CSL-Computer Shop

CSL-Computer: Blog

Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

DDR4-RAM

DDr4Nachdem die Spezifikation für DDR4-RAM, dem Nachfolger des aktuell gängigen DDR3-Speichers, bereits im September 2012 von der JEDEC genehmigt wurde, beginnen Branche und Endkunden sich langsam zu fragen, wann denn nun mit den neuen Wunder-Riegeln zu rechnen ist. Wir haben uns mal umgesehen.

Die Technik

DDR ist eine Abkürzung für „double data rate“ (Doppelte Datenrate) und wurde 1999 als Weiterentwicklung des bis dahin gängigen SDRAM (SD = Synchronous Dynamic) geboren. Zwar gab es Ende der 90er Jahre auch Konkurrenten zum SDRAM Standard, aber diese manövrierten sich praktisch selbst ins Abseits, so dass DDR-SDRAM der unangefochtene Platzhirsch in der Speichertechnik wurde und bis heute blieb. Damals war dann und wann zu lesen, dass die doppelte Datenrate für eine Geschwindigkeitsverdoppelung gegenüber SDRAM sorgen würde, was aber nicht der Fall ist. Dass DDR-RAM trotzdem deutlich schneller arbeitet, nämlich mit zwei Datenpaketen pro Takt, ist hingegen richtig.

Um den wachsenden Anforderungen an die Arbeitsgeschwindigkeit und die Speichergrößen Rechnung zu tragen, wurden in den letzten 10 Jahren verschiedene weitere DDR-Standards von der JEDEC verabschiedet. Auf den ursprünglichen Standard DDR folgten DDR2 sowie DDR3 und nun gibt es seit gut einem Jahr eine Spezifikation für DDR4.

Um jetzt nicht alle ollen Kamellen der letzten Dekade aufzuwärmen, beschränkt sich folgende Gegenüberstellung auf einen Vergleich zwischen DDR3- und DDR4-RAM. Sowohl DDR3 als auch DDR4 gibt es in verschiedenen Varianten, die jeweils zusammengefasst als Min. und Max. angegeben sind.

Chip Effektiver Takt Datenrate pro Modul Spannung
Min Max Min Max
DDR3 800 MHz 2133 MHz 6,4 GB/s 17 GB/s 1,5 V
DDR4 1600 MHz 3200 MHz 12,8 GB/s 25,6 GB/s 1,2 V

Wie es aussieht werden die Speichertimings „CAS Latency“ und „RAS-to-CAS Delay“ bei DDR4 unverändert bleiben.

Auch physisch wird es bei DDR4 einige Änderungen gegenüber den Vorgänger-Generationen geben. So erhöht sich z.B. die Anzahl Kontakte an den DIMMs von 240 (DDR3) auf 284 (DDR4).

Die zu erwartenden Speichergrößen laden zum Träumen ein. Geplant ist, DDR4-Module mit mindestens 4 GB pro Modul zu bestücken und laut JEDEC liegt die Obergrenze bei 128 GB pro Modul. Auf einem kompatiblen Mainboard mit lediglich 2 DIMM-Slots würde also 256 GB Arbeitsspeicher realisierbar werden.

Die Einführung

Zur Markeinführung von DDR4 gibt es aktuell viele und sehr verschiedene Meldungen. So heißt es mal, die Einführung würde noch Ende 2013 vollzogen, was mittlerweile (20.12.2013) allerdings etwas unwahrscheinlich klingt. Andere berichten, dass DDR4-RAM ab Anfang 2014 für Server-Plattformen von Intel zur Verfügung stehen würde und für den Endkunden-Markt erst 2015. Wieder andere gehen von einer Markteinführung im Jahr 2016 aus.

Kurzum: Es scheint um die Einführung noch diverse Irrungen und Wirrungen zu geben, die allerdings nicht alleine auf dem Mist der Speicherhersteller gewachsen sind, sondern in erster Linie durch offenbar fehlende oder bislang unbekannte Pläne zur Schaffung kompatibler Plattformen begünstigt werden.

Kürzlich war in der Online Ausgabe des PC Games Hardware zu lesen, dass der Speicherhersteller Crucial, trotz fehlender Plattformen, seinen DDR4-Speicher Anfang 2014 auf den Markt bringen will. Der Autor des Artikels spekuliert hier sicher nicht ganz unberechtigt, dass es wohl in erster Linie um Prestigeaufbau aus Marketinggründen geht.

Zusammengefasst kann man sagen: Nichts Genaues weiß man nicht. Wir werden die Einführung wohl alle erleben, wann, wird sich zeigen.

Neue Techniken für die Interaktion mit dem Computer

EyetrackingDie Bedienung eines Computers, Notebooks oder Smartphones hat sich im Laufe der Zeit sehr stark verändert. Vor allem in den letzten 5-6 Jahren hat die Entwicklung enorme Sprünge gemacht. Da wäre zum Beispiel die Bedienung eines Handys per Touchscreen: Vor wenigen Jahren noch undenkbar oder nur sehr vermögenden Menschen vorbehalten, gehört diese Technologie heutzutage zur Selbstverständlichkeit.

Mittlerweile ist der Touchscreen auch in die Welt der Notebooks und Desktop-PCs vorgedrungen. So hat Microsoft beispielsweise bei der Entwicklung seines neuen Windows Betriebssystems sehr viel Wert auf die Bedienbarkeit per Touchscreen gelegt.

Momentan ist die Situation ähnlich wie bei den Smartphones: Touch-Notebooks oder -Monitore sind noch vergleichsweise teuer und generieren noch kein besonderes Interesse bei der Mehrheit der Nutzer. Allerdings hat man schon bei den Smartphones gesehen, wie schnell sich diese Situation ändern kann.

Im Bereich der Spielekonsolen

Eine neue Entwicklungsstufe in Sachen Bedienung wurde in diesem Jahr durch die kürzlich erschienene Spielekonsole Xbox One erreicht. Mit Hilfe des bereits bekannten Kinect-Systems, das schon bei der Xbox 360 mit Hilfe einer Kamera bestimmte Bewegungsabläufe des Nutzers nachvollziehen konnte, wurde eine neue Sprach- und Bewegungssteuerung für die Xbox One entwickelt. So kann der Nutzer beispielsweise bequem per Sprachbefehl zwischen TV, Internet oder Spiel hin und her wechseln oder sogar bestimmte Interaktionen im Spiel selbst steuern. Dank der integrierten Kamera im Kinect 2 können natürlich auch wieder Bewegungen nachvollzogen werden, die bei bestimmten Spielen genutzt werden können.

Zukunftsmusik

Doch was könnte als nächstes kommen? Was würde die Bedienung eines Computers noch einfacher gestalten als ein Touchscreen oder ein Sprachbefehl?

Eine mögliche Antwort auf diese Frage könnte die sogenannte Eye-Tracking Technologie sein, dessen finales Ziel es ist, ein Gerät allein mit den Augen steuern zu können. Bei dieser Technologie wird mit einer Infrarot-Lichtquelle und einer Kamera, die Bilder des Auges aufnimmt, gearbeitet. Um die genaue Blickrichtung des Nutzers zu bestimmen, werden die sogenannten Kornea-Reflex- und Bright-Pupil-Effekte genutzt. Kurz gefasst: Mit dieser Technologie kann auf wenige Millimeter genau nachvollzogen werden, wo und wie lange jemand auf einen bestimmten Punkt schaut.

Sie wird bereits seit einigen Jahren unter anderem im medizinischen Bereich oder auch im Bereich der Marktforschung eingesetzt, hat allerdings erst jetzt den passenden Miniaturisierung-Grad erreicht, um sie in gewöhnliche Bildschirme/Laptops/Smartphones zu integrieren.

Doch was für Möglichkeiten und vor allem Vorteile bringt diese Technologie im Vergleich zu der Bedienung per Touchscreen? Zunächst einmal wäre ein viel schnelleres Arbeiten möglich, da sich das menschliche Auge ganz einfach viel schneller als die Hände bewegen kann. Auch im Gaming-Bereich könnte die Eye-Tracking Technologie enorme Interaktionsmöglichkeiten bieten. Der Spieler könnte das Spiel alleine mit seiner Aufmerksamkeit auf bestimmte Objekte oder Personen steuern und das Spiel könnte die angeschauten Personen entsprechend reagieren lassen.

Allerdings gibt es noch einige Kinderkrankheiten bei dieser Technologie. Da wäre zum Beispiel die Ausübung eines „Mausklicks“ im Desktop-Bereich. Augenzwinkern stellt beispielsweise keine Alternative dar, da der Mensch von Zeit zu Zeit automatisch zwinkert und ständiges Zwinkern zu Augenschmerzen führen kann.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir durchaus gespannt in die Zukunft blicken können. Die Eye-Tracking Technologie bringt unglaubliches Potential mit sich und kann eine außergewöhnliche Rolle in der zukünftigen Bedienung von Computern, Notebooks, Smartphones und anderen mobilen Geräten spielen. Hinzu kommt, dass die Entwicklung in der Zukunft mit Sicherheit nicht einschlafen wird und neue, heute nicht vorstellbare Technologien erforscht und präsentiert werden.

XPloits – Der Schüttelrampfer am Rüttelstampfer

pic1Wieder einmal haben wir uns versammelt, um einen alten XP-PC in die ewigen Jagdgründe zu schicken.  Dieses Mal steht unserem Mr. Mouse ein Rüttelstampfer oder auch Vibrationsstampfer zur Seite.

Was das ist?

Laut Wikipedia ist das ein Arbeitsgerät, das auf Baustellen eingesetzt wird, um auf Kleinstflächen grobkörnigen, gemischtkörnigen oder bindigen Boden zu verdichten. Dies macht er, in dem sein Mehrfeder-Schwingungssystem die rotierende Bewegung seines Benzin- oder Elektro-Motors in eine rhythmische auf und ab Bewegung des Schwingfußes umsetzt.

Jaaa … dann ist ja alles klar!

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, eine ähnliche Beschreibung schon mal bei einem anderen, viel kleineren „Arbeits-“ Gerät gelesen zu haben, aber lassen wir das.

Alles in allem klingt das genau nach dem, was wir brauchen: Wir arbeiten auf einer Kleinstfläche (PC-Miditower-Seitenwand) und … gut, wir verdichten nichts grobkörniges, sondern lockern etwas Verdichtetes in grobe Bröckchen auf … aber – naja, das wird schon funktionieren.

Also schnell den 40-Tonner gesattelt, um Mr. Mouse heran zu karren und ab die Post.

So richtig erfreut schien unser zarter, Eiskunstlauf begeisterter Freund allerdings nicht von dieser Idee zu sein. Er würde sich Sorgen um seine zarten Füßchen machen, nörgelte er. Wie er denn je wieder als Unterwäsche-Model arbeiten solle, wenn es schief läuft, wollte er wissen.

Was sollten wir also tun?

Zu unserem Glück war Rüttelstampfer-Experte Hasan I. bereits vor Ort und erlöste uns mit einer zündenden Idee aus unserer prekären Situation. „Ernennt ihn doch einfach zum Schüttelrampfer ehrenhalber“.
„Schüttelrampfer? Was soll das denn sein?“, wollten wir wissen.
„Was spielt das für eine Rolle?“, entgegnete Hasan und man konnte genau in seinem grinsenden Gesicht ablesen, dass er unseren ziemlich starken, aber dafür nicht besonders hellen Freund Mr. Mouse durchschaut hatte.
Jetzt hatten auch wir es verstanden: Ein Orden aus Kotelett-Knochen und Kronkorken war schnell gebastelt und so ernannten wir Mr. Mouse in einer feierlichen Zeremonie zum Schüttelrampfer ehrenhalber.

Sichtlich gerührt nahm der frische gebackene Mr. Mouse S.e. seinen Orden entgegen und für den Bruchteil einer Sekunde sah es so aus, als würde eine winzige Träne von maximal 2-3 Litern die weite Ebene seiner rechten Wange hinabfließen.

pic8Jedenfalls erklärte er sich bereit, zum Rüttelstampfer zu greifen und alten XP-PC platt zu machen. Und das tat er dann auch …

 

 

 

Hier geht’s zum Video

 

HAMR – Festplatten-Technologie der Zukunft?

Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht, dass er jemals 1, 2 oder sogar 4 Terabyte-HDDs benötigt?

Heutzutage reizen nicht wenige den maximalen Speicherplatz bei 3,5“ HDDs von 4000 GB oder 2000 GB bei 2,5“ Festplatten voll aus und die Nachfrage nach immer größeren Kapazitäten kommt auf.

MP3s, hochauflösende Bilder, Filme im HD- und Blu-ray-Format, umfangreiche Simulationen und Projektdateien … die Datenmengen, die wir täglich für Beruf und Freizeit benötigen, nehmen stetig zu. Wenn man sich aber die Speicherkapazität bei Festplatten anguckt, muss man feststellen, dass diese seit einiger Zeit stagniert.

 

Das Problem

Mit der heutigen Aufzeichnungstechnik Perpendicular Magnetic Recording (PMR) scheinen größere Festplatten nicht mehr möglich zu sein.

Dabei besteht folgendes Problem:

Um mehr Daten auf eine Festplatte zu bekommen, müssten die Schreib-/Leseköpfe sowie die Datenspuren noch weiter verkleinert werden. Dies ist jedoch beim PMR-Verfahren nicht mehr möglich, da sonst die Einheiten Ihre ferromagnetischen Eigenschaften verlieren und superparamagnetisch werden. Das heißt, die thermische Energie liegt dann über der magnetischen, was zu einer Zerstörung der Domänenordnung und der Bits führt.

Kurz gesagt: Die Daten können nicht gespeichert werden! Durch Thermisch stabileres Material kann dieser Effekt reduziert werden, jedoch sind dann wesentlich stärkere Magnetfelder erforderlich.

 

Die Lösung?

Eine Alternative zum PMR-Verfahren stellt deshalb HAMR – Heat-Assisted Magnetic Recording – dar. Hierbei erwärmt ein im Schreib-/Lesekopf integrierter Mini-Laser punktuell das Medium. Dadurch kann die Stärke des benötigten Magnetfeldes reduziert werden und die geschriebenen Daten bleiben beim Abkühlen des Mediums erhalten.

Bildquelle: Seagate

Bildquelle: Seagate

Beim Erhitzen wird jedoch das schützende Schmiermittel der Festplatte verdampft. Um dem entgegen zu steuern, soll aus nanometerdünnen Kohlenstoffröhrchen bei Bedarf Schmiermittel für die Festplattenoberfläche aufgetragen werden.

 

Ausblick

Bereits im Jahre 2002 hat der Hersteller Seagate das HAMR-Verfahren erstmals angekündigt und im Oktober 2013 wurde dann der erste Prototyp mit der neuen Technik vorgestellt. Auch Western Digital präsentierte Mitte November seinen HAMR-Prototyp

Durch HAMR soll eine Datendichte von bis zu 10 Terabit pro Quadratzoll realisiert werden. Das entspricht einer 3,5“ Kapazität von bis zu 60.000 GB bzw. einer Kapazität von bis zu 20.000 GB bei 2,5“ Festplatten.

Da die HAMR-Technologie jedoch noch sehr anfällig ist, ist der Zeitpunkt, wann diese Festplatten in Serienproduktion gehen, ungewiss.  Vorerst hat Seagate für das kommende Jahr eine Festplatte mit 6,4 TB angekündigt. Vermutlich wird das HAMR-Verfahren, mit dem die Hersteller die Festplattenkapazität verfünffachen wollen, nicht vor 2015 zur Marktreife gelangen.

XPloits – Zwei Schwergewichte für ein Halleluja

Wir melden uns heute aus dem schönen Fürstenau bei Osnabrück, wo uns in der ehemaligen Bundeswehr Panzer-Kaserne ein Aufeinandertreffen von Weltformat erwartet. Schwergewicht gegen Leichtgewicht – DAS hat es noch nie gegeben!

Heute erstmals als Tag-Team – die Favoriten:

pic5In der asphaltierten-Ecke, mit einem Kampfgewicht von 48 Tonnen, einer Kraft von 800 PS und einem Verbrauch von etwa 1100 Litern Treibstoff – der olivgrüne, britische T-48 Paaaaaaaaaaanzerrrrr.

In der Buffet-Ecke, mit einem fast ebenbürtigen Kampfgewicht, einer Kraft von auch nahezu 800 PS und einem Verb(r)auch von etwa 1200 Litern zuckerhaltigem Treibstoff – der in komplett schwarz gekleidete, kahl-rasierte Mr. Mooouuuuuuuuuuuuse.

Und die Gegner:

pcs_panzerIn der Nerd-Ecke, mit einem Kampfgewicht von jeweils 8 Kg, einer Kraft von … naja, lassen wir das … und einem Verbrauch von etwas Strom – die schwarz lackierten, mit Kunststoff-Front ausgestatteten und ziemlich alten XP-PCeeeeeeeeeees.

 

Die Kontrahenten nehmen Ihre Positionen ein. T-48 lässt eindrucksvoll den Motor dröhnen und Mr. Mouse zerkaut, auf ihm stehend, gelassen den Rest seines Familien-Pizza Snacks.

Werfen wir einen Blick auf die Gegner. Wie wird das Gesehene auf sie wirken?

Die alten XP-PCs stehen seelenruhig und völlig unbeeindruckt auf der Straße herum und harren der Dinge die da kommen mögen. Das ist psychische Stärke… das ist Willenskraft!

T-48 setzt sich in Bewegung, die Ketten quietschen, der Motor röhrt, eine dunkelgraue Abgaswolke breitet sich aus. Er kommt näher … und näher … noch immer keine Reaktion bei den PCs … ja wissen die denn nicht, was jetzt passiert? Das ist der Wahnsinn!

pic11Sie treffen aufeinander … und … auuuuuuh … komplett überrollt … DAS hat sicher wehgetan. XP-PC Nr. 1 ist aus dem Rennen, wer hätte gedacht, dass der sich so einfach platt machen lässt. Von seiner ursprünglichen Höhe von 50 cm sind ihm bestenfalls noch 2 cm geblieben. Hier ist wohl Schluss für ihn … oder kommt er noch einmal zurück? Nein – das war es. Der Ringrichter winkt die Sanitätstechniker heran und lässt den armen Kerl von Straße tragen.

Wie werden die anderen PCs jetzt reagieren? Nehmen sie das Heft in die Hand und schlagen zurück und bleiben sie bei ihrer stoischen Zermürbungstaktik? Keine Reaktion … sehen sie nicht, was auf sie zukommt oder wollen sie es nicht sehen?

Schauen wir auf die Favoriten: Mr. Mouse gibt dem T-48 Signal sich zu drehen und da geht es schon wieder los. Er fährt schnurgerade auf den nächsten PC zu und … uuuuuuh … das hat gesessen. Ich glaube, es sieht noch schlimmer aus, als beim ersten PC. Was sagt der Ringrichter? … er zählt ihn an … 7, 8, 9, K.O.! Das ging ja schnell.

Wir alle wussten, dass die PCs eher den Underdog geben, aber dass sie sich praktisch kampflos ihrem Schicksal ergeben – das hat wahrscheinlich niemand für möglich gehalten.

Aber es steht ja noch einer der XP-PCs – nun hängt alles an ihm.

pic16T-48 führt bereits die nächste Drehung durch und rollt direkt ins Geschehen zurück. Jetzt muss doch mal was vom PC kommen! Was ist da los … er kann doch nicht … auuuuuuuh … total zerquetscht. Der Ringrichter zählt, aber das könnte er sich auch sparen. Hier ist auf den ersten Blick zu sehen, dass nichts mehr geht – der ist ja noch platter als die anderen beiden PCs.

Damit ist es aus … mit einem K.O. Sieg in der dritten Runde beenden Mr. Mouse und T-48, das für die XP-PCs demütigende Spektakel und werden ihrer Favoriten-Rolle absolut gerecht.

Wir verabschieden uns aus Fürstenau und geben zurück zu YouTube. Guten Tag!

AMD Kaveri – Architektur

AMD Roadmap

AMD Roadmap

Auf der offiziellen AMD Roadmap wird „Kaveri“ (Die Kaveri ist ein Fluss im südlichen Indien, ist den Hindus heilig und wird daher oft auch „Ganges des Südens“ genannt) bereits im Jahr 2012 als kommende Entwicklungsstufe für Desktop CPUs erwähnt. Danach tauchten wiederum Gerüchte auf, diese CPU-Architektur sei komplett und ersatzlos von der Liste der x86-Architektur gestrichen worden. Dies wurde allerdings von AMD bestritten und stellte sich letztendlich auch als Fehlinformation heraus. Tatsächlich wurden die Richland-APUs dazwischen geschoben und vor Kaveri herausgebracht. Somit  waren sie der offizielle Nachfolger der erfolgreichen Trinity A-Serie von AMD.
Nachdem die Gerüchteküche also ordentlich die Abfolge der CPU-Generationen thematisierte, wurde nun um die Fähigkeiten der neuen APUs diskutiert und spekuliert. Hoch im Kurs stand hierbei der zu verwendende Speicher. Es wurde spekuliert, dass die Kaveri-CPUs nicht wie bisher üblich DDR3-Speicher, sondern den bisher nur in  Grafikkarten eingesetzten GDDR5-Speicher verwenden würden, wovon letzendlich die integrierte Grafikeinheit erheblich profitieren würde.

AMD Roadmap 2013

AMD Roadmap 2013

Doch all diese Gerüchte wurden nach einigem weiteren Hin und Her durch die Veröffentlichung der offiziellen Roadmap auf der Computermesse Computex in Teipei Lügen gestraft. Dort kündigte AMD ihre neue APU-Generation offiziell für Anfang 2014 (Auslieferung ab 14.01.2014) an.


Fakten

Was kann nun aber diese neue APU (Accelered Processing Unit) wirklich?
Sie kombiniert zwei Steamroller-Module mit einer GCN-Grafikeinheit (Graphics Core Next), ist nach der neuen 28 Nanometer Fertigung produziert und benötigt den neuen FM2+ Sockel, der jedoch abwärtskompatibel zu Trinity und Richland (FM2) ist. Diese Kombination ermöglicht mehr Leistung bei gleichzeitig höherer Effizienz (die TDP sinkt von 100 auf 95 Watt).
Darüber hinaus kann Kaveri erstmals dank HSA (Heterogeneous System Architecture) einheitlichen Speicher für CPU und GPU verwenden. AMD  nutzte dafür bei den Kaveri APUs Huma (Heterogeneous Uniform Memory Access), eine neu entwickelte Speicherarchitektur, die wohl die größte Neuerung der Kaveris wird. So kann die GPU Berechnungen von der CPU übernehmen und diese somit entlasten. Außerdem erhält Kaveri einen DSP-Kern, der Trueaudio berechnet und somit nicht nur den Klang verbessert, sondern ebenfalls die CPU entlastet.
Auch wird Kaveri die neue Mantle-API unterstützen, über die wir in unserem Blog bereits berichtet haben.

Fazit

Was Kaveri letztendlich an Leitungsplus entgegen Richland bringt, werden wir berichten wenn erste Leitungstests und genaue Spezifikationen verfügbar sind.
Derzeit wird spekuliert, dass Kaveri bis zu 30 Prozent mehr Leistung bringen könnte.

 

XPloits – Begegnung der Titanen

Was braucht man für einen ordentlichen Videodreh?

Ein Hauptdarsteller, nach Möglichkeit ein echtes Schwergewicht? Check!

Action? Zerstörung? Und das Ganze natürlich in beeindruckenden Bildern?  Check! Check! …und Check!

Ein stimmungsvolles Ambiente und eindrucksvolle Location? Check!

Denn wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut und unsere Location-Scouts in der ganzen Welt nach den richtigen Drehorten suchen lassen.

Und wir haben Sie gefunden: Das geheime Hammer-Testgelände, die Area 35 und jetzt….Neustadt am Rübenberge!

Wer kennst Sie nicht, die Metropole an der Leine nordöstlich des Steinhuder Meeres und Toten Moores, immerhin eine der flächengrößten Städte Deutschlands? Geprägt von der Leineaue, die sich von Nord nach Süd erstreckt, und pleistozänen Sandaufwerfungen, westlich der Leine und nördlich der Stadt, stellt dieser Landstrich eine pittoreske Umgebung dar.

Hier im Speckgürtel von Hannover, wo die Blaubeerfelder blühen, hatte Mr. Mouse allerdings wenig Gespür für die malerische Landschaft. Seine ganzes Augenmerk galt vielmehr dem „Brecher“, Gesamtgewicht: 3,4 Tonnen! Gleich und gleich gesellt sich gern, dachte sich unser Mr. Mouse, und lieh sich den possierliche Schredder kurzer Hand aus, um seinen alten XP-PC stilvoll zu zerkleinern. Geschüttelt, nicht gerührt bitte!

pic9Freudig verzückt und träumerisch entrückt schweift sein Blick in den Schredder Schlund, während der Brecher seine destruktive Urgewalt entfacht und der pulsierende Motor den Soundtrack zu Mr. Mouse‘ Zerstörungsfantasien spielt.

Nachdem der Computer in seine Moleküle zerlegt wurde, die Dreharbeiten beendet und die Kameras sowie der „Brecher“ abgebaut waren, sah man Mr. Mouse auf einem Steinhügel am Rande des Schrottplatzes stehen. In seinen Augen reflektierte der ferne Sonnenuntergang einen  Schimmer von Unendlichkeit, und auf seinen Lippen ein Gedicht eines der großen Söhne der Stadt Neustadt am Rübenberge, Ludwig Höltby:

Sie ist dahin, die Maienlieder tönte,
Die Sängerin,
Die durch ihr Lied den ganzen Hain verschönte.
Sie ist dahin!
Sie, deren Ton mir in die Seele hallte,
Wenn ich am Bach,
Der durchs Gebüsch im Abendgolde wallte,
Auf Blumen lag!

Sie gurgelte, tief aus der vollen Kehle,
Den Silberschlag:
Der Widerhall in seiner Felsenhöhle
Schlug leis‘ ihn nach.
Die ländlichen Gesäng‘ und Feldschlameien
Erklangen drein;
Es tanzeten die Jungfrau’n ihre Reihen
Im Abendschein.

Sie horchten dir, bis dumpf die Abendglocke
Des Dorfes klang.
Und Hesperus, gleich einer goldnen Flocke,
Aus Wolken drang;
Und gingen dann im Wehn der Maienkühle
Der Hütte zu,
Mit einer Brust voll zärtlicher Gefühle,
Voll süßer Ruh.

(Auf den Tod einer Nachtigall, Ludwig Christoph Heinrich Höltby)