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Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

Curved Display

OstendotechCurved

Seen on: My Modern Metropolis

Ob bei Monitoren, Smartphones oder TV-Geräten, Curved Displays sind  spätestens seit 2014 zunehmend im Fokus, sowohl bei Herstellern als auch bei Konsumenten.

Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Geräten sind bei Smartphones, Monitoren und TV-Geräten durchaus unterschiedlich, zugrundeliegend ist in beiden Einsatzgebieten jedoch die gleiche Technik, die diese Entwicklung möglich macht.

Technische Funktionsweise

Gebogene Displays werden mit unterschiedlichen technischen Verfahren hergestellt.
Zuerst war es nur möglich, gebogene Bildschirme mit der OLED-Technik zu produzieren.
Die OLEDs (Englisch: organic light emitting diode) sind organische Leuchtdioden die auf einer Trägerschicht (möglich ist dabei auch eine flexible) aufgebracht werden, und die ohne zusätzliche Hintergrundbeleuchtung auskommen. Dadurch haben die OLEDs einen sehr hohen Kontrast und stellen schwarze Pixel gut dar.
Der Nachteil dieser Technologie besteht in der Lebensdauer der organischen Materialien, die deutlich geringer ist als bei anorganischen (LED).
Neu auf dem Markt sind Displays mit LCD- (Flüssigkristallanzeige, Englisch: liquid crystal display) Anzeige. Hierbei handelt es sich um eine Technik, die einer zusätzlichen Hintergrundbeleuchtung bedarf. Die LCD-Kristalle werden durch eine angelegte elektrische Spannung verändern und ihre Transparenz wird dadurch beeinflusst. Durch die rückseitige Beleuchtung entsteht dann ein farbiger Bildpunkt. Bei dieser Technologie bedarf es, wie gesagt, einer zusätzlichen Beleuchtung, die es derzeit unmöglich macht sie auf einen flexiblen Träger aufzubringen. Daher gibt es derzeit nur biegsame OLED-Screens.

Smartphones

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Quelle: LG

Die gebogene Bauweise bringt bei Smartphones eine Reihe von Vorteilen mit sich. Mag ein solches Gerät mit gekrümmter Form auch anfänglich noch ungewohnt aussehen, so ist doch die gebogenen Form an die natürliche Körperform angepasst und kann dadurch komfortabler am Ohr gehalten werden. Zudem schmiegt es sich besser an das Ohr an und verbessert somit auch der Klang beim Telefonieren. Auch passt ein gebogenes Telefon besser in die Hosentasche als ein Telefon mit herkömmlich er Bauform.

Monitore, TV

600x354xwhycurved1.png.pagespeed.ic.5RaucQJQlYBei der Entwicklung von gebogenen Monitoren und TV standen natürlich andere Überlegungen im Vordergrund als bei der von Smartphones. So steht bei dieser Entwicklung die verbesserte Bildqualität im Vordergrund. Ein Betrachter aus zentraler Position hat vor einem gebogenen Display ein größeres Sichtfeld als bei einem flachen Screeen selber Größe. Durch die Krümmung des Displays sind die Ränder genauso weit vom Betrachter entfernt wie der Bildmittelpunkt. Somit füllt das Display einen größeren Teil des Sichtfeldes aus. Durch diesen Effekt kann der Betrachter ganz einfach mehr in das Bild eintauchen. Auch sollen dadurch Kontraste und Farben brillanter zum Ausdruck kommen was aber nicht von allen Seiten bestätigt wird.
Leider muss sich der Betrachter in zentraler Position vor dem Monitor befinden, um von dem Effekt zu profitieren, bei mehreren Betrachtern kehrt sich  der Effekt aufgrund der ungünstigen Betrachtungspositionen leider ins Gegenteil um.

Empfehlung?

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Quelle: Samsung

Sitzt man ausschließlich alleine vor dem Monitor, wie beispielsweise am PC, machen diese Displays Sinn und kann durchaus bei einem Kauf in Betracht gezogen werden. Sitzt man hingegen oft mit mehreren Personen vor einem Fernseher kann man sich die Mehrkosten für ein solches Gerät sparen.
Bei einem Smartphone mit gebogenen Display gibt es keine technisch fundierte Argumente die für einen Kauf sprechen, und somit entscheiden hier lediglich Preis und der persönliche Geschmack.

IPS- oder VA-Panel: Was kann welcher Display-Typ?

Alles flüssig!
Flachbildschirme und Displays mit LCD-Technologie sind mit über 75% Marktanteil der aktuelle Stand der Technik. Sie finden Verwendung bei Monitoren, Fernsehern, Smartphone- oder Tablet-Displays und bestimmen wesentlich die Fähigkeiten zur Kontrast- und Farbwiedergabe der Anzeigegeräte.

LCD-Displays (Liquid Crystal Displays) beruhen auf Flüssigkristallen, die die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen, wenn eine bestimmte elektrische Spannung anliegt. In den meisten Fällen wird die dafür benötigte Hintergrundbeleuchtung von LEDs erzeugt. Deshalb spricht man auch häufig von LED-Displays oder LED-Backlight.
Auch wenn die grundlegende Technologie bei LCD-Panels gleich ist, gibt es dennoch deutliche Unterschiede in Funktion und Herstellung. Wir wollen uns auf die zwei gängigsten LCD-Panel-Typen konzentrieren: Vertical Alignment Panel (VA) und In Plane Switching Panel (IPS).

Welcher Panel-Typ ist für mich der Richtige?
Der wesentliche Unterschied dieser beiden Panel-Typen besteht in der Anordnung der verwendeten Flüssigkristalle. Während bei den VA-Panels die Kristalle vertikal angeordnet sind, findet man bei den IPS-Panels eine horizontale Anordnung.

VA: starker Kontrast, langsame Reaktion
Durch die vertikale Ausrichtung der Kristalle in den VA-Panels kann sich das Hintergrundlicht vollständig ausbreiten. Wenn nun Spannung anliegt, oder einfacher gesagt: der Bildschirm in Betrieb ist, neigen sich die Flüssigkristalle gegeneinander in eine horizontale Ausrichtung und verhindern die Lichtausbreitung. Dadurch können VA-Panels im Vergleich zu IPS-Panels wesentlich bessere Kontrastwerte liefern, erreichen aber nicht deren starke Farbwerte.

Da die Flüssigkristalle aber ihre Ausrichtung komplett ändern, von „vertikal“ zu „horizontal“, liegen die Reaktionszeiten von VA-Panels sehr oft über denen von IPS-Panels. Gerade für schnelle Spiele oder Filme ist diese Art der Technologie nicht sonderlich empfehlenswert.

IPS – alles im Blick
Bei der IPS-Technik liegen die Flüssigkristalle in einer horizontalen Anordnung parallel übereinander und drehen sich in der Ebene statt sich räumlich zu verlagern (wie bei den VA) wenn Spannung anliegt. Dadurch werden die Reaktionszeiten deutlich verringert. Gerade bei Spielen und Filmen wird dadurch ein „Verschwimmen“ der Anzeige verhindert.

Darüber hinaus wird durch dieses homogene Feld auch der Betrachtungswinkel vergrößert. Insbesondere Farben bleiben sehr gleichmäßig auch wenn Sie das Display aus einem extremen Winkel betrachten und neigen nicht zu Verfälschungen. Ein weiterer Vorteil der IPS-Panels ist der geringere Energieverbrauch im Vergleich zu den meisten VA-Typen.

Touch Screen – mal anders
Wer sich nicht sicher ist, welcher Panel-Typ in einem Gerät verbaut ist, kann auf das sogenannte „Touch Flash Phenomena“ zurückgreifen: Wenn man ein VA-Display im Betrieb berührt, entsteht ein wellenartiger Effekt mit Farb- und Helligkeitsveränderungen. Bei einem IPS-Panel hingegen bleibt das Bild stabil und flackert nicht!
IPS(Quelle: www.lgblog.de)

Für einen weiterführenden Einblick in die LCD-Technik und die verschiedenen Panel-Typen sei an dieser Stelle noch auf Wikipedia hingewiesen.
Wikipedia / Flüssigkrstallanzeigetypen