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DirectX 12-Gaming: Das volle Potential der MultiCore-Prozessoren

 

Das neue Windows 10 ist seit dem 29.07. auf dem Markt und mit ihm die heiß erwartete neue DirectX 12-Schnittstelle. Die Vorgängerversion DirectX 11 wurde bereits mit Windows 7 eingeführt und bekam unter Windows 8.1 ein Upgrade auf DirectX 11.2. Mit DirectX 12 ist jetzt eine neue Version verfügbar, die einen tiefergehenden Zugriff auf die Hardware erlaubt und so MultiCore-CPUs und Grafikkarten effizienter nutzen kann und deutlich mehr Leistung aus vorhandener Hardware herausholen soll.

Wie funktioniert DirectX?

DirectX ist eine API (Application Programming Interface), die genau genommen aus mehreren Software-Schnittstellen wie  DirectDraw, Direct3D, DirectSound, u.a.  besteht. Sie dient als Übersetzer der Software-Befehle eines Spiels für die jeweilige Hardware. Das ermöglicht es, für ein breites Spektrum an Hardware zu programmieren, denn nicht jede Grafikkarte spricht „die gleiche Sprache“.

Bislang nahm dieses Übersetzen der Befehle einen erheblichen Anteil der Rechenleistung des Prozessors in Beschlag. Rechenleistung die damit nicht zur Berechnung des Spiels zur Verfügung steht – man spricht in diesem Fall vom sogenannten „Overhead“. Auch die fehlende Parallelisierung von DirectX 11 wirkte leistungsmindernd. „Draw calls“, Zeichenbefehle der CPU an die Grafikkarte zu Farbe, Positionierung und Position eines Objekts, wurden nacheinander hauptsächlich von einem CPU-Kern bearbeitet. Dadurch wurde der Prozessor zur Engstelle, denn die Grafikkarte kann theoretisch deutlich mehr verarbeiten als die CPU in Auftrag gibt.

DirectX 12 – MultiCore-optimiert

Durch DirectX 12 werden diese Performance-Hindernisse minimiert. Die neue Schnittstelle ist eine sogenannte „Low Level API“ und ermöglicht einen tiefergehenden Zugriff auf die Hardware. Während unter DirectX 11 noch der jeweilige Grafikkarten-Treiber für die Einteilung der abzuarbeitenden Befehle zuständig war, können unter DirectX 12 die Entwickler festlegen, wann was berechnet werden soll und dieses auch auf mehrere CPU-Kerne verteilen. Dadurch wird der „Overhead“ reduziert und die Anzahl der möglichen „draw calls“ steigt deutlich. DirectX 12 bietet damit erstmals eine MultiCore-optimierte Schnittstelle, die das Potential der großen Mehrkern-Prozessoren auch wirklich ausschöpfen kann.

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In der Praxis bedeutet das, dass für die Gaming-Performance unter DirectX 12 nicht mehr nur die maximale Rechenleistung der jeweiligen CPU-Kerne (oder vielmehr des einen CPU-Kerns) ausschlaggebend ist, sondern die Anzahl der Prozessorkerne zum entscheidenden Kriterium wird.

 

Mehr Gaming-Power unter Windows 10

Auch wenn, wie bereits oben erwähnt, alle DirectX 12-Spiele noch in der Entwicklungsphase sind, sind die Vorteile von DirectX 12 schon bei DirectX 11-Spielen unter Windows 10 spürbar.

Um die verbesserte MultiCore-Unterstützung zu testen, haben wir mit unseren AMD Achtkern Gaming-PC CSL Sprint X5855(Octa)  Battlefield 4 sowohl unter Windows 10 Home  als auch unter Windows 8.1 angespielt.

Getestet wurde in Full HD 1080p mit Detailstufe Hoch. Die Konfiguration des Systems ist wie folgt:

Prozessor: AMD FX-Series FX-8320 Prozessor,  8x 3500 MHz
Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3-RAM, Kingston, 1600 MHz
Grafikkarte: ASUS GTX750TI-PH-2GD5, 2 GB GDDR5
Mainboard: ASUS M5A78L/USB3
Betriebssystem: Windows 10 Home, 64 Bit

 

Dabei zeigte sich, dass unter Windows 10 eine durchschnittlich 10% höhere Framerate erreicht wird und die Maximalwerte sogar 15% höher liegen.

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Fazit

Zwar ist bisher noch kein Spiel mit DirectX 12-Unterstützung auf dem Markt, aber die im Netz kursierenden Benchmarks versprechen eine deutliche Performancesteigerung und endlich wird auch das Rechenpotentials aktueller Mehrkern-Prozessoren ausgeschöpft.

Von dem verbesserten Multitasking, das DirectX 12 bietet, dürften vor allem die AMD MultiCore-Prozessoren profitieren, deren Potential im Gaming-Bereich bisher nur unzureichend genutzt wurde.

Gerade hinsichtlich des Preisniveaus der AMD OctaCore-CPUs werden diese im Zuge der Einführung von DirectX 12-Spielen vermehrt in den Fokus anspruchsvoller und preisbewusster Gamer rücken!

 

Kategorie: CSL-Computer