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Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

Laser- vs. Tintenstrahldrucker

Das Angebot an Druckern ist schier endlos, doch wenn man einige Regeln beachtet, findet man leicht das passende Modell für sich. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, klärt dieser Beitrag die wichtigsten Fakten rund um das Thema Drucker.

laser vs tintenstrahl

Eine zentrale Frage sollte vor jedem Druckerkauf klar sein: Laser- oder Tintenstrahldrucker? Denn beide Typen bieten sowohl Vor- als auch Nachteile. Um diese Frage zu beantworten, muss man zuerst wissen, welche Anforderungen man an das Gerät hat. Zwar hat sich die Technik in den letzten Jahren so rasant entwickelt, dass heute nicht mehr zwangsläufig die Faustformel gilt: Für farbige Ausdrucke Tintenstrahldrucker und für viele schwarz/weiß-Dokumente Laserdrucker. Beide Varianten haben für verschiedene Anwendungsgebiet jedoch noch immer unterschiedliche Vorzüge.

Tintenstrahldrucker

Die Funktionsweise von Tintenstrahldruckern ist bis heute unverändert geblieben. Tinte wird durch mikroskopisch kleine Düsen Zeile für Zeile auf das Papier gelenkt. Sie eignen sich besonders für das Ausdrucken von Fotos, da sie Farben gleichmäßiger mischen als Laserdrucker und somit ein qualitativ hochwertigeres Ergebnis erzielen. Wollen Sie sehr viele Fotos in bester Qualität drucken, sollte man den Kauf eines speziellen Fotodruckers in Betracht ziehen.

Multifunktions-Tintenstrahldrucker Canon PIXMA MG5350

Multifunktions-Tintenstrahldrucker Canon PIXMA MG5350

Diese Modelle drucken mit spezieller Fototinte, um mehr Zwischentöne und bessere Konturen zu erzielen. Optimale Ergebnisse werden mit speziellem Fotopapier und -tinte erzielt. Gute Druckergebnisse auf einfachem Papier erzielen Tintenstrahldrucker, die mit pigmentbasierter anstatt farbstoffbasierter Tinte arbeiten. Tintenstrahldrucker sind zudem in der Regel kleiner und leichter als Laserdrucker, wodurch sie besonders handlich und platzsparend sind und sich auch in kleinere Arbeitsbereiche einfügen.

Laserdrucker

Laserdrucker drucken mit Hilfe einer integrierten Lichtquelle. Das zu druckende Bild wird auf eine rotierende Bildtrommel projiziert, die wiederum den Toner anzieht, der mit Hilfe eines schnellen Brennprozesses auf das Papier übertragen wird. Laserdrucker erzielen daher tief schwarze und sehr scharfe Ausdrucke in hoher Geschwindigkeit, da sie nicht Zeile für Zeile sondern in einem Schritt drucken. Mittlerweile können Tintenstrahldrucker in Sachen Geschwindigkeit schon mit den Laser-Varianten mithalten, was sich jedoch meist im Preis niederschlägt.

Auch die Regel „Bunte Ausdrucke lohnen sich nur auf einem Tintenstrahldrucker“ gilt heute nicht mehr, da es Farblaserdrucker schon ab ca. 150 Euro zu kaufen gibt. Diese sind ideal geeignet, um Textdokumente mit gelegentlich bunten Grafiken zu drucken oder um Fotos zu drucken. Dabei darf man jedoch keinen Wert auf hohe Qualität legen, da Laserdrucker nicht auf Fotopapier drucken können. Man sollte auch beachten, dass diese Drucker

Multifunktions-Laserdrucker Brother DCP-7055W

Multifunktions-Laserdrucker Brother DCP-7055W

meist einen höheren Wartungsaufwand mit sich ziehen, da für jede Farbe eine Tonertrommel gewechselt werden muss, die wiederum Mehrkosten verursacht.

Dem gegenüber steht, dass die Haltbarkeit von Ausdrucken auf Laserdruckern höher ist, weil das Tonerpulver in das Papier eingebrannt wird. Sie sind daher weniger empfindlich gegenüber Licht oder Feuchtigkeit.

Kosten

Was die Druckkosten betrifft, sollten Sie einige Faustregeln beachtet. Generell sind Tintenstrahldrucker in der Anschaffung günstiger als Laserdrucker. Dabei sollte man jedoch nie die Folgekosten für Tinte und Toner aus den Augen lassen und sich im Vorfeld über Preise und Haltbarkeit informieren. Schauen Sie dabei auch auf Angebote von Fremdanbietern, die oft günstiger sind, als die des Druckerherstellers. Beachten Sie auch, dass die Patronen von Tintenstrahldruckern nach längerem Nichtgebrauch eintrocknen können, was ebenfalls zu erheblichen Folgekosten führen kann.

Eine weitere Möglichkeit Kosten einzusparen, ist der Duplexdruck, bei dem beide Seiten des Papiers automatisch bedruckt werden. Das spart nicht nur Papier und Kosten, sondern schont zudem die Umwelt. Sowohl Laser- als auch Tintenstrahldrucker bieten diese Funktion an, achten Sie einfach auf ein Gerät mit integrierter Duplexeinheit bzw. Duplexeinzug. Besonders praktisch sind auch sogenannte All-In-One Geräte, die mittlerweile zu einem passablen Preis von beiden Druckertypen erhältlich sind. Diese Geräte können nicht nur Drucken, sondern auch kopieren und scannen. Vor allem, wenn man diese Funktionen nur gelegentlich nutzt, sind diese Geräte sehr praktisch, da man sich den Gang zum Copyshop spart.

Fazit

Wenn Sie regelmäßig einen Brief oder wenige Dokumente drucken und Wert auf brillante Fotos legen, ist der Tintenstrahldrucker die eindeutig bessere Wahl. Ein Laserdrucker lohnt sich, wenn Sie in längeren Abständen sehr große Mengen drucken. Wer sowohl brillante Fotos als auch große Mengen Schwarz/Weiß-Dokumente druckt, für den könnten sich sogar Laser- als auch Tintenstrahldrucker lohnen.

GPU-Computing

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Die Shot: NVIDIA Kepler GPU (Quelle: NVIDIA)

Mit dem Begriff GPU-Computing bezeichnet man den Einsatz von Grafikprozessoren als zusätzliche CPUs, wobei das Verfahren eigentlich GPGPU (General Purpose Computation on Graphics Processing Unit = Mehrzweck-Berechnung über den Grafikprozessor) heißt.

Die Ausführung von parallelen Algorithmen kann auf die Weise erheblich beschleunigt werden.

Entwicklung

Zunächst dienten Grafikprozessoren allein den Zweck, die Pixel von Bildschirmseiten zu berechnen und zu mehr war ihr Funktionsumfang, noch die kompletten neunziger Jahre hindurch, auch nicht in der Lage. Anfang dieses Jahrhunderts hat sich die grundsätzliche Systematik bei der Berechnung von Computergrafiken geändert, weil die stetig steigenden Anforderungen, besonders aus dem Bereich der Videospiele, nicht mehr mit der bis dahin genutzten Technik umgesetzt werden konnten. Nun mussten die Shader, so heißen die Recheneinheiten der GPUs, nicht nur immer mehr Pixel gleichzeitig berechnen können, sondern auch immer komplexere Funktionen für einzelne Pixel durchführen können, um z.B. aufwendige 3D-Effekte berechnen zu können.

Diese Entwicklung führte dazu, dass die Shader im Laufe der Zeit zu frei programmierbaren Recheneinheiten wurden, von denen in modernen Grafikkarten nicht selten rund 1000 Stück ihren Dienst verrichten.

Funktionsweise

Anders als CPUs, die darauf ausgelegt sind, ein bestimmtes Programm möglichst schnell auszuführen, versuchen GPUs möglichst viele Berechnungen gleichzeitig auszuführen. Dabei profitieren Sie von ihrer hohen Speicherbandbreite und der hohen Anzahl ihrer Recheneinheiten, obwohl die einzelnen Shader relativ simpel strukturierte „In-Order“ Prozessoren sind, d.h. auf jede Eingabe folgt eine Berechnung und ein Ergebnis. Die Techniken der Rechenkerne in modernen CPUs wie Sprungvorhersagen und spekulative Ausführung von Anweisungen kennen sie gänzlich nicht. Ebenso benötigen sie für ihre Arbeit keine der großen Cache-Speicher, über die CPUs verfügen.

Aus diesem Grund sind die Kerne in CPUs auch nicht mit den „Kernen“ in GPUs vergleichbar. Dafür ist es aber möglich, sehr viele Shader in einer GPU unterzubringen und hier liegt eben ihre große Stärke, in der parallelen, massenhaften Ausführung von Operationen.

Eine Software die GPGPU nutzt, besteht immer aus zwei Komponenten. Die eine Komponente regelt die Arbeit der CPU, übersetzt die Instruktionen an die GPU und steuert sowohl den Datenstrom zur GPU als auch den Rückstrom der Ergebnisse. Die andere Komponente enthält den Programmablauf für die GPU, sprich die Anweisungen, die in den Shadern ausgeführt werden sollen.

Damit das richtig gut funktioniert, braucht man neben der geeigneten Software auch eine geeignete Aufgabe. Am besten eine, bei der riesige Mengen von eigenständigen (Teil-) Berechnungen auszuführen sind, d.h. Berechnungen, die nicht von den Ergebnissen vorangegangener Berechnungen abhängen. Oder anders gesagt, eine Aufgabe, die sich gut parallelisieren lässt.

Kurzum mit der richtigen Software und der richtigen Aufgabe kann ein einfacher PC durch GPGPU zu einer Art Supercomputer gemacht werden. Aber eben auch nur dann.

Einsatzgebiete

Die hauptsächlichen Einsatzgebiete für GPGPU sind technische und wissenschaftliche Anwendungen, bei denen riesige Datenmengen analysiert und berechnet werden müssen, wie z.B. physikalische Simulationen, Klimamodelle, Finanzmathematik, Kryptographie und vieles mehr. Diese Aufgaben können sehr gut parallelisiert werden, weil massenhaft Einzelberechnungen durchgeführt werden müssen, die nicht von Vorergebnissen abhängen.

Wohingegen es im Bereich der privaten Computer-Nutzung fast keinen sinnvollen Einsatz dieser Technik gibt. Da typische Alltagssoftware Berechnungen ausführt, die sich schlecht bis gar nicht parallelisieren lassen und auch häufig keine ausreichende Wertemenge liefern, kann sie nicht oder nur sehr wenig von den Vorteilen des GPGPU profitieren.

Die neuen Quadro-Grafikkarten von NVIDIA

nvidia_quadroDie Quadro-Grafikkarten von NVIDIA sind eine Reihe professioneller 3D- und 2D-Grafikkarten. Für diese Grafikkarten werden reguläre GeForce-GPUs verwendet, die mit Hilfe eines besonderen Treibers, der die Chip-ID verändert, zu Profi-Lösungen werden.

Sie werden speziell für Workstations entwickelt und in vielen verschiedenen Branchen für die unterschiedlichsten professionellen Anwendungen genutzt. Zusätzlich zu den Desktop Lösungen der Quadro-Grafikkarten gibt es auch mobile Lösungen. Hier soll das Hauptaugenmerk aber auf den neuen Desktop-Lösungen liegen.

Kürzlich hat NVIDIA drei neue Quadro-Karten auf den Markt gebracht. Die Quadro K600, Quadro K2000 und Quadro K4000. In diesem Artikel gehen wir auf die Neuerungen und Verbesserungen im Vergleich zu ihren direkten Vorgängern (ohne „K“) ein.

Während die bisherigen Quadro-Grafikkarten mit einer Fermi-GPU ausgestattet waren, sind die neuen Karten mit Kepler-Grafikkernen ausgestattet, deswegen auch das “K“ vor der Ziffer, und arbeiten dadurch schneller und sparsamer als ihre Vorgänger. Wie Sie in der unteren Tabelle sehen können, sind im Vergleich zu den Fermi-Grafikkarten besonders die Werte in der Speicherbandbreite und in den parallelen CUDA-fähigen Rechenkernen höher. Der maximale Stromverbrauch ist hingegen viel niedriger.

Und die Zahlen lügen nicht. Die neuen Karten sind deutlich leistungsstärker und gleichzeitig sehr viel leiser und stromsparender als ihre Vorgänger.

Die bisherigen Karten unterstützten das zeitgleiche Verwenden von bis zu zwei Monitoren ohne eine zusätzliche Grafikkarte nutzen zu müssen. Alle Kepler-Karten hingegen unterstützen bis zu vier Monitore, die auf Wunsch auch zusammengefasst werden können und als ein großer Bildschirm genutzt werden können.

Quadro_K600_3qtrDie Quadro K600 arbeitet im Leerlauf mit zwei Bildschirmen vollkommen geräuschlos und kann auch unter Maximallast mit Werten weit unter 1,0 Sone aufwarten. Das Gleiche gilt für den Stromverbrauch: Selbst unter maximaler Auslastung bleibt die Leistungsaufnahme meist deutlich unter 40 Watt. Im Grafikbenchmark SPEC Viewperf 11, dessen Abläufe sich an den Anforderungen acht wichtiger Workstation-Programme orientieren, liegt die Quadro K600 leistungstechnisch in etwa 30% über der Quadro 600.

Quadro_K2000_3qtrBei der Quadro K2000 wurden die parallelen CUDA-fähigen Rechenkerne im Vergleich zur Quadro 2000 verdoppelt. Auch der Speicher wurde von 1 GB GDDR5 auf 2 GB GDDR5 angehoben. Auf Stromverbrauch und Lautstärke wirkt sich das allerdings nicht aus. Die K2000 verbraucht sehr viel weniger Strom als ihr Vorgänger und arbeitet, dank dreimal so großem Kühlsystem, sogar noch leiser als die K600. Leistungstechnisch ist sie der Quadro 2000 um Welten voraus. Im SPEC Viewperf 11 erreicht sie durchschnittlich eine ca. 50% höhere Leistung und ist somit schon für die Echtzeit-Darstellung von einigen 3D-Szenen geeignet.

Quadro_K4000_3qtrDas Flaggschiff der drei neuen Karten, die Quadro K4000, ist ein echtes 3D-Genie. Bei ihr hat NVIDIA die CUDA-fähigen Rechenkerne im Vergleich zur Quadro 4000 sogar verdreifacht. Zusätzlich verfügt sie nun über 3 GB GDDR5 Speicher. In den Bereichen Stromverbrauch, Lautstärke und Leistung ist sie der Quadro 4000, wer hätte es gedacht, klar überlegen. Sie verbraucht nur halb so viel Strom wie die 4000er und ist dementsprechend auch sehr viel leiser. Leistungstechnisch liegt sie ca. 20-30% über ihrer Vorgängerkarte, die allerdings auch schon als sehr leistungsstarke Karte gilt. Sie ist die Einzige der drei neuen Karten, die im SLI-Modus verwendet werden kann. Der SLI-Modus (Scalable Link Interface) ist ein Verbund von mehreren Grafikkarten in einem System. Dadurch lässt sich eine erhebliche Leistungssteigerung ermöglichen. Zusätzlich verfügt die K4000 über einen 3-pin Stereo Anschluss, über den sich 3D-Shutterbrillen anschließen lassen. Wer also sehr grafikintensive Anwendungen bevorzugt oder benötigt, sollte zur Quadro K4000 greifen. Nicht umsonst wurden mit dieser Karte schon einige virtuelle Welten aus Kinofilmen erstellt.

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Speichergröße

Interface

Bandbreite

CUDA-Kerne

TDP

Quadro 600

1 GB DDR3

128-bit

25.6 GB/s

96

40W

Quadro K600

1 GB DDR3

128-bit

29 GB/s

192

41W

Quadro 2000

1 GB GDDR5

128-bit

41.6 GB/s

192

62W

Quadro K2000

2 GB GDDR5

128-bit

64 GB/s

384

51W

Quadro 4000

2 GB GDDR5

256-bit

89.6 GB/s

256

142W

Quadro K4000

3 GB GDDR5

192-bit

134 GB/s

768

80W

Chipsätze Haswell

z87-chipsetParallel zu der neuen Prozessorenfamilie „Haswell“ hat Intel auch eine Reihe neuer Chipsätze herausgebracht, da die neuen CPUs nicht mehr mit den alten Chipsätzen der Serie 7 (Panter Point) kompatibel sind. Erforderlich ist nun ein Chipsatz der neuen 8er-Serie (Lynx Point).
Zum aktuellen Launch der Haswell Prozessoren hat Intel fünf unterschiedliche Chipsätze vorgestellt.

Doch zunächst mal für alle Einsteiger in dieses Thema eine kleine Beschreibung, wofür der Chipsatz in einem Computer eigentlich verantwortlich ist.
Der Chipsatz ist eine Ansammlung von Schaltkreisen, die als zentrales Element auf jedem Motherboard erforderlich ist. Er ist das Bindeglied zwischen den einzelnen Komponenten eines Computers und lenkt die eingehenden und ausgehenden Daten an die richtige Stelle. Auch legt der Chipsatz fest, welche Komponenten am Computer verwendet werden können. Somit spielt er auch eine Hauptrolle bei der Performance eines jeden Computers. Die am häufigsten verwendeten Chipsätze werden von den Prozessor-Herstellern angeboten, da diese an der bestmöglichen Performance ihrer Prozessoren interessiert sind.

Doch zurück zu unseren „Haswell“ Chipsätzen. Die fünf vorgestellten Modelle richten sich an unterschiedliche Nutzer und unterstützen unterschiedliche Features und Schnittstellen.

Chipsaetze

Alle Chipsätze basieren, im Gegensatz zu Ihren Vorgängern, auf einer aktuellen 32-Nanometer-Fertigung, was die Leistungsaufnahme deutlich herabsetzt.

Ansonsten stellen die „Neuen“ generell sechs statt nur vier native USB 3.0 Ports zur Verfügung, und alle 87er-Modelle unterstützen immer sechs SATA-Ports mit dem aktuellen SATA III Standard mit bis zu 6 GBit/s.

Der Z87 Chipsatz ist der Einzige, der die „Overclocking“-Funktion der K-Prozessoren unterstützt, und somit erforderlich wenn man seinen Rechner etwas tunen möchte.

z87-chipset-diagram-3x2

Blockdiagramm Intel Z87 Chipsatz

Fazit:

Im Vergleich zu den Chipsätzen der Ivy-Bridge Prozessoren bieten die der Haswell-Generation lediglich kleine Verbesserungen. Neben der geringeren Leistungsaufnahme ist die gestiegene Anzahl an USB 3.0- und SATA III-Anschlüssen positiv zu erwähnen.

IPS- oder VA-Panel: Was kann welcher Display-Typ?

Alles flüssig!
Flachbildschirme und Displays mit LCD-Technologie sind mit über 75% Marktanteil der aktuelle Stand der Technik. Sie finden Verwendung bei Monitoren, Fernsehern, Smartphone- oder Tablet-Displays und bestimmen wesentlich die Fähigkeiten zur Kontrast- und Farbwiedergabe der Anzeigegeräte.

LCD-Displays (Liquid Crystal Displays) beruhen auf Flüssigkristallen, die die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen, wenn eine bestimmte elektrische Spannung anliegt. In den meisten Fällen wird die dafür benötigte Hintergrundbeleuchtung von LEDs erzeugt. Deshalb spricht man auch häufig von LED-Displays oder LED-Backlight.
Auch wenn die grundlegende Technologie bei LCD-Panels gleich ist, gibt es dennoch deutliche Unterschiede in Funktion und Herstellung. Wir wollen uns auf die zwei gängigsten LCD-Panel-Typen konzentrieren: Vertical Alignment Panel (VA) und In Plane Switching Panel (IPS).

Welcher Panel-Typ ist für mich der Richtige?
Der wesentliche Unterschied dieser beiden Panel-Typen besteht in der Anordnung der verwendeten Flüssigkristalle. Während bei den VA-Panels die Kristalle vertikal angeordnet sind, findet man bei den IPS-Panels eine horizontale Anordnung.

VA: starker Kontrast, langsame Reaktion
Durch die vertikale Ausrichtung der Kristalle in den VA-Panels kann sich das Hintergrundlicht vollständig ausbreiten. Wenn nun Spannung anliegt, oder einfacher gesagt: der Bildschirm in Betrieb ist, neigen sich die Flüssigkristalle gegeneinander in eine horizontale Ausrichtung und verhindern die Lichtausbreitung. Dadurch können VA-Panels im Vergleich zu IPS-Panels wesentlich bessere Kontrastwerte liefern, erreichen aber nicht deren starke Farbwerte.

Da die Flüssigkristalle aber ihre Ausrichtung komplett ändern, von „vertikal“ zu „horizontal“, liegen die Reaktionszeiten von VA-Panels sehr oft über denen von IPS-Panels. Gerade für schnelle Spiele oder Filme ist diese Art der Technologie nicht sonderlich empfehlenswert.

IPS – alles im Blick
Bei der IPS-Technik liegen die Flüssigkristalle in einer horizontalen Anordnung parallel übereinander und drehen sich in der Ebene statt sich räumlich zu verlagern (wie bei den VA) wenn Spannung anliegt. Dadurch werden die Reaktionszeiten deutlich verringert. Gerade bei Spielen und Filmen wird dadurch ein „Verschwimmen“ der Anzeige verhindert.

Darüber hinaus wird durch dieses homogene Feld auch der Betrachtungswinkel vergrößert. Insbesondere Farben bleiben sehr gleichmäßig auch wenn Sie das Display aus einem extremen Winkel betrachten und neigen nicht zu Verfälschungen. Ein weiterer Vorteil der IPS-Panels ist der geringere Energieverbrauch im Vergleich zu den meisten VA-Typen.

Touch Screen – mal anders
Wer sich nicht sicher ist, welcher Panel-Typ in einem Gerät verbaut ist, kann auf das sogenannte „Touch Flash Phenomena“ zurückgreifen: Wenn man ein VA-Display im Betrieb berührt, entsteht ein wellenartiger Effekt mit Farb- und Helligkeitsveränderungen. Bei einem IPS-Panel hingegen bleibt das Bild stabil und flackert nicht!
IPS(Quelle: www.lgblog.de)

Für einen weiterführenden Einblick in die LCD-Technik und die verschiedenen Panel-Typen sei an dieser Stelle noch auf Wikipedia hingewiesen.
Wikipedia / Flüssigkrstallanzeigetypen

Windows 8.1 Preview – Ein Überblick

Win8_Wht_Blu286_S_rgbVor wenigen Tagen hat Microsoft die erste Preview-Version des im Herbst erscheinenden Windows 8.1 (Windows Blue) veröffentlicht. Mehr als 800 Neuerungen soll die neue, verbesserte Version gegenüber Windows 8 haben, sagte die Leiterin der Windows Sparte, Julie Larson-Green, auf der „Build“ Entwicklerkonferenz Ende Juni. Außerdem habe man die Anregungen und Kritik der Benutzer von Windows 8 bei den Weiterentwicklungen berücksichtigt.

Wir haben uns einen Überblick verschafft, was dabei herausgekommen ist, und berichten euch von den interessantesten Neuerungen für den Desktop- und Notebook-Bereich.

Bezugsquellen

Die Preview Version von Windows 8.1 kann über den Windows Store oder als iso-Download bezogen werden. Die Version aus dem Windows Store kommt ohne Product Key aus, möchte man hingegen die Preview aus der iso-Datei installieren, kann der benötigte Product Key aus der Microsoft FAQ zu Windows 8.1 (http://windows.microsoft.com/de-de/windows-8/preview-faq) bezogen werden.

Beide Fassungen sind Upgrades, die sich nicht wieder deinstallieren lassen. Geneigte Tester sollten also unbedingt einen Wiederherstellungsdatenträger anlegen, um zu ihrem vorherigen Betriebssystem zurückkehren zu können.

Installation

Die Installation der Preview dauerte auf unserem Testsystem ähnlich lange, wie die Installation der finalen Windows 8 Version – was in diesem Fall, SSD sei Dank, nicht sehr lange war.

Was während der Installation auffiel, war das Fehlen des Buttons „Ohne Microsoft Konto fortfahren“, denn die Windows 8.1 Preview lässt sich nicht mit einem lokalen Konto betreiben. Aber immerhin kann ein eventuell fehlendes Microsoft-Konto während der Installation eingerichtet werden.

Die finale Version von Windows 8.1, die im Herbst erscheinen wird, lässt dem Benutzer dann wieder die Wahl, ein lokales Konto oder ein Microsoft-Konto zu verwenden.

Erster Eindruck der Oberfläche

Die "neue" Startseite mit zusätzlichen Kachelgrößen und Button zum "Alle Apps"-Menü

Die „neue“ Startseite mit zusätzlichen Kachelgrößen und Button zum „Alle Apps“-Menü

Bereits beim ersten Blick auf die Startseite fällt auf: Es gibt zwei neue Kachelgrößen, sehr große und sehr kleine. Die großen Kacheln sind etwa doppelt so groß, wie die ehemals „großen“ Kacheln und sind in erster Linie für Live-Kacheln gedacht. Sie ermöglichen deutlich mehr Inhalte direkt auf der Kachel anzuzeigen, z.B. empfangene E-Mails oder Kalender-Einträge. Die kleinen Kacheln sind etwa ein Viertel so groß, wie die ehemals „kleinen“ Kacheln und richten sich eher an Power-User, die eine große Anzahl Apps auf Ihrer Startseite unterbringen möchten.
Grundsätzlich sind die Kacheln auch insgesamt etwas flexibler geworden, denn nun kann wirklich allen individuell eine Größe zugewiesen werden, was vorher bei einzelnen Kacheln nicht möglich war.

Unten links auf der Startseite befindet sich ein neuer Pfeil-Button, der eine direkte Umschaltung zum „Alle Apps“-Menü ermöglicht, so dass hierfür nicht extra die untere Seitenleiste geöffnet werden muss. Ein Pendant dazu befindet sich natürlich auch auf der „Alle Apps“-Seite. Auf diese Weise werden beide zu einer gut bedienbaren Einheit zusammengeführt und folgerichtig wurde die Unart abgestellt, dass neu installierte Programme ungefragt Kacheln auf der Startseite anlegen.

Dort wo der „Alle Apps“ Button vorher war, befindet sich nun ein Button „Anpassen“, über den die Gruppen auf der Startseite organisiert und benannt werden können. Beides geschieht direkt auf der Startseite, eine Umschaltung in den Miniatur-Modus entfällt.

... überzeugt das Ergebnis: Hier die Startseite mit Dektop-Hintergrund.

Die Startseite mit Desktop-Hintergrund.

Damit Startseite und Desktop zukünftig nicht mehr wie zwei unterschiedliche „Welten“ wirken, ist es nun möglich den Desktop-Hintergrund auch auf der Startseite und dem „Alle Apps“-Menü anzuzeigen. Die Funktion ist zwar ein wenig versteckt, man aktiviert sie über die „Taskleisten- und Navigationseigenschaften“, aber wenn man sie gefunden hat, überzeugt das Ergebnis. Die Startseite wird optisch deutlich aufgewertet, insbesondere auch deshalb, weil animierte Hintergrundbilder eingefügt werden können, die sich dem seitlichen Scrollen anpassen.
Als zusätzliche Neuerung kann man Windows 8.1 in den „Taskleisten- und Navigationseigenschaften“ auch veranlassen, nach dem Systemstart direkt auf den Desktop zu wechseln und nicht die Startseite zu laden.

Und … da war doch noch etwas an der Oberfläche …
… ach ja, richtig. Um es kurz zu machen: Windows 8.1 hat wieder einen Startbutton.

Gut – manch einer hat sich das mit dem Startbutton vermutlich anders vorgestellt und gehofft, es würde auch das bekannte gleichnamige Menü dazu geben, aber Microsoft hat sich entschlossen, das bisherige Windows 8 Konzept weiter zu verfolgen, und so wird man durch einen Klick auf den Button einfach auf die Startseite geführt.
Die Startseite selbst hat den neuen Startbutton übrigens auch und springt auf einen Klick zur der App zurück, die zuletzt den Fokus hatte.

Innere Werte

Auch hinter den Kulissen hat man einiges weiterentwickelt. So wurde z.B. die Split-Screen Funktion erheblich verbessert und ermöglicht nun eine sehr flexible Ausgestaltung der zur Verfügung stehenden Bildschirmfläche mit Programmfenstern.

Die „PC-Einstellungen“ haben nicht nur ein Facelift erhalten, sondern sind auch neu organisiert und inhaltlich erweitert worden.

Sehr viel Mühe hat man sich mit der neuen Suchfunktion gegeben, die nun eine Verzahnung von lokaler Suche und Websuche (Bing) ist. Auf die Eingabe eines Suchbegriffs wird automatisch ein regelrechtes Dossier mit zahlreichen Informationen, Links, Bildern sowie Audio und Video Material zusammengestellt, das auch ganz ansprechend und übersichtlich gestaltet ist. Ein Beispiel zum Suchbegriff „marilyn monroe“ finden Sie unten in der Bildergalerie.

Fazit

Alles in allem hinterlässt Windows 8.1 einen besseren ersten Eindruck beim Autor, als die aktuelle Windows 8 Version. Besonders die engere Zusammenführung von Startseite, „Alle Apps“-Menü und Desktop macht die Bedienung mit Tastatur und Maus deutlich effizienter und schlüssiger als es bei Windows 8 zur Zeit der Fall ist. Man darf gespannt sein, was sich noch bis zum Release der finalen Version im Herbst tut.

 

Bitte klicken Sie auf die Bilder, um eine vergößerte Ansicht zu sehen.

 

Weitere Informationen zu Windows 8.1 in englischer Sprache finden Sie im Windows Blog von Microsoft.

Stromverbrauch Haswell

i7-haswellÜber die neuen Haswell-CPUs von Intel wurde in diesem Blog schon ausführlich berichtet, doch eine Frage bleibt bisher vor allem für umwelt- und kostenbewusste PC-Nutzer aus: Wie hoch ist angesichts der gesteigerten Leistungen der neuen CPUs eigentlich deren Stromverbrauch? Daher werden die wichtigsten Fakten rund um das Thema Haswell-CPU und Stromverbrauch in diesem Beitrag geklärt.

Fully Integrated Voltage Regulator (FIVR)

Schon während der Entwicklung der neuen Architektur für die Haswell-Prozessoren wurde auf stromsparende Eigenschaften Wert gelegt. Wie im Beitrag „Haswell vs. Ivy Bridge“ bereits erwähnt, ist der sogenannte „Fully Integrated Voltage Regulator“ oder kurz FIVR eine der Neuerungen.  Wurden die Ivy-Bridge Prozessoren noch mit sechs Spannungsquellen versorgt, erfolgt die interne Spannungsversorgung der Haswell-Prozessoren nur noch über zwei Quellen. Die Hauptleitung versorgt Kerne, Cache, System Agents und Grafik-Einheit, was vor allem einen schnellen Wechsel zwischen hoher Leistung und Stromsparen ermöglicht. Die zweite Spannungsquelle wird ausschließlich vom Speicherinterface beansprucht.

FIVRII

Quelle: hothardware.com

Die „Stromspar-Technologien“…

Um die Energieaufnahmen der neuen Haswells auf einem moderaten Level zu halten, wurden sie außerdem mit neuesten Stromspar-Technologien ausgestattet. Hervorzuheben ist hier vor allem die erweiterte „Intel SpeedStep Technologie“. Sie schaltet nicht nur Spannung und Frequenz je nach Auslastung automatisch um, sondern nutzt auch verschiedene Strategien, um Energie zu sparen. Die bewährte „Intel Turbo Boost Technologie“ erhöht außerdem die Taktfrequenz des Prozessors, um je nach Auslastung eine optimale Mischung zwischen Geschwindigkeit und Energieeffizienz zu erzielen. Zu guter Letzt werden dank des Inaktivitätsstatus automatisch verschiedene Ruhezustände genutzt, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, falls sich der Prozessor im Leerlauf befindet.

… und die „Stromspar-Sondermodelle“

Für User mit besonderen Stromsparambitionen hat Intel zusätzliche Sondermodelle auf den Markt gebracht, die man an den Namenzusätzen S und T erkennt. Sie sind niedriger getaktet als ihre namentlichen Verwandten und haben somit vor allem bei niedriger Last einen geringeren Stromverbrauch. Dafür kommen sie besonders bei Höchstbelastungen nicht an die Leistungen ihrer Namensvetter heran. So taktet der Core i5-4670T zum Beispiel mit nur 3,1 Gigahertz pro Kern bei einer TDP von 65 Watt. Der Core i5-4670 hingegen hat einen Takt von 3,4 Gigahertz pro Kern und einer TDP von 84 Watt. Die Stromspar-CPUs eigenen sich daher vor allem für Office-PCs, Gamer sollten zu den Standardvarianten greifen.

„Thermal Design Power“

Der Strombedarf einer CPU wird vom Hersteller in der Regel mit dem Wert TDP angegeben. Diese Abkürzung steht für „Thermal Design Power“ und gibt die theoretisch mögliche Abwärme der CPU bei voller Auslastung an. Viele Hersteller geben diesen Wert vorsichtshalber etwas höher an, da er wichtig ist, um die nötige Leistung der CPU-Kühlung zu bestimmen. Er sollte daher eher als Hinweis auf den Strombedarf gesehen werden. Die TDP Angaben der neuen Haswell-CPUs liegen zwischen 35 und 84 Watt, die Ivy-Bridge-CPUs kommen

Quelle: Intel

Quelle: Intel

hingegen auf TDP-Werte zwischen 45 und 77 Watt (siehe Tabelle rechts). Diese Werte könnten bereits als Hinweis gesehen werden, dass die Haswell-Prozessoren einen etwas höheren Stromverbrauch haben, als ihre Vorgänger.

Die 4770K im Test

Um eindeutig messen zu können, wie sich die neuen Haswell-CPUs in Sachen Stromverbrauch schlagen, wurde die  i7-4770K mit ihrem Vorgänger, der i7-3770K, in verschiedenen Belastungsszenarien gegenübergestellt (siehe untere Tabelle). Zunächst wurde der Gesamtverbrauchswert im Leerlauf (IDLE) gemessen, schließlich folgten ein Test unter Teillast und zwei unter Volllast. Die ersten beiden Tests wurden mit Hilfe von Cinebench durchgeführt, einem Tool das Prozessoren und Grafikkarten eines Systems testet und eine objektive Einschätzung ausgibt, wie viel Power ein PC-System hat. Es eignet sich daher perfekt, um verschiedene CPUs miteinander zu vergleichen. Im ersten Test wurde ein Kern mit maximal möglichem Turbo getestet, im Zweiten wurden alle Kerne beansprucht. Im letzten Test wurde das System über die maximalen Grenzen hinaus belastet. Hilfe bietet hier das Testprogramm Prime-95, das bei zu starker Übertaktung des Rechners eine Fehlermeldung ausgibt, ohne dass Windows oder andere Programme Schaden nehmen.

Quelle: Computerbase.de

Quelle: Computerbase.de

Fazit

Im Test hat die i7-4770K gegenüber ihrem Vorgänger vor allem unter Vollbelastung einen etwas höheren Stromverbrauch. Im IDLE-Betrieb und unter Teillast kann die i7-4770K zwar noch mit gleichen bzw. besseren Werten punkten, doch mit steigender Auslastung steigt auch der Verbrauch deutlich an und übersteigt den der i7-3770K sogar. Damit zeigt sich die i7-4770K jedoch keineswegs als gnadenloser Stromfresser, denn bereits die Ivy-Bridge Prozessoren zeichneten sich durch einen vergleichsweise geringen Stromverbrauch aus. Darüber hinaus kommt der geringe Stromverbrauch unter Teillast wohl den meisten PC-Nutzern zugute, da PCs in der Regel nie dauerhaft voll belastet werden.