben) sowie höhere Schreibgeschwindigkeiten. Da sich durch diese Technik viele Speicherzellen im 2,5“ Format unterbringen lassen, sollten auch SSDs mit 2000 GB Speicherkapazität nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

 

Ausgiebige Performance

Die höhere Performance der 850 PRO SSD wurde ja bereits erwähnt. In der Praxis limitiert die SATA 6 GBit/s-Schnittstelle eine höhere Datenübertragung. So liegen hochklassige SSDs generell sehr nahe beieinander, wenn es um Lese- und Schreibgeschwindigkeiten geht. Auffällig ist, dass die kleineren 128 GB bzw. 256 GB 850 PRO-Modelle den Geschwindigkeitsabstand zu den größeren Modellen im Vergleich zur Vorgängerserie verkürzt haben.

In verschiedenen Benchmarks weist die 850 PRO keinen nennenswerten Geschwindigkeitsvorteil bei herkömmlichen simulierten Lese- und Schreibvorgängen auf – bedingt durch das SATA 6GBit/s-Interface. Es zeigt sich jedoch, dass die 850 PRO-Modelle wesentlich länger ein hohes Niveau an IOPS (Input/Output Operations Per Second), also die Anzahl von Ein- und Ausgabe-Operationen, aufrechterhalten können als alle vergleichbaren SSDs. Normalerweise sinkt die Geschwindigkeit bei SSDs nach wenigen Minuten dauerhafter Zugriffe signifikant ab – die 850 PRO kann jedoch deutlich länger mit ihrer Schnelligkeit auftrumpfen und scheint zurzeit in diesem Bereich absolut führend auf dem Markt zu sein.

Quelle: tweaktown.com

Quelle: tweaktown.com

 

Neue Software – mehr Cache

Eine weitere Verbesserung, die nicht unerwähnt bleiben soll, ist die überarbeitete SSD Magician Software von Samsung. Bereits im letzten Jahr wurde der sogenannte RAPID-Modus für die 840 PRO zur Verfügung gestellt. Dabei wurde der Arbeitsspeicher des Rechners als schneller Cache zwischen SSD und System genutzt. Mit der neuen Software wurde hier weiter aufgerüstet – so können jetzt maximal 4 GB RAM für Caching-Aufgaben genutzt werden. Voraussetzung hierfür sind allerdings mindestens 16 GB RAM, da nur maximal ein Viertel des verbauten Arbeitsspeichers für die Funktion reserviert werden kann.

 

Fazit

Mit der 850 PRO hat Samsung die momentan ausdauerndste SSD am Markt, die unter Volllast ihre Leistung wesentlich länger aufrechterhält als die Konkurrenzmodelle.

Die garantierte Schreibleistung von 150 TeraByte sowie eine umfassende Garantie von 10 Jahren sind ebenfalls starke Alleinstellungsmerkmale dieser SSD-Modelle.

Wichtiges Update für Samsung 840 Evo SSDs

Vor wenigen Tagen hat Samsung ein Firmware-Update für die beliebten SSDs der 840 Evo-Reihe herausgebracht.

Anlass ist ein bekannter Fehler, der die Leseraten bei älteren Dateien erheblich drosselt – teilweise bis auf ein Zehntel der eigentlich möglichen Geschwindigkeit. Das Problem tritt nur bei Dateien auf, die für einen längeren Zeitraum inaktiv waren, d.h. nicht genutzt wurden.

Abhilfe für dieses Fehlverhalten bringt das Update, das über die Webseite von Samsung heruntergeladen werden kann. Dabei wird zunächst die Firmware auf den neuesten Stand gebracht und anschließend werden die existierenden Daten überprüft und kalibriert. Dieser Vorgang kann einige Zeit dauern und es wird empfohlen, wichtige Dateien vorher zu sichern. Zudem sollten 10% des Speicherplatzes frei sein.

Quelle: heise.de

Quelle: heise.de

Bisher steht das Patch nur für Windows-Nutzer zur Verfügung.

Das Update Samsung SSD 840 EVO Performance Restoration Software mit der Versionsnummer EXT0CB6Q (840 Evo) und EXT42B6Q (840 Evo mSata) sowie eine Installationsanleitung finden Sie auf folgender Seite:
http://www.samsung.com/global/business/semiconductor/samsungssd/downloads.html

GeForce GTX 980 & GTX 970 – die neue Grafikkarten-Generation Maxwell

Mit der GeForce GTX 980 und der GTX 970 hat NVIDIA seit dem 19. September zwei neue Karten im High-End-Segment am Start. Die beiden Topmodelle basieren auf der Maxwell-Architektur, die bereits vor einem halben Jahr veröffentlicht wurde, bisher aber nur im Notebook-Bereich und der günstigen NVIDIA GeForce GTX 750 Ti zum Einsatz kam.

Im Vergleich zur vorausgegangenen Kepler-Architektur hat NVIDIA die Mikroarchitektur des Maxwell-Grafikprozessors grundlegend verändert. In der GeForce GTX 750 Ti wurde mit dem Grafikprozessor GM107 noch die „erste Maxwell-Generation“ verbaut. Diese wurde weiterentwickelt und die zweite Generation mit der GPU GM204 stellt nun das Grundgerüst der neuen Topmodelle.

Hauptaugenmerk bei der Entwicklung lag neben der Performancesteigerung auf einer verbesserten Energieeffizienz. Bereits bei der GeForce GTX 750 Ti war eine deutliche Verbesserung von Performance/Watt zu beobachten.

 

Maxwell-Mikroarchitektur – mehr Grafikleistung pro Watt

Der GM204-Grafikkern der GTX 980 verfügt über vier „GPCs“ (Graphics Processing Cluster), mit jeweils 16 Streaming Multiprozessoren. Diese wiederum bestehen aus 128 Shader-Einheiten (Cuda-Cores) – also insgesamt 2048 Shader-Einheiten. Die Streaming Multiprozessoren sind in vier Cluster mit eigener Kontrolllogik unterteilt. Dadurch besitzt jeder Streaming Multiprozessor vier Kontrolllogiken, im Gegensatz zu einer Kontrolllogik bei der vorangegangenen Kepler-Architektur, wodurch Rechenaufgaben besser verteilt und deutlich effizienter bearbeitet werden können. Nach Herstellerinformationen steigt dadurch die Rechenleistung jeder Shader-Einheit um 50 Prozent, was gleichzeitig den Stromverbrauch senkt.

Eine weitere Verbesserung liegt im größeren L2-Cache, der um 25% auf insgesamt 2 MB angewachsen ist. Es können somit mehr Informationen abgelegt werden, stehen schneller zur Verfügung und der Zugriff auf den langsameren Grafikspeicher muss seltener erfolgen.

Des Weiteren wurde die Anzahl der Raster Operation Prozessoren (ROPs) verdoppelt. Insbesondere bei hohen Auflösungen und mehrfacher Kantenglättung wird dadurch eine Performancesteigerung erreicht.

Auch beim Grafikspeicher hat NVIDIA Hand angelegt und der GeForce GTX 980 4 GB GDDR5-RAM spendiert, die mit einem effektiven Takt von 7 GHz arbeiten.

 

Neue Technologien

Mit der zweiten Maxwell-Generation hat NVIDIA auch gleich einige neue Technologien im Gepäck, die die Grafikleistung zusätzlich verbessern sollen.

Besonders interessant ist dabei die Dynamic Super Resolution (DSR), die das Downsampling von Spielegrafiken ermöglicht. In der Praxis heißt das, dass die Darstellungen in einer höheren Auflösung berechnet werden als der Monitor diese ausgeben kann. Danach wird das berechnete Bild auf die eigentliche Monitorauflösung herunterskaliert. Der Endeffekt dieser Prozedur ist ein feineres, deutlich glatter gezeichnetes Bild als es die eigentliche Monitorauflösung hergeben würde. Nachteil ist jedoch, dass diese Technologie einen deutlichen Mehraufwand an Performance kostet. Im Falle der GTX 980 ist davon jedoch reichlich vorhanden und insbesondere weniger rechenintensive Spiele können so mit signifikant verbesserter Grafik dargestellt werden.

 

Eine weitere Neuerung ist die Voxal Global Illumination (VXGI), mit der es erstmals möglich ist, dynamisches Licht auf bewegte Objekte in Echtzeit zu projizieren. Global bedeutet in diesem Zusammenhang, das sogar indirekte Beleuchtung – das heißt: inklusive der Lichtreflektionen von anderen Objekten – abgebildet werden kann. Bisher war eine indirekte Beleuchtung von Szenen extrem rechenintensiv und leistungshungrig, so dass in Spielen nur eine Berechnung von direkter Beleuchtung in Echtzeit möglich war. Mit VXGI hat sich dies geändert und eröffnet vollkommen neue, realistische Beleuchtungsszenarien innerhalb eines Games. Wie diese Technologie funktioniert, wird im unten stehenden Video genauer erklärt.

 

Desweiteren sollen Maxwell-Karten mit zukünftigen Treiber-Updates in der Lage sein, Multi Frame Anti-Aliasing (MFAA) zu realisieren. In diesem Kantenglättungsmodus werden die Polygonkanten zweifach mit herkömmlichen MSAA (Multi Sample Anti-Aliasing) geglättet und anschließend die aufeinanderfolgenden Bilder per Filter zu einem zusammengesetzt. Der Berechnungsaufwand soll dabei dem eines zweifachen MSAA-Verfahrens entsprechen, der effektive Output aber dem einer vierfachen MSAA-Berechnung.

Da dieser Kantenglättungsmodus aber noch nicht in den aktuellen Treibern implementiert ist, bleibt die tatsächliche Umsetzung abzuwarten.

 

Eine Übersicht über die neuen Technologien der Maxwell-Generation und wie sie funktionieren, bietet das Präsentationsvideo von NVIDIA.

 

Mit der GeForce GTX 980 und 970 hat NVIDIA zwei neue Modelle ins Rennen um die Spitzenplätze im Grafikkartenbereich geschickt. Das Versprechen, mehr Grafikpower pro Watt zu liefern ist auf jeden Fall geglückt. Die neuen Karten zeigen sich deutlich genügsamer als die Modelle der Kepler-Reihe.

Das Maxwell-Flaggschiff konnte sich in verschiedenen Tests als zurzeit schnellste Single-GPU-Karte präsentieren und sich im Vergleich zur NVIDIA GeForce GTX 780 Ti um bis zu 10% absetzen. Lediglich die Dual-GPU-Karten GeForce GTX 690 sowie die Radeon R9 295X2 können momentan ein noch größeres Potential für High-End-Gaming in die Waagschale werfen.

 

Die neuen GeForce Maxwell-Grafikkarten GTX 980 und GTX 970 erhalten Sie in unserem Online-Shop.

 

Haswell-Refresh

Frische Haswells für den Markt

Mit 26 neuen Prozessoren, die am 11.Mai dieses Jahres in den Handel kamen, hat Intel® seine Produktpalette um die Haswell-Refresh-CPUs featured-badge-allerweitert. Zeitgleich wurden die neuen Mainboard-Chipsätze der 9er-Serie, Z97 und H97, offiziell vorgestellt.

 

Nicht nur Tick-Tock

Bisher verfolgte Intel® bei seinen Produktvorstellungen die sogenannte Tick-Tock-Strategie. Wobei ein „Tick“ die Verkleinerung des DIEs bedeutete (Sandy Bridge zu Ivy Bridge) und ein „Tock“ die Veränderung der Mikroarchitektur darstellte (Ivy Bridge zu Haswell). Als nächstes wäre also ein „Tick“ an der Reihe, der Schritt von den 22nm Haswell-CPUS zu den bereits angekündigten, im 14 nm-Verfahren gefertigten Broadwell-CPUs. Einen entsprechen Artikel haben wir vor einiger Zeit bereits in diesem Blog veröffentlicht.  Da deren Release erst für Ende des Jahres geplant ist, füllt man die entstehende zeitliche Lücke, indem man den bekannten Haswell-Prozessoren etwas mehr Leistung spendiert.

Das mag sicherlich auch dem Druck der Technologie-Branche geschuldet sein, die Neuerungen in regelmäßigen Abständen verlangt.
Wie dem auch sei…. wenden wir uns den technischen Details zu: Denn mit den Chipsätzen der 9er-Serie sind in der Tat einige wirkliche Neuerungen implementiert worden.

Quelle: hermitage akihabara

Quelle: hermitage akihabara

Neue CPUs – alter Sockel

Zunächst wollen wir aber einen Blick auf die neuen CPU-Modelle werfen.
Eine gute Übersicht über die neuen Modelle findet man in der Datenbank von pcgameshardware.de.

Die Haswell-Refresh-Reihe basiert nach wie vor auf dem Sockel 1150. Aktuelle Mainboards mit Z97- bzw. H97-Chipsätzen unterstützen diese CPUs von vornherein, jedoch ist es auch möglich mit die Prozessoren auf Mainboards mit H87- und z87-Chipsätzen zu betreiben. Dafür ist jedoch ein Update des BIOS/UEFI notwendig, bei dem auch zwingend die sogenannte Management Engine (ME) aktualisiert werden muss. Wie das genau für Ihr Board funktioniert und welche Schritte nötig sind, erfahren Sie am besten direkt bei Ihrem jeweiligen Mainboard-Hersteller.
Wie oben bereits erwähnt, führte Intel bei den Haswell-Refreshs eine leichte Leistungsverbesserung durch. So kann das neue Spitzenmodell Core i7-4790 eine Grundtaktung von 4x 3600 MHz aufweisen und erreicht im Turbo-Modus 4000 MHz. Das entspricht einer Anhebung von 100 MHz im Vergleich zum bisherigen Flaggschiff i7-4770K. Auch bei den anderen Modellen bewegen sich die Taktanhebungen im Bereich 100 MHz im Vergleich zu ihren Vorgängern – sowohl im Grundtakt, als auch mit Turbo Boost.

Auffällig ist das Fehlen von K-Modellen, also CPU-Modellen mit offenem Multiplikator, die eine einfache Übertaktung ermöglichen. Für Technik-Enthusiasten, die gerne das höchstmögliche Potential aus Ihren Prozessoren kitzeln, dürften die Refreshs damit eher uninteressant sein. Auch für User, die bereits einen aktuellen Haswell-Prozessor Ihr Eigen nennen, stellt die Refresh-Reihe keinen sonderlich großen Anreiz dar, da nur eine minimale Leistungssteigerung möglich wäre.

 

Zwei neue Chipsätze

Wer jedoch ein betagteres System zu Hause stehen hat, der sollte die neuen Prozessoren durchaus in Betracht ziehen. Denn insbesondere die neuen 9er-Serie Mainboards können mit einigen praktischen Features aufwarten.
Auch bei den neuen Chipsätzen behält Intel seine Nomenklatura bei.

Während die Z97-Chipsätze für maximale Performance, Multi-GPU-Unterstützung und Overclocking ausgelegt sind, stellen die Mainboards mit H97-Chipsatz die preisgünstigeren Varianten dar, die für die gängigsten Anwendungsbereiche vollkommen ausreichen sind.

Quelle: Intel

Quelle: Intel

Mit den 9er-Chipsätzen führt Intel die „Rapid Storage Technology 13“ ein, die es ermöglicht, kleine SSDs mit Festplatten zu kombinieren, wobei die SSD als Cache eingesetzt wird. Dies ermöglicht schnelle Lese- und Schreibzugriffe auf die aktuell verwendeten Daten. Dabei ist die SSD für den User nicht sichtbar, sondern wird ausschließlich vom System genutzt.

Quelle: Intel

Quelle: Intel

 

Eine weitere Neuerung sind Steckplätze für SSDs mit M.2-Schnittstelle. Dank der Anbindung über PCI-Express können M.2-laufwerke deutlich schneller arbeiten als SATA- oder mSATA-SSDs – sie erreichen bis zu 800 MB/s.
In einem früheren Beitrag zum SATA 3.2-Standard sind wir bereits auf die M.2-Schnittstelle eingegangen: SATA 3.2

Insgesamt bieten die Haswell-Refresh-Prozessoren nur einen kleinen Performancezuwachs im Vergleich zu Ihren Vorgängern. Da die Preisunterschiede aber verschwindend gering sind, stellen Sie bei einer Neuanschaffung eine echte Alternative dar.

Wer sich jedoch noch etwas gedulden kann, sollte die zweite Jahreshälfte abwarten. Dann sind die K-Prozessoren mit offenem Multiplikator angekündigt, ebenso wie Intels erster Achtkerner für den Desktop-Bereich und der X99-Chipsatz mit DDR4-Speicher-Unterstützung!