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CSL-Computer: Blog - Infos und Hintergründe zu aktueller PC-Technik

AMD Radeon R9 380X – Tonga XT im Vollausbau

Am 19. November hat AMD seine neue Grafikkarte Radeon R9 380X mit Antigua-XT-GPU vorgestellt. Die R9 380X platziert AMD im beliebten Preissegment zwischen 200 € und 300 €, in dem bisher eine Lücke im aktuellen Portfolio des kalifornischen Chipherstellers klaffte. Diese wurde jetzt geschlossen und eine Mittelklasse-Grafikkarte präsentiert, die ein attraktives Preis/Leistungsverhältnis bietet und auf das Gaming in Full HD 1080p bzw. der höheren WQHD 1440p-Auflösung abzielt.

 

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Quelle: AMD

 

Bei der AntiguaXT-GPU handelt es sich nicht um einen brandneuen Grafikchip, sondern um eine umbenannte Tonga-XT-GPU. Diese war in Desktop-Grafikkarten für Endverbraucher bisher nur in abgespeckter Version in der Radeon R9 285 bzw. Radeon R9 380 erhältlich. Jetzt liegt sie erstmals im Vollausbau vor und bietet basierend auf der GCN 1.2-Architektur („Graphics Core Next“) 2048 Shadereinheiten, 128 Texture Units und 32 ROP-Einheiten.

Als Grafikspeicher sind 4 GB GDDR5-VRAM über ein 256-Bit-Interface angebunden. Die R9 380X stellt damit einen effektiven Speichertakt von 5700 MHz bereit und kommt auf eine Bandbreite von 182,4 GB/s.

Nominell ist die Konfiguration der R9 380X nahe an der beliebten R9 280X mit Tahiti-GPU dran. Allerdings trumpft sie mit der neueren Architektur – GCN 1.2 vs. GCN 1.0 – auf und bringt damit einige Neuerungen und Verbesserungen ins Spiel. So unterstützt die R9 380X jetzt nicht nur die AMD TrueAudio Technologie und die brückenlose „XDMA“ Crossfire-Schnittstelle, sondern auch die Freesync-Funktion, die die Bildausgabe der Grafikkarte mit der Monitorfrequenz abgleicht und dadurch Ruckler und Darstellungsfehler minimiert. Zudem wurde die Asynchronous-Compute-Engine verbessert, was dem neuen DirectX12-Standard und Virtual Reality-Anwendungen zugutekommt.

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Quelle: AMD

Eine weitere Verbesserung stellen die Fähigkeiten zur De- und Enkodierung von Videos dar. Der UVD5-Decoder beherrscht jetzt neben VC-1, MPEG4, MPEG2 und MJEP auch den H.264-Codec zur Beschleunigung von hochauflösenden Ultra HD 4K-Videos. Der Encoder VCE 3 arbeitet zwölfmal schneller als in Echtzeit und skaliert Videos mit geringeren Qualitätsverlusten herunter.

Durch die neue Mikroarchitektur arbeitet die R9 380X deutlich energieeffizienter als das Vorgängermodell R9 280X und pegelt sich mit 190 Watt Leistungsaufnahme bei einem ca. 20% geringeren Verbrauch ein.

Als Ausgänge verfügt die Grafikkarte über 2× Dual-Link-DVI, 1× HDMI 1.4a (bis 4K@30Hz) und 1× DisplayPort 1.2 (bis 4K@60Hz), womit sich maximal vier Displays ansteuern lassen. Für einen optimalen Anzeigenbereich sorgt die integrierte AMD Eyefinity Technologie der brandaktuellen Radeon Software Crimson. Mit dieser lassen sich im übrigen FreeSync, der Downsampling-Algorithmus VSR („Virtual Super Resolution“) und der Skalierungsmodus für jeden verbundenen Bildschirm einzeln einstellen.

 

Abschließend wollen wir einen Blick auf das R9 380X-Modell von dem Hersteller XFX werfen. Die XFX Radeon R9380X DD Black Edition OC erhalten Sie auch im CSL Online-Shop in vorkonfigurierten PC-Systemen wie den Gaming-PCs Sprint 5884 (Hexa) und Speed 4630 (Core i5) oder als Aufrüst-Option zu jedem anderen System.

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XFX RADEON R9 380X DD BLACK EDITION OC 1030MHZ 4GB DDR5

Dieses Custom-Modell ist bereits ab Werk mit einem erhöhten GPU-Takt von 1030 MHz eingestellt, bietet eine Speichertaktung der 4 GB GDDR5 VRAM von 1450 MHz an einem 256-Bit Interface und stellt damit eine deutlich höhere Performance als das Referenzmodell von AMD bereit. Auf 23,5 cm Länge ist die Karte mit zwei 9 cm Lüftern und einem Kühlkörper mit Quad-Heatpipe bestückt. Bei den Lüftern hat man eine praktische Konstruktion verwendet. Jeder kennt das Problem: Staub und Flusen nisten sich gerne direkt unterhalb des Lüfters auf dem Kühlkörper ein und senken dadurch die Kühlleistung merklich. Die XFX R9 390X  hat hier eine praktische Lösung parat: Die Lüfter können einfach nach oben abgenommen werden, um den darunterliegenden Kühlkörper zu reinigen.

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Die Karte unterstützt alle aktuellen AMD Features wie Mantle, FreeSync, Virtual Super Resolution und Frame Target Control. Zudem ist sie DirectX 12- sowie Vulcan-fähig und kompatibel zu GPU-Compute Software – der Unterstützung der CPU bei Anwendungsberechnungen wie z.B. den erweiterten Effekten in Adobe Photoshop.