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Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

Was sind das für Codenamen?

Wer Informationen über neueste Entwicklungen am Prozessoren-Markt sucht, stolpert zwangläufig über viele seltsame Bezeichnungen – Bulldozer, Sandy Bridge, Trinity oder auch Haswell, die neueste Mikro-Architektur von Intel. Dabei kann man schnell den Überblick verlieren und es wirft automatisch die Frage auf: Was sind das für Namen?

In der Entwicklungsphase geben die Hersteller ihren Projekten fast immer einen Codenamen. Je nachdem, ob es auf den Markt kommt oder sich die Veröffentlichung verzögert, verschwinden viele dieser Codenamen in der Versenkung.
Aber wie kommen die namhaften CPU-Hersteller, und hier beschränken wir uns bewusst auf AMD und Intel, zu den jeweiligen Codenamen?

Wenn man Intels Manager Arie Harsat glauben darf, muss der Name in erster Linie gut klingen und darf nicht die Markenrechte von Dritten verletzen.

“You might think there’s a lot of meaning behind the name, but the reality is I just tried to find a nice name that could pass the legal test,” said Arie Harsat, the strategic planning manager behind several of Intel’s prominent codenames including “Yonah,” “Merom” and “Sandy Bridge.”
(http://www.intelfreepress.com/news/origin-of-a-codename-ivy-bridge/48)

Gerade Intel ist in diesem Bereich ein gebranntes Kind. Nachdem man sich Mitte/Ende der 90er-Jahre einige Abmahnungen wegen seiner Codenamen einhandelte, nutzt man seitdem beim weltgrößten Prozessorenhersteller ausschließlich geografische Namen und lässt diese vorsorglich von der eigenen Rechtsabteilung auf Markenrechtsverletzungen prüfen.

Leider! – muss man sagen, denn Batman, Batman’s Revenge, Hendrixx (nach Jimi Hendrix) oder auch Zappa (Frank Zappa) – einige frühe Codenamen für Motherboard-Chipsätze – boten den Entwicklern Gelegenheit, ihren Helden zu huldigen.

Die Verantwortlichen bei Intel beziehen Ihre Inspiration mittlerweile aus der näheren Umgebung Ihrer Entwicklungsstätten. Der Codename „Haswell“ bezieht sich beispielsweise auf den Ort Haswell im US-Bundesstaat Colorado.

Ein anderes Beispiel bieten die bekannten Sandy Bridge-Prozessoren, die ursprünglich mit dem Codenamen „Gesher“, dem hebräischen Wort für Brücke, benannt werden sollten, um einem konsequenten Schritt zu neuen Ufern Ausdruck zu verleihen.
Nachdem man darauf kam, dass es eine ehemalige politische Partei in Israel gleichen Namens bereits gab, übersetzte man den Namen ins Englische und fügte ein „Sandy“ davor – vielleicht als Anspielung auf Sand, einem Hauptbestandteil von in der Prozessorproduktion verwendeten Siliziumscheiben. Die Ivy Bridge-Architektur stellt als Nachfolger der Sandy Bridge-CPUs eine Weiterentwicklung dar, von daher blieb die „Bridge“ erhalten und das Ivy (Efeu) kam dazu.

Eine genaue Aufstellung der Intel Codenamen und ihres Ursprungs findet man bei Wikipedia:
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Intel_codenames

Beim zweiten großen Hersteller von Desktop-CPUs – AMD – ist eine solche Stringenz in der Namensgebung wie bei Intel nicht unbedingt zu erkennen. Die Codenamen der ersten Athlon-Generation beziehen sich z.B. auf edle Pferde (Thoroughbred / Palomino) oder Autotypen (Spitfire /Thunderbird / Morgan).

Später kamen dann auch geografische Ortsnamen dazu. Als Beispiele seien hier Oregon, Newcastle, Manila oder Palermo genannt. Auch erfreuten sich astronomische Sternenbilder großer Beliebtheit wie die Codenamen Regor, Rana, Deneb oder Sargas zeigen – oder auch ganz simpel „Stars“.

Die AMD „Bulldozer“-Serie, inklusive der optimierten „Piledriver“-Revision, steht z.B. in der Tradition eher rustikaler Namensvetter. Als Beispiele seien hier „ClawHammer“ (dt. Tischlerhammer /2003), „SledgeHammer“ (dt. Vorschlaghammer /2003) und „CopperHead“ (dt. Klemmkeil /2010) angeführt.

Bei all diesen Codenamen kann man schon einmal den Überblick verlieren und wahrscheinlich haben selbst die zuständigen Entwickler nicht immer hundertprozentig den Überblick über ihre Namenskreationen.

Wer einen umfangreichen Überblick über die Codenamen im Hardware- und Software-Bereich sucht, findet bei Wikipedia u.a. so illustre Namen wie Darth Vader, Catwoman, Godzilla, Hulk Hogan oder Obi Wan….möge die Macht mit Euch sein!

http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_computer_technology_code_names

Grafikleistung Haswell

offene Intel CPU (Quelle: Intel)

offene Intel CPU (Quelle: Intel)

Bei den neuen Haswell-Prozessoren gibt es, wie schon bei ihren Vorgängern, verschiedene Grafikeinheiten. Hersteller Intel hat sich bei der Entwicklung der Haswell-Serie das Ziel gesetzt, besonders die Grafikeinheiten der jeweiligen CPUs im Vergleich zu den Ivy-Bridge Prozessoren stark zu verbessern.

Die Grafikeinheiten werden in sieben Varianten angeboten, die intern in 3 Klassen (GT1, GT2 und GT3) unterteilt sind. Für die GPU in Desktop-Prozessoren wird weiterhin die bekannte Verkaufsbezeichnung „Intel HD Graphics“ gemeinsam mit einer Ordnungsnummer verwendet, wobei in diesem Bereich bei „HD Graphics 4600“ das obere Ende erreicht ist, weil für Desktops lediglich GPU-Lösungen aus den Segmenten GT1 und GT2 angeboten werden.

Die höherwertigen Lösungen aus dem GT3 Segment werden unter den Bezeichnungen „Intel Iris Graphics“ bzw. „Intel Iris Pro Graphics“ voraussichtlich ab Herbst 2013 und ausschließlich in DualCore Notebook-Prozessoren angeboten werden.

 

Execution Units

Turbo-Takt

EDRAM

Plattform

„HD Graphics“ 4000 (Ivy Bridge)

16

1.150

Nein

Desktop/Notebook

„HD Graphics“ (GT1)

Unbekannt

Unbekannt

Nein

Desktop/Notebook

„HD Graphics 4200 “ (GT2)

20

Unbekannt

Nein

Desktop/Notebook

„HD Graphics 4400 “ (GT2)

20

Unbekannt

Nein

Desktop/Notebook

„HD Graphics 4600“ (GT2)

20

1.150 – 1.250

Nein

Desktop/Notebook

„HD Graphics 5000“ (GT3)

40

1.100

Nein

Notebook

„Iris Graphics 5100“ (GT3)

40

1.100+

Nein

Notebook

„Iris Pro Graphics 5200“ (GT3e)

40

1.200 – 1.300

128 MB

Notebook

Quelle: Computerbase.de

 

Was hat sich geändert / Was ist geblieben?

Intel hat die Anzahl der „Execution Units“ (Ausführungseinheiten) im Vergleich zu den Ivy-Bridge GPUs deutlich erhöht. Waren es bei der „Intel HD Graphics 4000“ (u.a. Core i7-3770) noch 16 Einheiten, so kommen die neuen GT2-GPUs auf 20 EUs und die GT3-GPUs sogar auf 40 EUs.

Die maximalen Turbo-Taktraten sind hingegen relativ konstant geblieben. Nur das Spitzenmodell, die „Iris Pro Graphics 5200“, kann dabei mit einer Taktung von bis zu 1300 MHz ein wenig hervorstechen. Diese, ausschließlich in Notebooks verwendete, Grafikeinheit hat noch eine weitere Besonderheit auf Lager: Sie verfügt über einen 128 MB großen On-Package-eDRAM Speicher, der sich wie ein Cache verhält und aufgrund dessen einfach anzusprechen ist. Dabei kann der eDRAM nicht nur von der GPU, sondern auch von der CPU genutzt werden. Ein eDRAM (enbedded DRAM) ist ein eingebetterter Speicher, der im Vergleich zu externen Speichermodulen breitere Busse nutzt und somit die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht. Diese Methode wird unter anderem auch in vielen Spielekonsolen genutzt.

Alle Grafikeinheiten der neuen Haswell-Serie unterstützen die DirectX-11.1-API, OpenGL 4.0, OpenCL 1.2, DisplayPort-1.2 und 4K×2K. Darüber hinaus liefern sie dank Intel Quick-Sync-Video Technologie ein schnelleres Decodieren von JPEG-Bildern und ein schnelleres Encodieren von MPEG-Videos.

 

Leistungssteigerung oder Stagnation?

Da sich Intel bei der Grafikleistung der Haswell-Prozessoren sehr viel vorgenommen hat, war die Erwartungshaltung der Intel-Kunden natürlich sehr hoch. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich besonders die Notebook Nutzer auf eine enorme GPU Leistungssteigerung im Bereich der Intel Prozessoren freuen dürfen.

Beim Transcodieren von Videos sind die Intel-GPUs, dank der Intel Quick-Sync-Video Technologie, anderen OnChip-Grafikkarten klar voraus. Auch in Sachen Bilddarstellung müssen sich die Haswell-CPUs nicht verstecken. Die Intel-Clear-Video-Technologie ist eine Kombination von Hardware für die Videoverarbeitung und Softwaretechnik für eine Vielzahl digitaler Bildschirme. Sie war schon in den Vorgänger-Serien „Sandy-Bridge“ und „Ivy-Bridge“ zu finden und bietet eine verbesserte HD-Videowiedergabe, eine verbesserte Bildschärfe sowie präzise Farbabstimmung und erweiterte Bildschirmfunktionalität.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass im Desktop Bereich leider schon bei der „Intel HD Graphics 4600“ Schluss ist und somit die leistungsstärksten GPUs der Haswell-Reihe voraussichtlich in keinem Desktop-System zu finden sein werden.

OnBoard- bzw. OnChip-Grafik vs. Grafikkarte

Jeder, der vor dem Kauf eines neuen PCs steht, steht auch vor der Frage: Für welche Grafikkarte entscheide ich mich? Denn je nachdem, wofür man den neuen PC verwenden möchte, gibt es in Sachen Grafik große Unterschiede und einige Punkte, die man beachten sollte. Dementsprechend groß ist auch die Auswahl. Von Office-Lösungen über Einsteiger- und Mittelklassemodelle bis hin zu Gaming- und High End-Grafikkarten hat man die Qual der Wahl und entsprechend groß ist auch die Gefahr, sich im Grafikkarten-Dschungel zu verlaufen. Um das zu vermeiden, werden in diesem Beitrag die wichtigsten Fakten rund um die gängigsten Grafiklösungen geklärt.

Übersicht

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Wahl der passenden Grafikkarte zwischen zwei Typen: Interne und externe Grafikkarten. Bei internen Lösungen ist der Grafikprozessor entweder auf dem Mainboard (OnBoard) oder dem Prozessor (OnChip) integriert. Sie bedienen sich beim Arbeitsspeicher des PCs, um die anfallenden Grafikberechnungen durchzuführen, was auch als „Shared Memory“ bezeichnet wird. Da sie besonders stromsparend sind, benötigen sie keine eigene Stromversorgung und Kühlung. Sie gelten daher als besonders umweltfreundlich.

Dedizierte Grafikkarten hingegen bringen ihren eigenen Speicher mit. Einige Modelle können dank „Hyper-Memory“ oder „Turbo-Cache“-Technologie zusätzlich den Arbeitsspeicher des Rechners mitbenutzen, um komplexere Grafikberechnungen durchzuführen. Sie werden als eigenständiges Bauteil per PCI, AGP oder PCI Express auf dem Mainboard angebracht und bringen neben dem Grafikspeicher auch eine eigene Kühlung und eigene Anschlüsse mit. Externe Grafikkarten sind zudem besonders wartungsfreundlich, denn bei einem Defekt, können sie einfach ausgetauscht werden, ohne dass zusätzliche Teile wie Mainboard oder CPU ausgebaut werden müssen.

 

Welche Grafiklösung ist die Richtige für mich?

Office-Lösungen

Das Bearbeiten von Textdokumenten, Präsentationen und Tabellenkalkulationen sowie das Anschauen von Fotos, die Wiedergabe von Musik oder das Surfen im Internet stellen eher geringe Anforderungen an die Grafikleistung ihres PCs. Wenn Sie ihn ausschließlich für diese Zwecke nutzenrichland1-62f6860a1edf71b9 wollen und keinen Wert auf Computerspiele legen, ist eine integrierte Grafikkarte ausreichend. Doch auch hier gibt es zwischen den einzelnen Modellen zum Teil große Leistungsunterschiede. Da sich integrierte Grafikkarten am Arbeitsspeicher bedienen, ist die Grafikleistung zum einen von dessen Größe und Taktung abhängig und zum anderen zeichnen sich vor allem aktuelle CPUs wie die aktuellen Richland-APUs von AMD oder die Haswell-Prozessoren von Intel durch besonders leistungsstarke Grafikprozessoren aus, die durchaus mit den Leistungen einiger dedizierter Grafikkarten mithalten können.

 

Grafikkarten für geringe bis mittlere Ansprüche

Grafikkarten dieser Kategorie sind in der Regel noch recht günstig und zeichnen sich durch einen geringen Stromverbrauch aus. Einsteigergrafikkarten sind vor allem für das Abspielen und das Bearbeiten von Filmen geeignet und können auch Spiele mit geringen Anforderungen darstellen. Sollten Sie etwas höhere Ansprüche an die Grafikleistung beim Gaming haben, empfiehlt sich eine Grafikkarte aus dem mittleren Preissegment ab ca. 100 €.

 

Gaming-Grafikkarten

Wenn Sie mit ihrem PC neueste Spiele in einer hohen Auflösung spielen oder sonstige 3D-Anwendungen wie CAD-Berechnungen oder 3D-Rendering Grafikkartenausführen wollen, kommen Sie nicht um eine Gaming- oder High-End Grafikkarte herum. Nachteil dieser Rechengiganten: Sie sind deutlich teurer und haben dabei einen hohen Strom- und Platzverbrauch. Unter den Gaming-Grafikkarten reihen sich zum Beispiel die AMD Radeon HD 7850 oder die NVIDIA GeForce GTX 660 ein. Höchste Ansprüche an die Grafikleistung erfüllen die High-End Grafikkarten NVIDIA GeForce GTX 780 oder die AMD Radeon HD 7970.

Haswell vs. Ivy Bridge

Haswell CPU (Quelle: Intel)

Haswell CPU (Quelle: Intel)

Seit Anfang des Monats ist Intels neue Prozessor-Generation Haswell nun verfügbar und folgt damit auf die vor etwa einem Jahr erschienene Vorgänger-Generation Ivy-Bridge. Nachdem sich Intel seit dem vergangenen Herbst in Tiefstapelei geübt hat und nicht müde wurde zu betonen, man hätte für Haswell nicht das Rad neu erfunden, war die allgemeine Erwartungshaltung sicher nicht allzu hoch – aber was ist denn nun dran an den neuen Prozessoren? Gibt es eine wirkliche Neuerung oder nur noch eine gepimpte Sandy-Bridge CPU?

Tick oder Tock?

Mit dem amüsant klingenden Namen „Tick-Tock-Model“ beschreibt Intel den Verlauf seiner Prozessor-Entwicklungen, wobei eine „Tick“-Generation eine Weiterentwicklung in der Fertigungstechnik repräsentiert und eine „Tock“-Generation eine Weiterentwicklung der Microarchitektur.

3D Tri-Gate Transistor, 22-nm (Quelle: Intel)

3D Tri-Gate Transistor, 22-nm (Quelle: Intel)

Nach der „Tick“-Generation Ivy-Bridge, für die erstmals die 22-nm Fertigungstechnik und 3D-Transistoren (Multigate-Feldeffekttransistoren) eingesetzt wurden, folgt mit Haswell nun folgerichtig eine „Tock“-Generation, bei der dieselben Fertigungstechniken eingesetzt werden wie bei den Ivy-Bridge CPUs, deren Architektur aber weiterentwickelt und stellenweise deutlich optimiert wurde.

Im Wesentlichen handelt sich bei den Optimierungen um einen Ausbau der Ausführungseinheit, verbesserte Puffer-Speicher sowie Erweiterungen der Befehlssätze, die je nach Einsatzgebiet und entsprechender Softwareoptimierung hohe Performance-Zugewinne versprechen.

Ein neuer Thron

Intel belässt es nicht bei der Veröffentlichung der neuen CPU, sondern legt auch gleich noch eine passende neue Plattform dazu. Nicht fehlen darf hier natürlich eine neue Chipsatzfamilie, die auf den Namen „Intel 8 Series Chipset“ (Lynx Point) hört und zurzeit folgende Modelle enthält: B85, Q85, H87, Q87 und Z87. Die wichtigsten Neuerungen dieser Chipsätze sind z.B. mehr native USB 3.0 und SATA III (6 GB/s) Ports und die Abschaffung der Unterstützung der herkömmlichen PCI-Schnittstelle. Im Detail gehen wir in einem eigenen Folgeartikel auf die neuen Chipsätze ein.

Außerdem nutzt Haswell mit dem LGA1150 einen neuen Sockel und ist somit nicht kompatibel zu den Ivy-Bridge Vorgängern, die einen LGA1155 Sockel verwenden. Aufgrund geänderter Markierungen und unterschiedlicher Pin-Anzahl gilt die Inkompatibilität übrigens in beide Richtungen, obwohl die CPU-Packages identische Kantenlängen haben.
Auf- und Umrüster werden also nicht umhin kommen, auch in ein neues Mainboard zu investieren.

Was die Unterstützung des Arbeitsspeichers angeht, ändert Intel bei Haswell nichts gegenüber Ivy-Bridge. Offiziell wird weiterhin DDR3 RAM mit den Frequenzen 1333 MHz und 1600 MHz unterstützt.

Des Pudels Kern(e)

Im Bereich des CPU-Front Ends führt Intel bei Haswell die „Next Generation Branch Prediction“ (Sprungvorhersage) ein und optimiert damit einen wichtigen Bestandteil des Prozessors. Weil falsch voraus gesagte Sprünge Zeit und Energie verschwenden, verspricht sich Intel von der Überarbeitung eine höhere Performance und Sparsamkeit.

Das neue Front-End ermöglicht dem Icache (L1-Instruktionen-Cache) und dem ITLB (Translation Lookaside Buffer) nun Misses, also fehlende Daten im Cache, spekulativ zu behandeln und die fehlenden Cache-Daten parallel zu tatsächlich fehlenden Daten zu bearbeiten. Insbesondere wenn aufgrund tatsächlich fehlender Daten ein Miss unausweichlich eintreten wird, können die sich hierdurch ergebenden Latenzzeiten laut Intel gesenkt werden.

Im CPU-Back End wurden die Größen sämtlicher Puffer-Speicher aus der Ivy-Bridge übernommen und die Allocation Queue (Zuordnungs-Warteschlange) umfasst nach wie vor 56 Einträge pro Thread, wie beim Vorgänger auch. Ehrenhalber sei allerdings erwähnt, dass beide Bestandteile erst für die Generation Ivy-Bridge gehörig aufgebohrt wurden.

Ein große Weiterentwicklung des Back Ends gibt es jedoch: Die Execution Unit (Ausführungseinheit) der Haswells hat 8 Ports (Port 0 – Port 7), statt der bislang vorhandenen 6 (Port 0 – Port 5). Der neue Port 6 repräsentiert eine vierte ALU (Arithmetisch-Logische-Einheit) und der neue Port 7 eine AGU (Adress-Generierungs-Einheit) für Speicherbefehle. Parallel dazu hat Port 6 eine zusätzliche Sprungeinheit bekommen. Somit können Port 5 und 6 als Backup für Port 0 und 1 fungieren, die ebenfalls ALUs mit Sprungeinheit sind. Eine entsprechenden Softwareoptimierung vorausgesetzt, können hierdurch Performance-Zugewinne erreicht werden.

Schematische Darstellung der Chip-Oberfläche einer Haswell-CPU (Quelle: Intel)

Schematische Darstellung der Chip-Oberfläche einer Haswell-CPU (Quelle: Intel)

Bei den Befehlssätzen führt Intel für Haswell AVX2 (Advanced Vector Extensions) ein, eine Weiterentwicklung der AVX aus Sandy-Bridge, die 256-Bit lange Integer berechnen und mit Unterstützung der neuen FMA (Fused Multiply-Add) zwei Berechnungen auf einmal ausführen kann, wobei auch die erhöhten Bandbreiten der CPU-Caches helfen. Weitere Optimierungen in den Befehlsätzen sorgen für bessere Ergebnisse im Bereich der Kryptographie und in der parallelen Ausführung zweier Threads.
Auch hier ist allerdings zu erwähnen, dass Software nur dann von den avisierten Leistungsgewinnen profitiert, wenn sie speziell darauf ausgerichtet wurde.

Der Ringbus, der alle Elemente im Prozessor miteinander verbindet und mit der Sandy-Bridge eingeführt wurde, zeigt bei Haswell keine offensichtlichen Änderungen und Verbesserungen, allerdings sagt Intel, man hätte im Sinne einer höheren Performance hier und da etwas optimiert. Neu ist in diesem Zusammenhang der EDRAM, der der Grafikeinheit GT3 zur Verfügung steht (siehe unten).

Zur Haswell Architektur gehört auch eine Weiterentwicklung der CPU-Stromversorgung. Über den Fully Integrated Voltage Regulator (FIVR) fasst Intel die bisherigen sechs Spannungsquellen des Prozessor-Sockels zu zwei Quellen zusammen, wobei die CPU über lediglich eine Spannungsquelle versorgt wird und die Zweite das Speicher-Interface speist. Hiervon verspricht sich Intel optimierte Schaltzeiten bei den Wechseln zwischen hoher Leistung und Leerlauf, die fünf bis zehn Mal schneller ablaufen sollen als beim Vorgänger Ivy-Bridge.
Wir werden in einem Folgeartikel noch genauer auf den FIVR eingehen, insbesondere in Bezug auf den Stromverbrauch der Haswell-CPUs.

Grafik-Chip

Mit Abstand die meisten Änderungen gegenüber der Vorgänger-Generation gibt es bei Haswell im Bereich der integrierten GPU, hatte Intel doch genau hier zum Kampf gegen die APUs von AMD geblasen.

Zwar hat Intel die grundsätzliche Architektur der GPU der Ivy-Bridge Reihe übernommen, aber die Anzahl der Ausführungseinheiten und die Taktfrequenzen angehoben und die Leistung der GPUs signifikant angehoben.

Die Haswell Grafikeinheiten werden in sieben Varianten angeboten, die intern in 3 Klassen (GT1, GT2 und GT3) unterteilt sind. Für die GPU in Desktop-Prozessoren wird weiterhin die bekannte Verkaufsbezeichnung „Intel HD Graphics“ gemeinsam mit einer Ordnungsnummer verwendet, wobei in diesem Bereich bei „HD Graphics 4600“ das obere Ende erreicht ist, weil für Desktops lediglich GPU-Lösungen aus den Segmenten GT1 und GT2 angeboten werden.

Die höherwertigen Lösungen aus dem GT3 Segment werden unter den Bezeichnungen „Intel Iris Graphics“ bzw. „Intel Iris Pro Graphics“ voraussichtlich ab Herbst 2013 und ausschließlich in DualCore Notebook-Prozessoren angeboten werden.

Einen genaueren Blick auf die integrierten Grafikeinheiten der Haswells werden wir in einem entsprechenden Folgeartikel werfen.

Fazit

Zwischen Haswell und Ivy-Bridge liegen tatsächlich keine Welten. Beim Neukauf eines PCs ist Haswell sicher die erste Wahl, macht es doch keinen Sinn in die Vorgänger-Generation zu investieren und auf die Vorteile der aktuellen Generation zu verzichten. Insbesondere die gesteigerte Grafikleistung ist hier sicher ein überzeugendes Argument.

Die Nutzer von Ivy-Bridge CPUs hingegen müssen abwägen, ob sich der Umstieg in ihrem individuellen Fall lohnt bzw. in wie weit sie von den Neuerungen profitieren können. Das CPU-Upgrade geht, wie erwähnt, mit einem Wechsel des Mainboards Hand in Hand und verursacht damit zusätzliche Upgrade-Kosten.

Hat die klassische Festplatte ausgedient?

HDD vs. SSD

IBM 350

IBM 350 aus dem Jahre 1956

Als 1956 die erste Festplatte von IBM vorgestellt wurde, wog diese noch 500 kg und hatte eine Speicherkapazität von 5 MB! Seitdem hat sich einiges getan und die Entwicklung ist rasant fortgeschritten.
Deutlich kleiner und leistungsfähiger sind die Festplatten seitdem geworden.
Aktuell sind Speicherkapazitäten von bis zu 4 TB verfügbar, an der grundlegenden Technik hat sich jedoch nicht viel verändert. Die Daten werden weiterhin auf einer magnetischen Scheibe gespeichert und durch einen Schreib-/Lesekopf ausgelesen. Durch die stetige Entwicklung bei der Speicherkapazität ist der Preis deutlich gesunken und liegt derzeit bei knapp 4 ct pro GB. Was für ein Preisverfall – musste man doch 1956 noch 600 $ monatlich für die Miete des Speichermediums ausgeben.

HDD HDDs (Hard Disk Drive) sind zu einer zuverlässigen und vor allem  günstigen Technik geworden, sämtliche Daten im PC zu speichern. Doch trotz ihrer Zuverlässigkeit gehören die Festplatten durch die schnell rotierende Scheibe zu einem der anfälligsten Bauteile am Computer. Darüber hinaus ist bei keinem Bauteil der Defekt so ärgerlich wie bei der HDD, verliert man doch auf einen Schlag sämtliche Arbeit und abgespeicherte Erinnerungen in Form von Fotos und Videos. Experten raten daher immer zu einer umfassenden Datensicherung.

SSDKeine mechanischen also beweglichen Bauteile hat die SSD (Solid State Drive), was Ihr neben der Robustheit auch noch weniger Geräusche, wegen der fehlenden mechanischen Zugriffe, beschert. Die SSD speichert die Daten in einem schnellen Flash-Speicher. Bei Lese-/Schreibzugriffen muss die SSD die Daten nicht mechanisch auslesen, was zu deutlich kürzeren Zugriffszeiten im Vergleich mit der HDD führt. Der deutlich schnellere Massenspeicher beschleunigt nicht nur den Start des Betriebssystems, sondern auch die tägliche Arbeit.

Der Umstieg von HDD zu SSD ist wie der von Mittelklassekombi zu Sportwagen!

Doch hat die Geschwindigkeit auch ihren Preis. So stehen den bereits erwähnten 4 ct pro GB bei der HDD ca. 70 ct pro GB bei der SSD gegenüber, obwohl die Preise in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind.

Geschwindigkeitsvergleich HDD vs. SSD

Alternative:

Wer sich nicht entscheiden kann, wählt eine sogenannte Hybridplatte, die die Vorteile beider Welten zu vereinen versucht. Bei dieser Art von Speichermedium wird eine herkömmliche HDD mit schnellem Solid-State-Speicher kombiniert. Der kleinere Anteil an SSD-Cache ist für schnelle Dateizugriffe verantwortlich und die mechanische Speichereinheit nimmt die großen Datenmengen auf.

 

Vergelich Massenspeicher

Quelle: www.pc-magazin.de

Richland APUs

APUsSeit wenigen Tagen ist die neue „Elite A-Series“ APU-Generation von AMD, Codename „Richland“, verfügbar. Wir haben uns angesehen, was die neuen APUs von der Vorgänger-Generation „Trinity“ unterscheidet.

Rechenkünste

Die neuen APU-Modelle sind mit 2 und 4 Kernen verfügbar, die auf der Piledriver Architektur von AMD basieren. Wie auch die Vorgänger-Serie „Trinity“, werden die „Richland“-APUs im aktuellen 32 nm Design gebaut und laufen ebenfalls auf FM2-Sockeln. Sicher eine gute Nachricht für alle Aufrüster bzw. Umsteiger, die damit kein neues Mainboard benötigen, sondern lediglich ein BIOS-Update, um eine „Richland“-APU auf ihren vorhanden FM2-Mainboards laufen zu lassen.

Am grundsätzlichen Aufbau hat sich also nicht viel geändert, auch die Anzahl der Transistoren auf dem 246 mm² großen DIE ist mit 1,3 Milliarden gleich geblieben. Allerdings macht AMD den kleinen Schaltern mehr Dampf. Die Taktfrequenzen wurden bei allen „Richland“-APUs um 300 MHz angehoben, gleiches gilt auch für die jeweiligen Turbo Modi, so dass das Spitzenmodell A10-6800K nun mit satten 4,1 GHz (Turbo: 4,4 GHz) daher kommt und es das Einsteiger-Modell A4-4000 immerhin auf 3,0 GHz (Turbo: 3,2 GHz) bringt.

Weiterhin wird ein DDR3-Speichertakt von 1866 MHz unterstützt, einzig das Spitzenmodell A10-6800K unterstützt 2133 MHz, was sich nicht nur positiv auf die CPU-Leistung auswirkt, sondern auch die Grafikleistung etwas beschleunigen dürfte, da auch die GPU den Arbeitsspeicher verwendet.

Bei der elektrischen Leistungsaufnahme bleibt AMD auf Energiesparkurs und gibt für die neue Generation TDPs (Thermal Design Power -> Maximal abgegebene Wärmeleistung) von 65 W bis 100 W aus, was gegenüber einer gleichwertigen Kombination aus CPU und dedizierter Grafikkarte recht wenig ist.

GrafikpowerAPU_Radeon

Die integrierten Grafikeinheiten der neuen APUs rangieren nun im Radeon HD 8xxx Bereich, allerdings sind hier keine revolutionären Neuerungen gegenüber der „Trinity“-Serie umgesetzt worden.

Die DirectX-11 GPUs der zweiten Generation basieren nach wie vor auf der VLIW4-Architektur, allerdings hat AMD auch hier die Taktfrequenzen leicht angehoben und verschiedene Features aus der dritten Generation aufgenommen. So stehen den Grafikeinheiten der „Richland“-APUs der „Unified Video Decoder“ und die „Video Codec Engine“ zur Verfügung, mit denen HD-Inhalte mit bis zu 60 fps im Chip decodiert werden können. Außerdem können mit dem „Multi View Codec“ zwei HD-Streams gleichzeitig beschleunigt werden. Zusätzlich werden Features wie die AMD Wireless-Display-Technologie, Cloud-Gaming und CrossFire unterstützt und AMD hat die 3D-Performance weiter verbessert.

So sollte man sich auch nicht von Eindruck täuschen lassen, es handele sich „nur“ um eine GPU der zweiten Generation, denn AMD bleibt mit den „Richland“-APUs weiterhin der Platzhirsch bei den integrierten Grafikeinheiten und hängt selbst die GPUs aus Intels aktueller „Haswell“-Generation ab.

Bei vielen aktuellen Spielen machen die neuen APUs eine gute Figur, wenngleich bei hohen Auflösungen teils auf ein paar Detaileinstellungen verzichtet werden muss. Wem die Grafikleistung nicht ausreicht, kann dank Unterstützung von AMD Dual Graphics  kostengünstig und energiesparend aufrüsten, in dem er einen zusätzlichen Grafikchip aus der Radeon HD 6xxx Reihe in den PCI-Express Slot steckt. Laut AMD kann die Grafikleistung so um den Faktor 1,5 verbessert werden.

 

Modell

Kerne

Basistakt

max. Turbo

L2-Cache

Grafik

Takt / Shader

TDP

A10-6800K

4

4,1 GHz

4,4 GHz

4 MiByte

HD 8670D

844 MHz / 384

100 Watt

A10-6700

4

3,7 GHz

4,3 GHz

4 MiByte

HD 8670D

844 MHz / 384

65 Watt

A8-6600K

4

3,9 GHz

4,2 GHz

4 MiByte

HD 8570D

844 MHz / 256

100 Watt

A8-6500

4

3,5 GHz

4,1 GHz

4 MiByte

HD 8570D

800 MHz / 256

65 Watt

A6-6400K

2

3,9 GHz

4,1 GHz

1 MiByte

HD 8470D

800 MHz / 192

65 Watt

A4-4000

2

3,0 GHz

3.2 GHz

1 MiByte

HD 7480D

720 MHz / 128

65 Watt

Überblick über die einzelnen „Richland“-APUs