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Die Intel Skylake Prozessoren sind da!

Intel Skylake Prozessoren – neu, besser, energieeffizienter

 

Pünktlich zur Gamescom 2015 in Köln hat Intel seine Skylake Prozessoren vorgestellt. Die Broadwell-Nachfolger bringen eine komplett neue Plattform auf den Markt. Und NEU heißt hier wirklich neu: Prozessorarchitektur, Sockel, Speicherunterstützung, implementierte Grafikeinheit, OC-Features und Chipsatz wurden vollständig überarbeitet. Gleich geblieben sind die Bohrabstände für den CPU-Kühler auf den Mainboards, so dass bisherige Lüftermodelle mit der neuen Plattform kompatibel sind.

Zwar sind erst zwei Modelle der Skylake-Generation verfügbar, die restlichen CPUs werden Intel zufolge im September vorgestellt, dafür handelt es sich aber um die Spitzenmodelle der jeweiligen Core i7- und i5-Reihe, dem Core i7-6700K sowie dem Core i5-6600K. Wie bei Intel üblich, verfügen die K-Modelle über einen offenen Multiplikator und bringen damit einfaches Übertaktungspotential für OC-Enthusiasten mit.

 

  Core i7-6700K Core i5-6600K
Codename Skylake Skylake
Sockel 1151 1151
Kerne (Phys./Log.) 4/8 4/4
Basis-Takt 4,0 GHz 3,5 GHz
Max. Turbo 4,2 GHz 3,9 GHz
Multiplikator 40, frei bis 83 35, frei bis 83
BCLK-OC Ja, mit Z170-PCH Ja, mit Z170-PCH
L3-Cache 8 MiByte 6 MiByte
TDP 95 Watt 95 Watt
PCI-Express-Lanes 16× 3.0 16× 3.0
Speicher 2× DDR3L-1600oder2× DDR4-2133 2× DDR3L-1600oder2× DDR4-2133
Int. Grafik HD Graphics 530 (24 EUs, DX12 FL12_1) HD Graphics 530 (24 EUs, DX12 FL12_1)

[Quelle: pcgameshardware.de]

 

 

Zunächst wollen wir die neue Mikroarchitektur der Skylake-CPUs betrachten.

Wie die Broadwell-Prozessoren wird auch Skylake im 14nm-Herstellungsverfahren gefertigt, bietet aber deutliche Veränderungen zu der  Vorgänger-Generation.

Neben dem neuen Sockel 1151 benötigt Skylake einen neuen Chipsatz, den Intel Z170 betitelt hat. Der Z170 Platform Controller Hub stellt insgesamt 20 PCIe 3.0-Lanes bereit, das 2,5-fache des Z97-Chipsatzes (Haswell Refresh). Dadurch werden deutlich höhere Datenraten realisiert. Davon profitieren insbesondere schnelle M.2 SSDs, die bisher durch den beschränkten Datenfluss limitiert wurden.  Auch  der neue USB 3.1-Standard kann durch den größeren Datendurchsatz optimal ausgereizt werden.

 

Test-Skylake-Asus-6700K-01

Quelle: Intel

 

An der Mikro-Architektur der Prozessoren fanden auch Veränderungen statt. So ist die Spannungsregulierung der Prozessoren, die bei Haswell und Broadwell noch von Fully Integrated Voltage Regulators (FIVR), also im Prozessor integrierten Spannungsreglern, übernommen wurde, auf das Mainboard ausgelagert worden. Das bietet Übertaktern nicht nur einen größeren Einfluss auf die Parameter, sondern sorgt auch dafür, dass die Skylake-Prozessoren unter Last deutlich kühler arbeiten können.

 

Intel spricht bei seinen Skylake-Prozessoren  von einer um 10-20% gestiegenen CPU-Leistung pro Takt. Das wird unter anderem durch deutlich schnellere L2- und L3-Caches ermöglicht.

In einem Vergleichstest zwischen dem Skylake-Spitzenmodell  Core i7-6700K und dem Haswell-Flaggschiff Core i7-4790K kommt golem.de zu dem Urteil:

„Durch die stark gestiegene Leistung pro Takt überholt der Core i7-6700K den Core i7-4790K jedoch durchweg. Vor allem in Anbetracht dessen, dass Intel die seit Jahren sukzessiv erhöht und immer weniger Optionen dazu vorhanden sind, halten wir die taktnormiert rund 12 Prozent mehr Leistung der Skylake-Architektur für beeindruckend.“

 

Neben der Leistungsfähigkeit hat Intel zudem die Energieeffizienz der neuen Prozessoren deutlich verbessert.

Die integrierte Grafikeinheit des i7-6700K bzw. des i5-6600K firmiert unter dem Namen Intel HD 530 Graphics und verfügt über 24 Shader-Einheiten. Ein Leistungszuwachs von ca. 30% ist im Vergleich zu der Intel HD 4600 Grafik des i7-4790K festzustellen. Eine weitere Neuerung ist die H.265/HEVC-Kodierung (für hochauflösende Videoinhalte), die jetzt  komplett von der integrierten Intel HD 530 Grafik übernommen wird und damit die CPU-Einheit entlastet. Zudem unterstützt die Intel HD 530 den neuen DirectX 12-Standard, der mit Windows 10 Einzug gehalten hat. Für eine flüssige Umsetzung von Spielen in Full HD reicht die Leistung der HD 5300 Grafik jedoch nicht ganz aus und sie bleibt damit hinter der nach wie vor stärksten OnChip-Grafik Iris Pro 6200 der Broadwell-Prozessoren zurück.

Eine weitere Neuerung betrifft den integrierten Speichercontroller. Er unterstützt neben DDR3-1600-RAM jetzt auch DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu DDR4-2133). Dies war bisher nur der Intels High-End-Plattformen Haswell EP und EX der Fall. DDR4-Arbeitsspeicher verbraucht im Vergleich zu DDR3-RAM benötigt DDR4-Speicher deutlich weniger Energie und kann eine höhere Kapazität pro Modul liefern. Dadurch sind Speicherbestückungen mit bis zu 64 GB statt bisher 32 GB möglich.

 

Fazit

Die neuen Skylake-Prozessoren zeigen sich in bisher veröffentlichten Benchmarks von Ihrer starken Seite. Trotz nominell gleicher Grundtaktung wie der Core i7-4790K zeigt der Core i7-6700K einen Leistungsvorsprung von ca. 10-20%. Beachtenswert ist dabei, dass die Skylake-CPU dabei weniger Energie benötigt als der Haswell-Prozessor.

 

Quelle: golem.de

Quelle: golem.de

 

Zudem bietet die neue Sockel 1151-Plattform ein absolut modernes und leistungsstarkes Umfeld. Vor allem die mächtige Geschwindigkeit von 20 PCIe 3.0-Lanes kommt dem Nutzer zu Gute. Schnelle USB 3.1-Schnittstellen, die mögliche Konfiguration mit rasanten M.2 SSDs im Raidverbund und erweiterte SATA 6 GBit/s-Optionen dank der hohen Datenraten der 20 Lanes stellen  ein eindrucksvolles Fundament dar. Insbesondere bei der Neuanschaffung eines Systems stellt die Skylake-Plattform eine erstklassige Wahl dar, die auch für die nächsten Jahre Zukunftssicherheit garantiert!

PC-Systeme mit den neuen Skylake Prozessoren finden Sie auch in unserem Shop!