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Far Cry 3: Blood Dragon

blooddragonSeit kurzem bieten wir zu allen AMD A10-APUs das Spiel Far Cry 3: Blood Dragon an. Aber ist die Grafikeinheit in den APUs denn wirklich so leistungsfähig, dass Gaming mit ihr richtig Spaß macht?

Um diese Frage beantworten zu können, haben wir FC3: Blood Dragon auf einem unserer Angebots-PCs mit AMD A10-APU installiert und getestet.

Das Spiel

Wikipedia beschreibt den Open-World Ego-Shooter Far Cry 3: Blood Dragon folgendermaßen:

„Far Cry 3: Blood Dragon ist in einem neon-poppigen retrofuturistischen Stil der Achtzigerjahre gehalten. Die Charaktere, Handlung, Gewaltdarstellung und „Zeichentrickfilm“-Zwischensequenzen sind stilistisch stark überzeichnet, selbstironisch und wimmeln nur so vor schwarzem Humor und Referenzen zu Action- und Science-Fiction-Filmen der 1980er, wie beispielsweise Terminator und Predator. Far Cry 3: Blood Dragon hat keinerlei inhaltlichen Bezug zu Far Cry 3, sondern stellt ein eigenes Spiel dar.“  (Quelle: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Far_Cry_3:_Blood_Dragon )

Der Download

Dem PC liegt ein Promo-Flyer mit einem Bonus-Code bei, der auf der Internetseite von AMD eingelöst werden kann. Im Anschluss bekommt man einen neuen Bonus-Code für den Ubisoft Shop, mit dem das Spiel kostenlos heruntergeladen werden kann. Der Ablauf funktioniert soweit reibungslos, auch angekündigte E-Mails werden schnell zugestellt.

Einen kleinen Stolperstein gibt es jedoch: Aus Jugendschutzgründen kann der Kauf des USK16 Titels nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr durchgeführt werden. Dies gilt allerdings nur für den Kaufvorgang, der Download des Spiels kann danach mit Hilfe der kostenlosen Software Uplay zu beliebiger Uhrzeit durchgeführt werden. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist gut – die 3 GB des Spiels brauchten weniger als 30 Minuten über eine 50 MBit Leitung.

Der Test

Unser Testkandidat ist der CSL Sprint 5764 (Quad). Mit aktuell (26.08.2013) 449,- Euro liegt das System preislich im Mittelfeld, der im CSL-Shop erhältlichen PCs mit AMD A10-APU.

Die Ausstattung des Test-Systems umfasst eine AMD A10-6800K Black Edition APU mit 4× 4100 MHz aus der aktuellen Richland-Generation und die ebenfalls im Chip verbaute Grafikeinheit AMD Radeon HD 8670D (4096 MB HyperMemory). Die APU sitzt, zusammen mit 16 GB RAM, auf dem ASUS A85XM-A Mainboard mit 7.1 HD Audio onBoard-Sound. Die Festplatte ist ein 1000 GB SATA Laufwerk.
Alle weiteren Ausstattungsmerkmale des PCs spielen für den Test keine Rolle.

Nach dem Start des Spiels wird man von einem Vorspann empfangen, der aus Standbildern, wie Comic-Panels, zusammengeschnitten ist und dem Autoren dieses Artikels spontan einen kleinen Nostalgie-Schub bescherte, denn so sahen Spiele auf seinem ersten PC aus. Die Zwischensequenzen, die den übergreifenden Handlungsstrang erklären sind ebenso gestaltet.

Bei aller Nostalgie ist es aber dennoch als Glück zu bezeichnen, dass die Ingame-Grafik trotz Retro doch recht hochwertig daherkommt, wenngleich auch sie, wie der Rest des Spiels, mit VHS typischen Scan-Lines und einer vertikalen Bildstörung versehen ist.

Nach einem ersten Feuergefecht als Teil des Vorspanns, in dem der Spieler ein Maschinengewehr in einem Hubschrauber bedienen muss, folgt eine amüsante Tutorial-Sequenz, in der die Steuerung ausführlich erläutert wird und ausprobiert werden kann.

Danach geht es dann, ganz wie man es von einem Ego-Shooter erwartet, direkt zu Sache …

 

In einem ersten Testlauf ließen wir die Grafikqualität-Einstellungen wie sie automatisch eingestellt wurden, d.h. „Allgemeine Qualität“ = „Optimal“, alle weiteren Eigenschaften sind hier auf „Niedrig“ eingestellt. Die Bildschirmauflösung lag bei 1920×1080 Pixeln.

Das Ergebnis kann überzeugen: Die Maps laden schnell und das Gameplay läuft wirklich flüssig ab, hier hat AMD nicht zu viel versprochen.
Die Texturen sehen trotz niedrigen Einstellungen ordentlich aus und auch Flammen und Rauch kommen ganz passabel rüber. Ein paar Abstriche muss man bei der Kantenglättung und den Lichteffekten hinnehmen, aber wirklich gestört hat das nicht, die Konzentration gehört halt doch der Action. Und so ein bisschen passen die kleinen Treppenstufen auf schrägen Kanten ja auch zum Retro-Stil des Spiels.

Jetzt wollten wir wissen, was sich alles aus der APU herausholen lässt und stellten die „Allgemeine Qualität“ auf „Ultra“, wobei alle weiteren Einstellungen auf Werte von „Hoch“ über „Sehr hoch“ bis „Ultra“ umgestellt werden. Die Bildschirmauflösung lag wiederrum bei 1920×1080 Pixeln.

Zwar bleibt das Spiel auch mit diesen Einstellungen einigermaßen spielbar, aber diverse Ruckler und ein eher gemächliches Vorankommen lassen sich hier nicht übersehen. Richtiger Spielspaß sieht anders aus.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass im Erscheinungsbild keine Welten zwischen niedrigen und hohen Einstellungen liegen – ganz im Gegenteil: Wie schon erwähnt, passt die etwas unvollkommene Grafikqualität sehr gut zu Thema und Stil des Spiels.

Also schnell wieder die Einstellungen herabgesetzt und weiter geht es.

Fazit

Far Cry 3: Blood Dragon ist ein wirklich witziges und unterhaltsames Spiel, insbesondere für die Kinder der späten 1980er Jahre und Arcade-Freunde. Die onChip-Grafik der A10-APU ist dabei weder ein Hindernis noch ein Nachteil, sondern ermöglicht bei entsprechenden Einstellungen ein flottes und optisch recht attraktives Gameplay. Und wer hier noch etwas mehr mit verschiedenen Qualitäts-Einstellungen und Bildschirmauflösungen testet, findet sicher ein ausgewogenes Spielerlebnis mit Spaß für viele Stunden.

Richland APUs

APUsSeit wenigen Tagen ist die neue „Elite A-Series“ APU-Generation von AMD, Codename „Richland“, verfügbar. Wir haben uns angesehen, was die neuen APUs von der Vorgänger-Generation „Trinity“ unterscheidet.

Rechenkünste

Die neuen APU-Modelle sind mit 2 und 4 Kernen verfügbar, die auf der Piledriver Architektur von AMD basieren. Wie auch die Vorgänger-Serie „Trinity“, werden die „Richland“-APUs im aktuellen 32 nm Design gebaut und laufen ebenfalls auf FM2-Sockeln. Sicher eine gute Nachricht für alle Aufrüster bzw. Umsteiger, die damit kein neues Mainboard benötigen, sondern lediglich ein BIOS-Update, um eine „Richland“-APU auf ihren vorhanden FM2-Mainboards laufen zu lassen.

Am grundsätzlichen Aufbau hat sich also nicht viel geändert, auch die Anzahl der Transistoren auf dem 246 mm² großen DIE ist mit 1,3 Milliarden gleich geblieben. Allerdings macht AMD den kleinen Schaltern mehr Dampf. Die Taktfrequenzen wurden bei allen „Richland“-APUs um 300 MHz angehoben, gleiches gilt auch für die jeweiligen Turbo Modi, so dass das Spitzenmodell A10-6800K nun mit satten 4,1 GHz (Turbo: 4,4 GHz) daher kommt und es das Einsteiger-Modell A4-4000 immerhin auf 3,0 GHz (Turbo: 3,2 GHz) bringt.

Weiterhin wird ein DDR3-Speichertakt von 1866 MHz unterstützt, einzig das Spitzenmodell A10-6800K unterstützt 2133 MHz, was sich nicht nur positiv auf die CPU-Leistung auswirkt, sondern auch die Grafikleistung etwas beschleunigen dürfte, da auch die GPU den Arbeitsspeicher verwendet.

Bei der elektrischen Leistungsaufnahme bleibt AMD auf Energiesparkurs und gibt für die neue Generation TDPs (Thermal Design Power -> Maximal abgegebene Wärmeleistung) von 65 W bis 100 W aus, was gegenüber einer gleichwertigen Kombination aus CPU und dedizierter Grafikkarte recht wenig ist.

GrafikpowerAPU_Radeon

Die integrierten Grafikeinheiten der neuen APUs rangieren nun im Radeon HD 8xxx Bereich, allerdings sind hier keine revolutionären Neuerungen gegenüber der „Trinity“-Serie umgesetzt worden.

Die DirectX-11 GPUs der zweiten Generation basieren nach wie vor auf der VLIW4-Architektur, allerdings hat AMD auch hier die Taktfrequenzen leicht angehoben und verschiedene Features aus der dritten Generation aufgenommen. So stehen den Grafikeinheiten der „Richland“-APUs der „Unified Video Decoder“ und die „Video Codec Engine“ zur Verfügung, mit denen HD-Inhalte mit bis zu 60 fps im Chip decodiert werden können. Außerdem können mit dem „Multi View Codec“ zwei HD-Streams gleichzeitig beschleunigt werden. Zusätzlich werden Features wie die AMD Wireless-Display-Technologie, Cloud-Gaming und CrossFire unterstützt und AMD hat die 3D-Performance weiter verbessert.

So sollte man sich auch nicht von Eindruck täuschen lassen, es handele sich „nur“ um eine GPU der zweiten Generation, denn AMD bleibt mit den „Richland“-APUs weiterhin der Platzhirsch bei den integrierten Grafikeinheiten und hängt selbst die GPUs aus Intels aktueller „Haswell“-Generation ab.

Bei vielen aktuellen Spielen machen die neuen APUs eine gute Figur, wenngleich bei hohen Auflösungen teils auf ein paar Detaileinstellungen verzichtet werden muss. Wem die Grafikleistung nicht ausreicht, kann dank Unterstützung von AMD Dual Graphics  kostengünstig und energiesparend aufrüsten, in dem er einen zusätzlichen Grafikchip aus der Radeon HD 6xxx Reihe in den PCI-Express Slot steckt. Laut AMD kann die Grafikleistung so um den Faktor 1,5 verbessert werden.

 

Modell

Kerne

Basistakt

max. Turbo

L2-Cache

Grafik

Takt / Shader

TDP

A10-6800K

4

4,1 GHz

4,4 GHz

4 MiByte

HD 8670D

844 MHz / 384

100 Watt

A10-6700

4

3,7 GHz

4,3 GHz

4 MiByte

HD 8670D

844 MHz / 384

65 Watt

A8-6600K

4

3,9 GHz

4,2 GHz

4 MiByte

HD 8570D

844 MHz / 256

100 Watt

A8-6500

4

3,5 GHz

4,1 GHz

4 MiByte

HD 8570D

800 MHz / 256

65 Watt

A6-6400K

2

3,9 GHz

4,1 GHz

1 MiByte

HD 8470D

800 MHz / 192

65 Watt

A4-4000

2

3,0 GHz

3.2 GHz

1 MiByte

HD 7480D

720 MHz / 128

65 Watt

Überblick über die einzelnen „Richland“-APUs