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Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

XPloits – Zwei Schwergewichte für ein Halleluja

Wir melden uns heute aus dem schönen Fürstenau bei Osnabrück, wo uns in der ehemaligen Bundeswehr Panzer-Kaserne ein Aufeinandertreffen von Weltformat erwartet. Schwergewicht gegen Leichtgewicht – DAS hat es noch nie gegeben!

Heute erstmals als Tag-Team – die Favoriten:

pic5In der asphaltierten-Ecke, mit einem Kampfgewicht von 48 Tonnen, einer Kraft von 800 PS und einem Verbrauch von etwa 1100 Litern Treibstoff – der olivgrüne, britische T-48 Paaaaaaaaaaanzerrrrr.

In der Buffet-Ecke, mit einem fast ebenbürtigen Kampfgewicht, einer Kraft von auch nahezu 800 PS und einem Verb(r)auch von etwa 1200 Litern zuckerhaltigem Treibstoff – der in komplett schwarz gekleidete, kahl-rasierte Mr. Mooouuuuuuuuuuuuse.

Und die Gegner:

pcs_panzerIn der Nerd-Ecke, mit einem Kampfgewicht von jeweils 8 Kg, einer Kraft von … naja, lassen wir das … und einem Verbrauch von etwas Strom – die schwarz lackierten, mit Kunststoff-Front ausgestatteten und ziemlich alten XP-PCeeeeeeeeeees.

 

Die Kontrahenten nehmen Ihre Positionen ein. T-48 lässt eindrucksvoll den Motor dröhnen und Mr. Mouse zerkaut, auf ihm stehend, gelassen den Rest seines Familien-Pizza Snacks.

Werfen wir einen Blick auf die Gegner. Wie wird das Gesehene auf sie wirken?

Die alten XP-PCs stehen seelenruhig und völlig unbeeindruckt auf der Straße herum und harren der Dinge die da kommen mögen. Das ist psychische Stärke… das ist Willenskraft!

T-48 setzt sich in Bewegung, die Ketten quietschen, der Motor röhrt, eine dunkelgraue Abgaswolke breitet sich aus. Er kommt näher … und näher … noch immer keine Reaktion bei den PCs … ja wissen die denn nicht, was jetzt passiert? Das ist der Wahnsinn!

pic11Sie treffen aufeinander … und … auuuuuuh … komplett überrollt … DAS hat sicher wehgetan. XP-PC Nr. 1 ist aus dem Rennen, wer hätte gedacht, dass der sich so einfach platt machen lässt. Von seiner ursprünglichen Höhe von 50 cm sind ihm bestenfalls noch 2 cm geblieben. Hier ist wohl Schluss für ihn … oder kommt er noch einmal zurück? Nein – das war es. Der Ringrichter winkt die Sanitätstechniker heran und lässt den armen Kerl von Straße tragen.

Wie werden die anderen PCs jetzt reagieren? Nehmen sie das Heft in die Hand und schlagen zurück und bleiben sie bei ihrer stoischen Zermürbungstaktik? Keine Reaktion … sehen sie nicht, was auf sie zukommt oder wollen sie es nicht sehen?

Schauen wir auf die Favoriten: Mr. Mouse gibt dem T-48 Signal sich zu drehen und da geht es schon wieder los. Er fährt schnurgerade auf den nächsten PC zu und … uuuuuuh … das hat gesessen. Ich glaube, es sieht noch schlimmer aus, als beim ersten PC. Was sagt der Ringrichter? … er zählt ihn an … 7, 8, 9, K.O.! Das ging ja schnell.

Wir alle wussten, dass die PCs eher den Underdog geben, aber dass sie sich praktisch kampflos ihrem Schicksal ergeben – das hat wahrscheinlich niemand für möglich gehalten.

Aber es steht ja noch einer der XP-PCs – nun hängt alles an ihm.

pic16T-48 führt bereits die nächste Drehung durch und rollt direkt ins Geschehen zurück. Jetzt muss doch mal was vom PC kommen! Was ist da los … er kann doch nicht … auuuuuuuh … total zerquetscht. Der Ringrichter zählt, aber das könnte er sich auch sparen. Hier ist auf den ersten Blick zu sehen, dass nichts mehr geht – der ist ja noch platter als die anderen beiden PCs.

Damit ist es aus … mit einem K.O. Sieg in der dritten Runde beenden Mr. Mouse und T-48, das für die XP-PCs demütigende Spektakel und werden ihrer Favoriten-Rolle absolut gerecht.

Wir verabschieden uns aus Fürstenau und geben zurück zu YouTube. Guten Tag!

XPloits – Begegnung der Titanen

Was braucht man für einen ordentlichen Videodreh?

Ein Hauptdarsteller, nach Möglichkeit ein echtes Schwergewicht? Check!

Action? Zerstörung? Und das Ganze natürlich in beeindruckenden Bildern?  Check! Check! …und Check!

Ein stimmungsvolles Ambiente und eindrucksvolle Location? Check!

Denn wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut und unsere Location-Scouts in der ganzen Welt nach den richtigen Drehorten suchen lassen.

Und wir haben Sie gefunden: Das geheime Hammer-Testgelände, die Area 35 und jetzt….Neustadt am Rübenberge!

Wer kennst Sie nicht, die Metropole an der Leine nordöstlich des Steinhuder Meeres und Toten Moores, immerhin eine der flächengrößten Städte Deutschlands? Geprägt von der Leineaue, die sich von Nord nach Süd erstreckt, und pleistozänen Sandaufwerfungen, westlich der Leine und nördlich der Stadt, stellt dieser Landstrich eine pittoreske Umgebung dar.

Hier im Speckgürtel von Hannover, wo die Blaubeerfelder blühen, hatte Mr. Mouse allerdings wenig Gespür für die malerische Landschaft. Seine ganzes Augenmerk galt vielmehr dem „Brecher“, Gesamtgewicht: 3,4 Tonnen! Gleich und gleich gesellt sich gern, dachte sich unser Mr. Mouse, und lieh sich den possierliche Schredder kurzer Hand aus, um seinen alten XP-PC stilvoll zu zerkleinern. Geschüttelt, nicht gerührt bitte!

pic9Freudig verzückt und träumerisch entrückt schweift sein Blick in den Schredder Schlund, während der Brecher seine destruktive Urgewalt entfacht und der pulsierende Motor den Soundtrack zu Mr. Mouse‘ Zerstörungsfantasien spielt.

Nachdem der Computer in seine Moleküle zerlegt wurde, die Dreharbeiten beendet und die Kameras sowie der „Brecher“ abgebaut waren, sah man Mr. Mouse auf einem Steinhügel am Rande des Schrottplatzes stehen. In seinen Augen reflektierte der ferne Sonnenuntergang einen  Schimmer von Unendlichkeit, und auf seinen Lippen ein Gedicht eines der großen Söhne der Stadt Neustadt am Rübenberge, Ludwig Höltby:

Sie ist dahin, die Maienlieder tönte,
Die Sängerin,
Die durch ihr Lied den ganzen Hain verschönte.
Sie ist dahin!
Sie, deren Ton mir in die Seele hallte,
Wenn ich am Bach,
Der durchs Gebüsch im Abendgolde wallte,
Auf Blumen lag!

Sie gurgelte, tief aus der vollen Kehle,
Den Silberschlag:
Der Widerhall in seiner Felsenhöhle
Schlug leis‘ ihn nach.
Die ländlichen Gesäng‘ und Feldschlameien
Erklangen drein;
Es tanzeten die Jungfrau’n ihre Reihen
Im Abendschein.

Sie horchten dir, bis dumpf die Abendglocke
Des Dorfes klang.
Und Hesperus, gleich einer goldnen Flocke,
Aus Wolken drang;
Und gingen dann im Wehn der Maienkühle
Der Hütte zu,
Mit einer Brust voll zärtlicher Gefühle,
Voll süßer Ruh.

(Auf den Tod einer Nachtigall, Ludwig Christoph Heinrich Höltby)

XPloits – Mr. Mouse & die Motorflex

Mit der Motorflex zerhäckseln

 

Wenn es um das Zerschneiden geht, kennt sich Mr. Mouse bestens aus. Brot & Braten – irgendwie muss der Mann ja auf seine beeindruckende Erscheinung kommen. Alte XP-PCs standen noch nicht auf seinem Speiseplan … bisher! Mit Omas altem Tranchier-Set ist aber einem ausgewachsenen Desktop-PC nicht beizukommen.

Also musste etwas Größeres her! Zum Glück konnten wir Herrn Reuter ausfindig machen, einen ausgewiesenen Experten für Messer, Sägen, bügelfreie Hemden, Trennschleifer und Artverwandtes. Er war so freundlich, uns aus seinem reichhaltigen Fundus an kleinen und großen Motorsägen, Motortrennschleifern und Motormotoren einen Dölmer 4000 zur Verfügung zu stellen.

Flex

Mit 4,5 PS Motorleistung und 400 mm Trennscheibe besitzt dieses handliche Wunderwerk der Technik die nötige Zerstörungskraft für unsere Zwecke.

Das rund 10 kg schwere Gerät wirkt in den Händen von Mr. Mouse wie ein Spielzeug und man möchte meinen, gleich tanzt unser Funkenmariechen los, lässt die Flex kreisen, durch die Lüfte fliegen und fängt Sie nach einem grazilen Flickflack in vollendeter Eleganz auf…

…aber nein: Zielstrebig wie beim Sonntagsbrunch macht sich Mr. Mouse ans Werk. Im Nu ist der PC zerlegt wie seine zwei gebratenen Frühstücksochsen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

PC

PC à la XP auf einem Bett aus Euro-Paletten

 

Die Motorflex hat Herr Reuter Mr. Mouse freundlicherweise bis nach den Feiertagen überlassen …schließlich kommt an Weihnachten die ganze Familie zum Essen vorbei.

Frohes Fest

Frohes Fest

XPloits: Heavy Metal – Hammer im Praxis-Test bei Mr. Mouse

mrmouse_hammerIn der zweiten Episode der CSL-XPloits sahen wir, wie Mr. Mouse einen alten XP-PC mit einem Hammer zerlegt und das durchaus nicht erfolglos. Hier folgen nun die Vorgeschichte und ein Erklärungsversuch.

Aus Sicherheitsgründen konnten wir das Video leider nicht einfach auf einer freien Fläche des Nachbargrundstücks unseres Firmensitzes drehen, sondern mussten mit einer aufwendigen Suche ein geheimes Hammer-Testgelände ausfindig machen. Glücklicherweise lernten wir hierbei den Hammer-Experten Ole Fink kennen, der sich als ein äußerst redseliger Vertreter einer sonst eher wortkargen Zunft heraus stellte. Er half uns nicht nur ein für unsere Zwecke geeignetes, geheimes Hammer-Testgelände zu finden, sondern ließ auch noch seine Kontakte zu den Schmieden von Mordor spielen, was uns Hämmer mit besonders harten, aber trotzdem kaum spröden, Köpfen bescherte.

Die Führung des Werkzeugs vertrauten wir Mr. Mouse an. Wer würde sich besser dafür eignen die Festigkeit der Hämmer zum Einen und die Widerstandsfähigkeit des PCs zum Anderen mit zügelloser, roher Gewalt zu testen?

Es treten folgende Hämmer gegeneinander an, unseren alten XP-PC zu demolieren:

Schlosserhammer

  • Material Stiel: Esche / Länge ca. 24,5 cm
  • Material Grifffläche: Holz lackiert
  • Material Hammerkopf: Werkzeugstahl (Mordor spezial)
  • Gewicht Hammerkopf: 100 g
  • Befestigung Hammerkopf: Ringkeil
  • Härteprüfung: Ganz ordentlich!
  • Abziehprüfung: 2 Orks mit ganzer Kraft – hat grad so gereicht.
  • Chemische Analyse: Hat er!

Vorschlaghammer

  • Material Stiel: Hickory / Länge ca. 73,5 cm
  • Material Grifffläche: Holz lackiert
  • Material Hammerkopf: Werkzeugstahl (Mordor spezial)
  • Gewicht Hammerkopf: 5000 g
  • Befestigung Hammerkopf: Ringkeil
  • Härteprüfung: Aber hallo!
  • Abziehprüfung: 15 Orks mit ganzer Kraft – keine Chance.
  • Chemische Analyse: Hat er auch!

Der Versuchsaufbau ist vergleichsweise simpel: Mr. Mouse steht leicht breitbeinig hinter dem PC und hält den Hammer mit der jeweils benötigten Anzahl von Händen. Dabei beschleunigt er das Werkzeug bogenförmig aus dem Oberköper heraus und nutzt seine Massenträgheit (also die des Hammers und nicht seine eigene) unter Ausnutzung der Stiellänge, um schwere Schläge auf den Korpus des PCs auszuüben.

Das Ergebnis konnte leider nicht bei beiden Hämmern überzeugen. Der Schlosserhammer stellte sich trotz vollem Köpereinsatz als zu leicht und klein heraus – auch Mr. Mouse umfassende physikalische Vorbildung in Mechanik, Beschleunigung und Kraftübertragung konnte hieran nichts ändern.
Der Einsatz des Vorschlaghammers war hingegen ein voller Erfolg, wie im Video zu sehen ist, und sorgte für die von Ole Fink vorhergesagte nachhaltige Zerstörung. Aber mal ehrlich, der Kerl drischt ja auch auf den PC ein wie ein tollwütiger Grubentroll.

Fazit: Manchmal kommt es doch auf die Größe an!

XPloits – Einen Blitz einschlagen lassen

hochspannungWir alle haben es gesehen: Ein PC der von einem Lichtbogen getroffen und im wahrsten Sinne des Wortes „geröstet“ worden ist. Aber was genau passiert da? Warum sieht man den Lichtbogen überhaupt?

Dies hier soll eine kurze Erläuterung werden, die ohne allzu sehr in die physikalischen Details zu gehen, die Hintergründe des im Video gezeigten Ereignisses verdeutlicht.

Zunächst einmal: Der PC muss geerdet sein, ähnlich wie ein Blitzableiter. Das soll dazu dienen, dass er künstlich erzeugte Blitz auch wirklich den PC trifft und nicht etwas anderes und auch dazu beitragen, dass der induzierte Strom den kompletten PC durchfließt. Denn letztlich ist ein Blitz nichts anderes als der Versuch, einen Spannungsunterschied auszugleichen. Und am besten geht das, in dem die überschüssigen Elektronen woanders hingebracht werden – vorzugsweise den Erdboden.

Und was genau passiert jetzt da mit dem PC? Gegenüber dem PC befindet sich eine Elektrode, in der die aufgebaute Spannung entladen werden kann. Da ein gewisser Abstand zwischen PC und Elektrode herrscht und Luft ein eher mäßig leitendes Medium ist, wird eine ausreichend hohe Spannung benötigt, um die Voraussetzungen für den ‚Sprung‘ zu schaffen– Hochspannung eben. Sobald sich diese Spannung entladen kann, sucht sie das nächstgelegene Objekt, dass

–  leitend ist

–  eine Verbindung zur Erde hat

Und dabei handelt es sich um unseren PC. Der Lichtbogen selbst besteht aus Plasma, also Ionisiertem Gas, das sich durch die sich entladenden Elektronen und die dabei entstehende Hitze bildet und als Leiter fungiert. Wie erwähnt: Luft leitet schlecht. Das bei einem Lichtbogen erzeugte Plasma hingegen leitet sehr wohl. Was im dort im Video sieht ist also kein Trick oder eine Nachbearbeitung: Es ist Luft, die hochgradig ionisiert wurde und somit ein leitfähiges Plasma bildet, dass den eigentlichen Elektronenfluss ermöglicht. Die Temperatur des Plasmas? Mindestens 5000 Kelvin. Das sind über 4700 °C. Zum Vergleich: Die mittlere Oberflächentemperatur der Sonne liegt bei etwa 5505 °C!

Der PC wird also gleichzeitig unter Hochspannung gesetzt und erhitzt – wie bei einem Blitzeinschlag. Denn nichts anderes passiert auch bei einem Blitz während eines Gewitters:

Die Luft wird ionisiert und erhitzt und bildet ein Plasma, in dem sich der Blitz fortbewegen kann in Richtung Erde, um einen Spannungsausgleich herzustellen.

Übrigens wird auch beim Elektroschweißen oder in Bogenlampen und in weiteren Bereichen eben dieses Prinzip des Lichtbogens verwendet.

Der Lichtbogen "schlägt" an der Vorderseite des Gehäuses ein und wandert dann an der Seitenwand entlang.

Der Lichtbogen „schlägt“ an der Vorderseite des Gehäuses ein und wandert dann an der Seitenwand entlang.