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Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

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Wichtiges Update für Samsung 840 Evo SSDs

Vor wenigen Tagen hat Samsung ein Firmware-Update für die beliebten SSDs der 840 Evo-Reihe herausgebracht.

Anlass ist ein bekannter Fehler, der die Leseraten bei älteren Dateien erheblich drosselt – teilweise bis auf ein Zehntel der eigentlich möglichen Geschwindigkeit. Das Problem tritt nur bei Dateien auf, die für einen längeren Zeitraum inaktiv waren, d.h. nicht genutzt wurden.

Abhilfe für dieses Fehlverhalten bringt das Update, das über die Webseite von Samsung heruntergeladen werden kann. Dabei wird zunächst die Firmware auf den neuesten Stand gebracht und anschließend werden die existierenden Daten überprüft und kalibriert. Dieser Vorgang kann einige Zeit dauern und es wird empfohlen, wichtige Dateien vorher zu sichern. Zudem sollten 10% des Speicherplatzes frei sein.

Quelle: heise.de

Quelle: heise.de

Bisher steht das Patch nur für Windows-Nutzer zur Verfügung.

Das Update Samsung SSD 840 EVO Performance Restoration Software mit der Versionsnummer EXT0CB6Q (840 Evo) und EXT42B6Q (840 Evo mSata) sowie eine Installationsanleitung finden Sie auf folgender Seite:
http://www.samsung.com/global/business/semiconductor/samsungssd/downloads.html

GeForce GTX 980 & GTX 970 – die neue Grafikkarten-Generation Maxwell

Mit der GeForce GTX 980 und der GTX 970 hat NVIDIA seit dem 19. September zwei neue Karten im High-End-Segment am Start. Die beiden Topmodelle basieren auf der Maxwell-Architektur, die bereits vor einem halben Jahr veröffentlicht wurde, bisher aber nur im Notebook-Bereich und der günstigen NVIDIA GeForce GTX 750 Ti zum Einsatz kam.

Im Vergleich zur vorausgegangenen Kepler-Architektur hat NVIDIA die Mikroarchitektur des Maxwell-Grafikprozessors grundlegend verändert. In der GeForce GTX 750 Ti wurde mit dem Grafikprozessor GM107 noch die „erste Maxwell-Generation“ verbaut. Diese wurde weiterentwickelt und die zweite Generation mit der GPU GM204 stellt nun das Grundgerüst der neuen Topmodelle.

Hauptaugenmerk bei der Entwicklung lag neben der Performancesteigerung auf einer verbesserten Energieeffizienz. Bereits bei der GeForce GTX 750 Ti war eine deutliche Verbesserung von Performance/Watt zu beobachten.

 

Maxwell-Mikroarchitektur – mehr Grafikleistung pro Watt

Der GM204-Grafikkern der GTX 980 verfügt über vier „GPCs“ (Graphics Processing Cluster), mit jeweils 16 Streaming Multiprozessoren. Diese wiederum bestehen aus 128 Shader-Einheiten (Cuda-Cores) – also insgesamt 2048 Shader-Einheiten. Die Streaming Multiprozessoren sind in vier Cluster mit eigener Kontrolllogik unterteilt. Dadurch besitzt jeder Streaming Multiprozessor vier Kontrolllogiken, im Gegensatz zu einer Kontrolllogik bei der vorangegangenen Kepler-Architektur, wodurch Rechenaufgaben besser verteilt und deutlich effizienter bearbeitet werden können. Nach Herstellerinformationen steigt dadurch die Rechenleistung jeder Shader-Einheit um 50 Prozent, was gleichzeitig den Stromverbrauch senkt.

Eine weitere Verbesserung liegt im größeren L2-Cache, der um 25% auf insgesamt 2 MB angewachsen ist. Es können somit mehr Informationen abgelegt werden, stehen schneller zur Verfügung und der Zugriff auf den langsameren Grafikspeicher muss seltener erfolgen.

Des Weiteren wurde die Anzahl der Raster Operation Prozessoren (ROPs) verdoppelt. Insbesondere bei hohen Auflösungen und mehrfacher Kantenglättung wird dadurch eine Performancesteigerung erreicht.

Auch beim Grafikspeicher hat NVIDIA Hand angelegt und der GeForce GTX 980 4 GB GDDR5-RAM spendiert, die mit einem effektiven Takt von 7 GHz arbeiten.

 

Neue Technologien

Mit der zweiten Maxwell-Generation hat NVIDIA auch gleich einige neue Technologien im Gepäck, die die Grafikleistung zusätzlich verbessern sollen.

Besonders interessant ist dabei die Dynamic Super Resolution (DSR), die das Downsampling von Spielegrafiken ermöglicht. In der Praxis heißt das, dass die Darstellungen in einer höheren Auflösung berechnet werden als der Monitor diese ausgeben kann. Danach wird das berechnete Bild auf die eigentliche Monitorauflösung herunterskaliert. Der Endeffekt dieser Prozedur ist ein feineres, deutlich glatter gezeichnetes Bild als es die eigentliche Monitorauflösung hergeben würde. Nachteil ist jedoch, dass diese Technologie einen deutlichen Mehraufwand an Performance kostet. Im Falle der GTX 980 ist davon jedoch reichlich vorhanden und insbesondere weniger rechenintensive Spiele können so mit signifikant verbesserter Grafik dargestellt werden.

 

Eine weitere Neuerung ist die Voxal Global Illumination (VXGI), mit der es erstmals möglich ist, dynamisches Licht auf bewegte Objekte in Echtzeit zu projizieren. Global bedeutet in diesem Zusammenhang, das sogar indirekte Beleuchtung – das heißt: inklusive der Lichtreflektionen von anderen Objekten – abgebildet werden kann. Bisher war eine indirekte Beleuchtung von Szenen extrem rechenintensiv und leistungshungrig, so dass in Spielen nur eine Berechnung von direkter Beleuchtung in Echtzeit möglich war. Mit VXGI hat sich dies geändert und eröffnet vollkommen neue, realistische Beleuchtungsszenarien innerhalb eines Games. Wie diese Technologie funktioniert, wird im unten stehenden Video genauer erklärt.

 

Desweiteren sollen Maxwell-Karten mit zukünftigen Treiber-Updates in der Lage sein, Multi Frame Anti-Aliasing (MFAA) zu realisieren. In diesem Kantenglättungsmodus werden die Polygonkanten zweifach mit herkömmlichen MSAA (Multi Sample Anti-Aliasing) geglättet und anschließend die aufeinanderfolgenden Bilder per Filter zu einem zusammengesetzt. Der Berechnungsaufwand soll dabei dem eines zweifachen MSAA-Verfahrens entsprechen, der effektive Output aber dem einer vierfachen MSAA-Berechnung.

Da dieser Kantenglättungsmodus aber noch nicht in den aktuellen Treibern implementiert ist, bleibt die tatsächliche Umsetzung abzuwarten.

 

Eine Übersicht über die neuen Technologien der Maxwell-Generation und wie sie funktionieren, bietet das Präsentationsvideo von NVIDIA.

 

Mit der GeForce GTX 980 und 970 hat NVIDIA zwei neue Modelle ins Rennen um die Spitzenplätze im Grafikkartenbereich geschickt. Das Versprechen, mehr Grafikpower pro Watt zu liefern ist auf jeden Fall geglückt. Die neuen Karten zeigen sich deutlich genügsamer als die Modelle der Kepler-Reihe.

Das Maxwell-Flaggschiff konnte sich in verschiedenen Tests als zurzeit schnellste Single-GPU-Karte präsentieren und sich im Vergleich zur NVIDIA GeForce GTX 780 Ti um bis zu 10% absetzen. Lediglich die Dual-GPU-Karten GeForce GTX 690 sowie die Radeon R9 295X2 können momentan ein noch größeres Potential für High-End-Gaming in die Waagschale werfen.

 

Die neuen GeForce Maxwell-Grafikkarten GTX 980 und GTX 970 erhalten Sie in unserem Online-Shop.